Pallade Veneta - Sophienkathedrale in Kiew und Altstadt von Lwiw gelten als "gefährdetes" Welterbe

Sophienkathedrale in Kiew und Altstadt von Lwiw gelten als "gefährdetes" Welterbe


Sophienkathedrale in Kiew und Altstadt von Lwiw gelten als "gefährdetes" Welterbe
Sophienkathedrale in Kiew und Altstadt von Lwiw gelten als "gefährdetes" Welterbe / Foto: Sergei GAPON - AFP/Archiv

Die Unesco hat die Sophienkathedrale in Kiew und die historische Altstadt von Lwiw als "gefährdetes" Welterbe eingestuft. Beide Welterbestätten in der Ukraine seien auf die entsprechende Liste aufgenommen worden, teilte die Unesco am Freitag mit. Ihnen drohe wegen des Kriegs die Zerstörung, hatte der Chef des Welterbe-Programms der UN-Kulturorganisation, Lazare Eloundou, kürzlich betont. Er wies darauf hin, dass es bereits Angriffe auf die Pufferzonen rund um diese Stätten gegeben habe.

Textgröße ändern:

Im Juli hatte die UN-Organisation gewarnt, dass der russische Angriffskrieg "eine wachsende Bedrohung für die ukrainische Kultur" darstelle. Seit der russischen Invasion am 24. Februar 2022 hat sie bereits Schäden an 270 ukrainischen Kulturstätten festgestellt, unter anderem im historischen Zentrum der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer.

Zu den Kandidaten für eine Neuaufnahme in das Welterbe zählt unter anderem das mittelalterliche jüdische Erbe Erfurts. Dazu zählt insbesondere die alte Synagoge, deren Bau im 11. Jahrhundert begonnen wurde und die als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Synagogen Europas gilt. Auch die Mikwe, eines der wenigen erhaltenen jüdischen Ritualbäder aus dem Mittelalter, gehört dazu.

Die Gebäude verbildlichten die jüdisch-christliche Koexistenz im mittelalterlichen Erfurt vor den Massakern an Juden während des 14. Jahrhunderts, betont die Unesco. Die mögliche Aufnahme Erfurts könnte am Sonntagnachmittag beschlossen werden. Die Stadt will den Rathaussaal für eine Live-Übertragung der Konferenz öffnen.

Venedig war der Einstufung als "gefährdetes" Welterbe zuvor nur knapp entgangen. Die norditalienische Lagunenstadt hatte kurz vor der Entscheidung eine Gebühr für Tagesbesucher vom kommenden Frühjahr an angekündigt. Die Unesco hatte Venedig zuvor "unzureichende Schutzmaßnahmen" mit Blick auf den Massentourismus vorgeworfen.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

ARD richtet anstelle von Generalsekretariat dauerhafte Geschäftsstelle ein

Im Zuge ihres Reformprozesses organisiert die ARD die Administration ihres Vorsitzes neu. Anstelle des bisherigen ARD-Generalsekretariats wird zum 1. Januar eine dauerhafte Geschäftsstelle in Berlin eingerichtet, wie der Senderverbund am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der turnusmäßig zwischen den ARD-Anstalten wechselnde Vorsitz muss anders als bisher damit künftig nicht mehr das Team neu aufbauen. Auch die ARD-Unternehmenskommunikation wird in der Geschäftsstelle angesiedelt.

Russischer Generalstabschef Gerassimow besucht Soldaten an der Front in der Ukraine

Der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow hat nach offiziellen Angaben russische Soldaten an der Front in der Ukraine besucht. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlichte am Donnerstag ein Video, das Gerassimow zusammen mit Militärs zeigt. Demnach würdigte er den "Erfolg" der Streitkräfte in der ostukrainischen Region Donezk und legte "Ziele" für das weitere Vorgehen fest.

Linke unternimmt neuen Vorstoß für Mietendeckel - mit eigenem Rechtsgutachten

Die Linke unternimmt einen neuen Vorstoß zur Einführung eines bundesweiten Mietendeckels. In einem am Donnerstag vorgestellten Antrag fordert die Bundestagsfraktion die Verhängung eines sofortigen Mietenstopps, dem dann eine Regelung für einen dauerhaften Mietendeckel folgen soll. Bestärkt sieht sich die Linke von einem selbst in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten, das einen Mietendeckel für mit dem Grundgesetz vereinbar hält.

Handys gegen Geld in Gefängnis geschmuggelt: BGH bestätigt Urteil aus Hannover

Ein ehemaliger niedersächsischer Justizbeamter muss selbst ins Gefängnis, weil er Häftlingen gegen Geld Handys und SIM-Karten einschmuggelte. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Hannover gegen den Beamten und zwei damalige Gefangene, wie er am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte Strafen zwischen zwei Jahren und vier Monaten sowie drei Jahren und zehn Monaten wegen Bestechung beziehungsweise Bestechlichkeit verhängt. (AZ. 6 StR 271/26)

Textgröße ändern: