Pallade Veneta - Scharfe Kritik an gemeinsamem Vorgehen der CDU mit der AfD in Thüringen

Scharfe Kritik an gemeinsamem Vorgehen der CDU mit der AfD in Thüringen


Scharfe Kritik an gemeinsamem Vorgehen der CDU mit der AfD in Thüringen
Scharfe Kritik an gemeinsamem Vorgehen der CDU mit der AfD in Thüringen / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Die gemeinsame Verabschiedung eines Gesetzes im Thüringer Landtag durch CDU, AfD und FDP ist bundesweit auf scharfe Kritik gestoßen. "Die CDU in Thüringen hat gestern mit der Höcke-AfD gemeinsame Sache gemacht", hieß es am Freitag in einer Erklärung des SPD-Parteivorstands in Berlin. "Mit diesen Demokratiefeinden darf es keine Zusammenarbeit geben", betonte die SPD-Spitze weiter im Internetdienst X (früher Twitter).

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"Diese Abstimmung war ein ganz besonderer politischer Tabubruch", sagte auch SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast dem "Spiegel". Sie warf der CDU vor, "von Anfang an mit den Stimmen der AfD geplant" zu haben. Dies sei "ein historisches Versagen der CDU", sagte sie weiter. "Jede und jeder, der jetzt bei der CDU noch von einer Brandmauer spricht, lügt sich selbst in die Tasche", fügte die SPD-Politikerin hinzu.

"Die Entscheidung der CDU in Thüringen ist fatal", schrieb auch Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann auf X. Dies sei "ein weiterer Schritt zu einer Normalisierung der gesetzgeberischen Zusammenarbeit mit der antidemokratischen AfD". Haßelmann machte für diese Entwicklung CDU-Chef Friedrich Merz persönlich verantwortlich.

Grünen-Parteichefin Ricarda Lang forderte Merz auf, in der Angelegenheit für Klarheit zu sorgen. "Unsere Demokratie braucht eine stabile konservative Kraft, die klar steht, wenn es um die Zusammenarbeit mit rechtsextremen Parteien geht", schrieb sie auf X. "Doch die Union ist das im Moment nicht", wie sich am Donnerstagabend in Thüringen gezeigt habe, kritisierte sie weiter. Grünen-Bundesgeschäftsführerin Emily Büning wies auf X darauf hin, dass die thüringische AfD vom Landesverfassungsschutz als "gesichert rechtsextrem" eingestuft wird.

Scharfe Kritik übte auch die Linken-Bundesvorsitzende Janine Wissler: "Die 'Brandmauer' der CDU nach rechts ist ein Vorhang, der nach Belieben zur Seite geschoben wird", schrieb sie auf X. "Die Thüringen-CDU hat mit der Partei des Faschisten Höcke ein Steuergesetz durchgesetzt, das vorrangig den Reicheren nutzt", übte sie auch inhaltliche Kritik.

Der Thüringer Landtag hatte mit den Stimmen von CDU, AfD und FDP eine Senkung der Grunderwerbssteuer im Freistaat beschlossen. Im Parlament stimmten am Donnerstagabend die Abgeordneten der Fraktionen von CDU und AfD sowie die FDP für den CDU-Antrag. Die Regierungsfraktionen von Linken, Grünen und SPD stimmten dagegen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) warf der CDU anschließend einen "Pakt mit dem Teufel" vor.

O.Pileggi--PV

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