Pallade Veneta - Drei Jahre auf Bewährung für Ex-US-Botschafter wegen illegaler Lobby-Tätigkeit

Drei Jahre auf Bewährung für Ex-US-Botschafter wegen illegaler Lobby-Tätigkeit


Drei Jahre auf Bewährung für Ex-US-Botschafter wegen illegaler Lobby-Tätigkeit
Drei Jahre auf Bewährung für Ex-US-Botschafter wegen illegaler Lobby-Tätigkeit / Foto: WIN MCNAMEE - GETTY IMAGES/AFP

Der frühere US-Botschafter in Pakistan und in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Richard Olson, ist wegen illegaler Lobby-Tätigkeit zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Washington am Freitag mitteilte, muss der 63-Jährige zudem 93.400 Dollar (87.600 Euro) Strafe zahlen. Olson hatte sich bereits im Juni 2022 schuldig bekannt, eine Falschaussage gemacht und Lobby-Gesetze gebrochen zu haben.

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Der Ex-Diplomat, der von 2012 bis 2015 Botschafter in Pakistan war, war wegen des Vorwurfs vor Gericht gestellt worden, kurz nach seinem Ausscheiden aus dem US-Außenministerium der katarischen Regierung bei der Beeinflussung von US-Politikern geholfen zu haben. Damit habe er die einjährige Sperre für solche Lobby-Tätigkeiten nach dem Ausscheiden aus Regierungsdiensten nicht eingehalten, erläuterte die Generalstaatsanwaltschaft.

Darüber hinaus habe Olson einiges unternommen, um dieses Vergehen zu verbergen, hieß es in der Mitteilung weiter. So habe der Ex-Botschafter E-Mails zu seiner illegalen Lobby-Tätigkeit gelöscht und die Bundespolizei FBI "während einer aufgezeichneten Befragung belogen".

Abgesehen davon hatte Olson laut Anklage in seiner Zeit als US-Botschafter in Pakistan Gefallen eines US-pakistanischen Geschäftsmannes angenommen, darunter eine Zahlung von 25.000 Dollar an seine damalige Freundin, um ihre Studiengebühren an der Columbia University in New York zu bezahlen. Auch eine Reise erster Klasse zu einem Vorstellungsgespräch in London im Wert von 18.000 Dollar ließ sich Olson demnach von dem Geschäftsmann bezahlen.

Im Gegenzug hatte Olson laut Anklage eingewilligt, sich bei US-Kongressmitgliedern für Waffengeschäfte in Pakistan und Staaten im Nahen Osten einzusetzen, die der US-pakistanische Geschäftsmann vermitteln wollte. Nach Informationen der "Washington Post" handelt es sich bei dem nicht namentlich genannten Geschäftsmann um Imaad Zuberi. Dieser war 2021 wegen illegaler Wahlkampfspenden und anderer Vergehen zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden.

M.Jacobucci--PV

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