Pallade Veneta - Frankreichs Rechtspopulistin Le Pen in Wahlumfrage für 2027 auf Platz eins

Frankreichs Rechtspopulistin Le Pen in Wahlumfrage für 2027 auf Platz eins


Frankreichs Rechtspopulistin Le Pen in Wahlumfrage für 2027 auf Platz eins
Frankreichs Rechtspopulistin Le Pen in Wahlumfrage für 2027 auf Platz eins / Foto: FRANCOIS LO PRESTI - AFP/Archiv

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen liegt in einer Umfrage zur Präsidentschaftswahl 2027 und die Nachfolge von Emmanuel Macron in der ersten Runde auf Platz eins. Je nach Gegenkandidat komme sie auf 30 bis 33 Prozent, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage von Toluna Harris Interactive. Bei den Konservativen haben demnach lediglich der frühere Premierminister Edouard Philippe und der derzeitige Wirtschaftsminister Bruno Le Maire Chancen, in die Stichwahl zu kommen.

Textgröße ändern:

"Ich denke, dass ein Sieg von Marine Le Pen möglich ist", sagte Philippe kürzlich der Zeitung "Le Monde". "Nicht wahrscheinlich, aber möglich", fügte er hinzu. Sich selber beschrieb er als "rechts", wobei er aber eine "tiefe Bewunderung für die Sozialdemokratie" hege.

Philippe war von 2017 bis 2020 Premierminister während des ersten Mandats von Macron und zeitweise beliebter als dieser. Philippe leidet an einer Krankheit, die zu einem fast vollständigen Haarausfall führte. Nach seinem Rücktritt gründete der langjährige Bürgermeister von Le Havre eine eigene Partei namens Horizons.

Le Pen ist derzeit Fraktionschefin der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National, früher Front National. Sie ist bereits drei Mal bei der Präsidentschaftswahl angretreten und hat dabei jedes Mal besser abgeschnitten als zuvor. 2022 unterlag sie gegen Macron mit 41 Prozent der Stimmen. Nach der jüngsten Umfrage würden sechs bis zwölf Prozent derjenigen, die zuletzt für Macron gestimmt hatten, 2027 ihre Stimme Le Pen geben.

Der Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon käme demnach in der ersten Runde mit 16 bis 17 Prozent auf Platz zwei, außer wenn Philippe oder Le Maire antreten würden. Innenminister Gérald Darmanin, der ebenfalls als möglicher Kandidat gilt, kommt derzeit auf 14 Prozent der Stimmen. Macron kann 2027 nicht wieder antreten. Möglich ist aber, dass er einmal aussetzt und es dann wieder versucht.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Steinmeier warnt bei Gamescom vor Extremismus und Gewalt in Videospielen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem ersten Besuch der Gamescom in Köln vor den Schattenseiten digitaler Spiele gewarnt. Er forderte klare Regeln gegen Gewaltverherrlichung und extremistische Inhalte, betonte aber auch die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Branche.

ARD richtet anstelle von Generalsekretariat dauerhafte Geschäftsstelle ein

Im Zuge ihres Reformprozesses organisiert die ARD die Administration ihres Vorsitzes neu. Anstelle des bisherigen ARD-Generalsekretariats wird zum 1. Januar eine dauerhafte Geschäftsstelle in Berlin eingerichtet, wie der Senderverbund am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der turnusmäßig zwischen den ARD-Anstalten wechselnde Vorsitz muss anders als bisher damit künftig nicht mehr das Team neu aufbauen. Auch die ARD-Unternehmenskommunikation wird in der Geschäftsstelle angesiedelt.

Russischer Generalstabschef Gerassimow besucht Soldaten an der Front in der Ukraine

Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat nach offiziellen Angaben russische Soldaten an der Front in der Ukraine besucht. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte am Donnerstag ein Video, das Gerassimow zusammen mit Militärs zeigt. Demnach würdigte er den "Erfolg" der Streitkräfte in der ostukrainischen Region Donezk und legte "Ziele" für das weitere Vorgehen fest.

Linke unternimmt neuen Vorstoß für Mietendeckel - mit eigenem Rechtsgutachten

Die Linke unternimmt einen neuen Vorstoß zur Einführung eines bundesweiten Mietendeckels. In einem am Donnerstag vorgestellten Antrag fordert die Bundestagsfraktion die Verhängung eines sofortigen Mietenstopps, dem dann eine Regelung für einen dauerhaften Mietendeckel folgen soll. Bestärkt sieht sich die Linke von einem selbst in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten, das einen Mietendeckel für mit dem Grundgesetz vereinbar hält.

Textgröße ändern: