Pallade Veneta - Gemeinsames Militärmanöver Armeniens und der USA begonnen

Gemeinsames Militärmanöver Armeniens und der USA begonnen


Gemeinsames Militärmanöver Armeniens und der USA begonnen
Gemeinsames Militärmanöver Armeniens und der USA begonnen / Foto: Karen MINASYAN - AFP/Archiv

Zum Missfallen Russlands hat die Kaukasusrepublik Armenien am Montag gemeinsame Militärmanöver mit den USA begonnen. Bei dem zehntägigen Manöver "Eagle Partner 2023" starteten zunächst 85 US-Soldaten mit der Ausbildung von 175 armenischen Soldaten, wie das US-Kommando für Europa und Afrika mitteilte. Das Verteidigungsministerium in Eriwan erklärte, mit dem Manöver solle die Zusammenarbeit zwischen armenischen und US-Streitkräften bei internationalen Friedenseinsätzen verbessert werden.

Textgröße ändern:

Die Militärübungen mit den USA werden als Anzeichen dafür gesehen, dass die Regierung in Eriwan zunehmend auf Distanz zu Russland geht, das Armenien im jahrzehntelangen Konflikt mit dem Nachbarstaat Aserbaidschan unterstützt hatte. Der Kreml hatte die Militärübungen "Besorgnis erregend" genannt und erklärt, er werde diese "genau im Blick behalten". In der vergangenen Woche wurde der armenische Botschafter in Moskau einbestellt, um ihm das Missfallen über "unfreundliche Schritte" seines Landes mitzuteilen.

Der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, wies den Protest des Kremls zurück. "Da Russland in den vergangenen Jahren in zwei seiner Nachbarstaaten einmarschiert ist, sollte es davon absehen, Länder in der Region hinsichtlich ihrer Sicherheitsvorkehrungen zu belehren", sagte Miller. Die USA kooperierten mit Armenien bereits seit 2003. Das jetzige Militärmanöver sei eine Routineübung, die "keinerlei Zusammenhang mit anderen Ereignissen" habe.

Die Regierung in Eriwan hatte das Verhalten der in der Region stationierten russischen Militäreinheiten kritisiert. Die 2000 Soldaten umfassenden russischen Einheiten hätten versäumt, die Ordnung im Latschin-Korridor in die Konfliktregion Berg-Karabach aufrechtzuerhalten, hieß es von Seiten der armenischen Regierung.

Der Korridor ist die einzige Straßenverbindung zwischen Armenien und Berg-Karabach. Er wird seit Juli von Aserbaidschan geschlossen gehalten, was nach armenischen Angaben gravierende Auswirkungen auf die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten, Gas und Treibstoff hat.

Seit dem Zerfall der Sowjetunion streiten Aserbaidschan und Armenien um die Region Berg-Karabach. In dem Konflikt wurden nach Schätzungen bis heute rund 30.000 Menschen getötet.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Anschläge vom 11. September 2001: Prozess gegen Drahtzieher beginnt 2028

Mehr als 25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA kommt der mutmaßliche Drahtzieher vor Gericht. Der Prozess gegen Khalid Sheikh Mohammed soll am 5. Juni 2028 beginnen, wie das zuständige US-Militärgericht in Guantánamo auf Kuba am Donnerstag mitteilte.

Sender: Früherer bosnisch-serbischer Armeechef Ratko Mladic tot

Der frühere bosnisch-serbische Armeechef Ratko Mladic ist nach Informationen serbischer Medien tot. Der wegen Kriegsverbrechen vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (IStGH) zu lebenslanger Haft verurteilte Mladic starb im Alter von 84 Jahren, wie der serbische Staatssender RTS am Donnerstag berichtete. Zuvor habe Mladic mehrere Schlaganfälle erlitten.

Russland greift Kiew am helllichten Tag mit Drohnen an

Russland hat Kiew am Donnerstag am helllichten Tag mit Drohnen angegriffen. In der ukrainischen Hauptstadt wurde nach Angaben der Behörden ein Mann verletzt. Bei weiteren russischen Angriffen in anderen Landesteilen wurden mindestens ein Mensch getötet und weitere verletzt. Die Attacke auf Kiew reiht sich in eine Serie zuletzt häufiger gewordener russischer Angriffe während des Tages ein.

Demokratiefestival in Magdeburg einen Tag vor der Landtagswahl

Einen Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt richtet das Bündnis „Sachsen-Anhalt weltoffen“ in Magdeburg ein Demokratiefestival aus. Bei der Veranstaltung treten Künstler wie Sebastian Krumbiegel auf, und Klimaaktivistin Luisa Neubauer warnt vor den Folgen eines Verlusts demokratischer Fundamente für den Klimaschutz.

Textgröße ändern: