Pallade Veneta - Meloni nach einem Jahr im Amt: In Migrationspolitik hatten wir uns "mehr erhofft"

Meloni nach einem Jahr im Amt: In Migrationspolitik hatten wir uns "mehr erhofft"


Meloni nach einem Jahr im Amt: In Migrationspolitik hatten wir uns "mehr erhofft"
Meloni nach einem Jahr im Amt: In Migrationspolitik hatten wir uns "mehr erhofft" / Foto: Zakaria ABDELKAFI - AFP

Ein Jahr nach ihrem Wahlsieg hat Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in der Migrationspolitik nach eigenen Worten weniger erreicht als erhofft. "Wir hatten uns in der Einwanderungspolitik mehr erhofft", sagte Meloni am Samstagabend im Fernsehsender Rai 1. "Wir haben hart gearbeitet, aber die Ergebnisse sind nicht das, was wir uns erhofft hatten." Das Problem sei "sehr komplex", sagte Meloni. Aber ich bin sicher, wir werden der Sache auf den Grund gehen."

Textgröße ändern:

Melonis ultrarechte Partei Fratelli d'Italia (FDI) hatte die Parlamentswahl am 25. September 2022 vor allem mit dem Versprechen gewonnen, der Zuwanderung ein Ende zu setzen. Seit Jahresbeginn sind nach Zahlen des italienischen Innenministeriums aber mehr als 130.000 Migranten in Italien angekommen - das sind schon jetzt fast doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2022.

Melonis Regierung hat seit ihrem Amtsantritt im Oktober vor allem die Arbeit von Seenotrettern im Mittelmeer eingeschränkt und ein härteres Vorgehen gegen Schleuser angekündigt. Vor einigen Tagen brachte sie zudem eine deutliche Verlängerung der Höchstdauer der Abschiebehaft auf den Weg. Außerdem sollen neue Zentren für ausreisepflichtige Migranten entstehen.

Nachdem allein auf der kleinen Mittelmeer-Insel Lampedusa Mitte September in nur drei Tagen rund 8500 Bootsflüchtlinge eingetroffen waren, bat Meloni die EU um Hilfe. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rief die europäischen Länder bei einem Besuch auf Lampedusa dazu auf, einen Teil der in Italien ankommenden Migranten aufzunehmen. Sie stellte zudem einen Notfallplan vor, der jedoch nicht viel Neues enthielt.

Im Juli hatte von der Leyen mit Unterstützung Melonis ein Abkommen mit Tunesien geschlossen, das die irreguläre Migration aus dem nordafrikanischen Land in die EU eindämmen soll. Am Freitag gab Brüssel die Auszahlung erster Gelder an Tunesien bekannt.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

Erste Debatte französischer Präsidentschaftskandidaten

Sieben französische Präsidentschaftskandidatinnen und -kandidaten treffen am Donnerstag (16.45 Uhr) zu einer ersten Debatte zusammen. Knapp acht Monate vor der Wahl steht das komplette Kandidatenfeld zwar noch nicht fest. Doch jene Bewerberinnen und Bewerber, die sich bereits erklärt haben, debattieren im Rahmen einer Veranstaltung des französischen Unternehmerverbands miteinander.

Koalitionsfraktionen stecken bei Klausur weiteren Reformkurs ab

Nach der Klausurtagung der Bundesregierung kommen ab Donnerstag auch die Regierungsfraktionen im Bundestag zu Beratungen zusammen. Bei der zweitägigen Klausursitzung in Münster (ab 12.30 Uhr) wollen die geschäftsführenden Vorstände von Unionsfraktion und SPD-Fraktion über die Umsetzung der Reformvorhaben sprechen - etwa über die Reformen der Renten- und Pflegeversicherung -, und weitere Vorhaben der kommenden Monate auf den Weg bringen. Das Treffen soll auch der Stärkung des koalitionsinternen Zusammenhalts dienen.

Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dieter Dombrowski, hat die Forderung der Berliner Linken nach Enteignung von Wohnungskonzernen auch wegen der Erfahrungen in der DDR kritisiert. "Was Verstaatlichung für Folgen hat, konnte man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen", sagte Dombrowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Wohnungen gab es damals keine. Und wenn es welche gab, dann waren sie in einem jämmerlichen Zustand - mit Ausnahme der Neubauten."

"Ich labere nicht": Schulze und Siegmund liefern sich in Sachsen-Anhalt Rededuell

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze und sein AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund warfen sich am Mittwochabend in der MDR-Sendung "Fakt ist!" aus Magdeburg gegenseitig politisches Versagen vor. Die AfD habe "kein Konzept für die Zukunft von Sachsen-Anhalt", etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Schulze.

Textgröße ändern: