Pallade Veneta - Ukraine-Krieg und Klimaschutz wichtigste Themen bei UN-Vollversammlung

Ukraine-Krieg und Klimaschutz wichtigste Themen bei UN-Vollversammlung


Ukraine-Krieg und Klimaschutz wichtigste Themen bei UN-Vollversammlung
Ukraine-Krieg und Klimaschutz wichtigste Themen bei UN-Vollversammlung / Foto: STEPHANIE KEITH - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen geopolitischen Auswirkungen sowie der Kampf gegen den Klimawandel dürften nach Ansicht der Bundesregierung die beherrschenden Themen der UN-Vollversammlung in der kommenden Woche sein. Zudem stelle sich die Frage nach einer Reform des UN-Sicherheitsrates "stärker als je", hieß es am Mittwoch aus Regierungskreisen in Berlin. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reist am Sonntag nach New York, wo er am Dienstag bei der Generaldebatte spricht.

Textgröße ändern:

Beim russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sei die UN-Vollversammlung Gelegenheit, "vor den Augen der Weltöffentlichkeit" die Schrecklichkeit des Krieges und das Ausmaß des Völkerrechtsbruchs durch Russlands Invasion zu zeigen, hieß es weiter. Das Thema werde sich wie "ein roter Faden" durch alle Gespräche und Veranstaltungen in New York ziehen.

Am Mittwoch gibt es zudem eine offene Sitzung des UN-Sicherheitsrats dazu, bei der auch Gäste teilnehmen und sprechen können. Scholz will dabei den Angaben zufolge das Wort ergreifen.

Der UN-Sicherheitsrat ist in der Haltung zum Ukraine-Krieg gespalten. Da Russland als ständiges Mitglied ein Vetorecht hat, ist das Gremium komplett blockiert. Diese Blockade habe einmal mehr die Notwendigkeit einer Reform des Sicherheitsrates gezeigt, hieß es in Berlin. Das seit Jahren schwelende Thema sei in diesem Jahr "besonders akut". Es zeige sich deutlich, dass die im Sicherheitsrat überhaupt nicht vertretenden Ländern des sogenannten Globalen Südens die Ungleichbehandlung nicht mehr hinnehmen wollten.

Sollte es in Zukunft wirklich zu einer Reform des Gremiums und zu neuen ständigen Mitgliedern kommen, dann will Deutschland weiterhin einen solchen ständigen Sitz anstreben. Für Deutschland gebe es gute Gründe, hieß es aus Regierungskreisen. Nicht nur, dass Berlin der zweitgrößte Geldgeber für die Vereinten Nationen sei. Auch davon abgesehen sei Deutschlands Engagement für die UNO weltweit angesehen. "Besonders schmerzlich" sei im Sicherheitsrat aber das Fehlen des globalen Südens, "das werden wir immer als erstes sagen", hieß es aus den Regierungskreisen in Berlin.

Im Kampf gegen den Klimawandel steht in New York sowohl ein UN-Gipfel für die Umsetzung der Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (SDG) am Montag als auch ein Klimagipfel am Mittwoch an. An beiden Veranstaltungen will Scholz teilnehmen. Zudem wollen die einzelnen Staaten im Vorfeld des SDG-Gipfels ihre nationalen Verpflichtungen für eine bessere nachhaltige Entwicklung vorlegen. Deutschland habe dazu zwölf Verpflichtungen erarbeitet, hieß es in Berlin. Diese sollten am Sonntag zusammen mit den Zielen der anderen Länder veröffentlicht werden.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Russland greift Kiew am helllichten Tag mit Drohnen an

Russland hat Kiew am Donnerstag am helllichten Tag mit Drohnen angegriffen. In der ukrainischen Hauptstadt wurde nach Angaben der Behörden ein Mann verletzt. Bei weiteren russischen Angriffen in anderen Landesteilen wurden mindestens ein Mensch getötet und weitere verletzt. Die Attacke auf Kiew reiht sich in eine Serie zuletzt häufiger gewordener russischer Angriffe während des Tages ein.

Demokratiefestival in Magdeburg einen Tag vor der Landtagswahl

Einen Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt richtet das Bündnis „Sachsen-Anhalt weltoffen“ in Magdeburg ein Demokratiefestival aus. Bei der Veranstaltung treten Künstler wie Sebastian Krumbiegel auf, und Klimaaktivistin Luisa Neubauer warnt vor den Folgen eines Verlusts demokratischer Fundamente für den Klimaschutz.

Berichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf Nato - Kreml dementiert

Der Kreml hat US-Medienberichte, wonach CIA-Chef John Ratcliffe bei seinem kürzlichen Moskau-Besuch Russland vor einem möglichen Angriff auf Nato-Mitgliedstaaten gewarnt haben soll, als "alarmistisch" zurückgewiesen. "Viele solcher Horrorgeschichten werden derzeit veröffentlicht. Sie haben natürlich nichts mit der Realität und mit den Absichten Russlands zu tun", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag.

Steinmeier warnt bei Gamescom vor Extremismus und Gewalt in Videospielen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem ersten Besuch der Gamescom in Köln vor den Schattenseiten digitaler Spiele gewarnt. Er forderte klare Regeln gegen Gewaltverherrlichung und extremistische Inhalte, betonte aber auch die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Branche.

Textgröße ändern: