Pallade Veneta - Bayerns Regierungschef Söder will in Migrationspolitik "mehr Wien statt Berlin"

Bayerns Regierungschef Söder will in Migrationspolitik "mehr Wien statt Berlin"


Bayerns Regierungschef Söder will in Migrationspolitik "mehr Wien statt Berlin"
Bayerns Regierungschef Söder will in Migrationspolitik "mehr Wien statt Berlin" / Foto: Christof STACHE - AFP

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Bundesregierung zu mehr Pragmatismus in der Migrationspolitik aufgefordert. "Wir wünschen uns mehr Wien statt Berlin in der Migrationspolitik", sagte Söder am Dienstag in München nach einer Sitzung seines Kabinetts mit dem österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP). In Österreich gebe es Pragmatismus, während in Deutschland ideologisch gehandelt werde.

Textgröße ändern:

"Die Deutschen sind die Bremser in der europäischen Asylpolitik", sagte Söder. Es sei insgesamt eine restriktivere, konsequentere Asylpolitik nötig. Die Sonderaufnahmeprogramme müssten gestoppt werden, weil sie zu einer hohen Zahl an Asylanträgen führten. Stattdessen müsse es ein Sonderrückführungsprogramm geben.

Die Liste sogenannter sicherer Herkunftsstaaten müsse "deutlich" erweitert werden. Zudem müsse die finanzielle Unterstützung für Flüchtlinge gesenkt werden, diese dürften nicht Hilfen in Höhe des Bürgergelds bekommen. Bayern werde abgelehnten Asylbewerbern statt Geldlösungen nur noch Sachleistungen zukommen lassen, sagte Söder.

Nehammer sagte, es sei notwendig, richtig und wichtig gewesen, wieder ein europäisches Problembewusstsein in der Frage der Migration zu schaffen. Bei der Sicherheit gebe es aber noch "deutlich Luft nach oben". Es sei ein stärkeres Miteinander gerade mit den Staaten nötig, aus denen die Flüchtlinge kommen.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Söder spricht sich auf CSU-Parteitag für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus

Unter dem Jubel der CSU-Anhänger hat sich CSU-Chef Markus Söder für Ilse Aigner als neue Bundespräsidentin ausgesprochen. "Das wäre eine tolle Sache", sagte Söder am Freitag auf dem Parteitag der Christsozialen in München. Die Entscheidung werde woanders gefällt, fügte der bayerische Ministerpräsident an. Er würde sich aber "von Herzen" wünschen, dass Aigner nächste Bundespräsidentin werde.

Trotz Sondierungen mit Linken: Grüne und SPD in Berlin treffen sich mit CDU

Trotz laufender Gespräche über die Bildung einer rot-grün-roten Regierung in Berlin findet in der kommenden Woche ein Treffen von Grünen und SPD mit der CDU statt. Das bestätigten CDU und Grüne am Freitag in der Hauptstadt. "Dabei handelt es sich nicht um Sondierungsgespräche, sondern um ein Gespräch über die konstruktive Gestaltung der Übergangszeit bis zur Bildung der neuen Regierung", betonte eine Grünen-Sprecherin. Laut CDU soll es um die "aktuelle Lage" gehen.

CSU-Chef Söder lehnt AfD-Verbotsverfahren ab: "Müssen uns demokratisch wehren"

CSU-Chef Markus Söder hat ein immer wieder in der Diskussion stehendes AfD-Verbotsverfahren abgelehnt. "Eine Verbotsdiskussion löst das Problem nicht, es verstärkt es sogar noch", sagte Söder am Freitag auf dem Parteitag der Christsozialen in München.

Sechs Menschen bei Angriff auf Kirche in Jordanien getötet

Bewaffnete Männer haben bei einem Angriff auf eine Kirche im Süden Jordaniens mindestens sechs Menschen getötet und 28 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs an der griechisch-orthodoxen Kirche in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die jordanische Sicherheitsdirektion mitteilte. Zunächst hatten die Behörden von sieben Toten gesprochen, korrigierten die Zahl aber später nach unten.

Textgröße ändern: