Pallade Veneta - Armenien fordert UN-Mission zum Schutz der Bevölkerung von Berg-Karabach

Armenien fordert UN-Mission zum Schutz der Bevölkerung von Berg-Karabach


Armenien fordert UN-Mission zum Schutz der Bevölkerung von  Berg-Karabach
Armenien fordert UN-Mission zum Schutz der Bevölkerung von Berg-Karabach / Foto: Leonardo Munoz - AFP

Armenien hat nach dem militärischen Sieg von Aserbaidschan in der Kaukasusregion Berg-Karabach eine UN-Mission zur Sicherung der armenischen Bevölkerung gefordert. Die Vereinten Nationen müssten unverzüglich Truppen entsenden, um die "Menschenrechts- und Sicherheitslage vor Ort zu überwachen und zu bewerten", sagte der armenische Außenminister Ararat Mirsojan am Samstag bei der UN-Generaldebatte in New York. Der aserbaidschanische Chefdiplomat Dscheihun Bajramow betonte den Willen Bakus, die armenische Bevölkerung als gleichberechtigte Bürger Berg-Karabachs zu behandeln.

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Armenien wirft Aserbaidschan vor, eine ethnische Säuberung in Berg-Karabach zu planen. Das Gebiet gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt. Der armenische Außenminister Mirsojan zog in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte eine Parallele zum Völkermord in Ruanda im Jahr 1994.

Die Vereinten Nationen hätten in dessen Folge Präventionsmechanismen geschaffen, um ein ähnliches Verbrechen zu verhindern. Heute stehe die Welt in Berg-Karabach "am Rande eines weiteren Fehlschlags", sagte Mirsojan.

Der aserbaidschanische Außenminister Bajramow sagte in seiner Rede bei der Generaldebatte, das mehrheitlich muslimische Aserbaidschan werde die Rechte der christlichen Armenier achten. Sein Land sei "entschlossen, die armenischen Einwohner der Region Karabach in Aserbaidschan wieder als gleichberechtigte Bürger zu integrieren". Baku sehe eine "historische Gelegenheit" für Aserbaidschan und Armenien, "gute nachbarschaftliche Beziehungen" zu schaffen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf Armenien unterdessen mit Blick auf den Berg-Karabach-Konflikt gegenüber Reportern vor, "hin und wieder Öl ins Feuer zu gießen". Mit Blick auf einen hochrangigen armenischen Politiker, der dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen hatte, Berg-Karabach an Aserbaidschan übergeben zu haben, sagte Lawrow, dieser Vorwurf sei "lächerlich". Mit der kurz vor dem Ende der Sowjetunion unterzeichneten Erklärung von Alma-Ata im Jahr 1991 sei Berg-Karabach "schlicht und ergreifend" Teil Aserbaidschans geworden, sagte Lawrow.

N.Tartaglione--PV

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