Pallade Veneta - Zehntausende demonstrieren in Madrid für konservativen Wahlsieger Feijóo

Zehntausende demonstrieren in Madrid für konservativen Wahlsieger Feijóo


Zehntausende demonstrieren in Madrid für konservativen Wahlsieger Feijóo
Zehntausende demonstrieren in Madrid für konservativen Wahlsieger Feijóo / Foto: Thomas COEX - AFP

In Spanien haben zehntausende Menschen ihre Unterstützung für den konservativen Parteichef und Wahlsieger Alberto Núñez Feijóo bekundet. Nach Angaben der Organisatoren und der Madrider Behörden gingen am Sonntag rund 40.000 Menschen in der Hauptstadt auf die Straße. Sie folgen einem Demonstrationsaufruf von Feijóos konservativer Volkspartei (PP) und protestierten auch gegen eine mögliche Amnestie für katalanische Separatisten.

Textgröße ändern:

Die Demonstration erfolgte nur zwei Tage, bevor das Parlament am Dienstag erstmals über einen neuen Regierungschef berät. Für Mittwoch ist eine Abstimmung angesetzt, es gilt als nahezu sicher, dass Feijóo diese trotz seines Wahlsieges verliert. Dies würde die Chancen für eine Wiederwahl des amtierenden Ministerpräsidenten Pedro Sánchez von der sozialdemokratischen PSOE, der bei der Wahl Zweiter wurde, erhöhen.

Für ihn sei "klar", dass er "ausschließlich dem gesamten spanischen Volk verpflichtet" sei, sagte Feijóo bei der Demonstration vor begeisterten Anhängern, die in Sprechchören seinen Namen riefen. Er könne Regierungschef werden "oder nicht, jetzt oder bald". Für Spanien zählten jedoch "Freiheit, Gleichheit und Würde". Feijóos Partei hatte zwar im Juli die Parlamentswahl gewonnen, verfügt jedoch nach derzeitigem Stand nicht über eine Regierungsmehrheit.

Um die dafür nötige ausreichende Anzahl an Stimmen zu erreichen, hätte der von König Felipe VI. im August mit der Regierungsbildung beauftragte konservative Parteichef die Regionalparteien für sich gewinnen müssen. Diese gelten in dem stark zersplitterten Parlament als Königsmacher. Doch wegen seines Bündnisses mit der rechtsextremen Vox-Partei kann Feijóo nicht mit der Unterstützung der Regionalparteien rechnen.

Zudem fordert die katalanische Partei JxCat im Gegenzug für die Unterstützung einer neuen Zentralregierung Straferlass für katalanische Unabhängigkeitsbefürworter, die wegen ihrer Verwicklung in den Abspaltungsversuch 2017 von der Justiz verfolgt werden.

Bei den Protesten in Madrid, die sich neben der Unterstützung für Feijóo auch gegen eine solche mögliche Amnestie für katalanische Unabhängigkeitsaktivisten richteten, bekräftigte der PP-Chef, er werde sich nicht auf diese "unzulässige Erpressung" einlassen. Eine Amnestie wäre "illegal".

Bereits zuvor hatte Feijóo der JxCat-Forderung eine klare Absage erteilt und sich dem Protestaufruf angeschlossen. Es wird davon ausgegangen, das er damit dem amtierenden sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez eine Regierungsbildung mit den Regionalparteien erschweren will.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Erste Debatte französischer Präsidentschaftskandidaten

Sieben französische Präsidentschaftskandidatinnen und -kandidaten treffen am Donnerstag (16.45 Uhr) zu einer ersten Debatte zusammen. Knapp acht Monate vor der Wahl steht das komplette Kandidatenfeld zwar noch nicht fest. Doch jene Bewerberinnen und Bewerber, die sich bereits erklärt haben, debattieren im Rahmen einer Veranstaltung des französischen Unternehmerverbands miteinander.

Koalitionsfraktionen stecken bei Klausur weiteren Reformkurs ab

Nach der Klausurtagung der Bundesregierung kommen ab Donnerstag auch die Regierungsfraktionen im Bundestag zu Beratungen zusammen. Bei der zweitägigen Klausursitzung in Münster (ab 12.30 Uhr) wollen die geschäftsführenden Vorstände von Unionsfraktion und SPD-Fraktion über die Umsetzung der Reformvorhaben sprechen - etwa über die Reformen der Renten- und Pflegeversicherung -, und weitere Vorhaben der kommenden Monate auf den Weg bringen. Das Treffen soll auch der Stärkung des koalitionsinternen Zusammenhalts dienen.

Chef des Dachverbandes der DDR-Opfer kritisiert Linken-Forderung nach Enteignung

Der Vorsitzende des Dachverbands der DDR-Opfer, Dieter Dombrowski, hat die Forderung der Berliner Linken nach Enteignung von Wohnungskonzernen auch wegen der Erfahrungen in der DDR kritisiert. "Was Verstaatlichung für Folgen hat, konnte man vor 1989 in ganz Osteuropa und der DDR sehen", sagte Dombrowski dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben). "Wohnungen gab es damals keine. Und wenn es welche gab, dann waren sie in einem jämmerlichen Zustand - mit Ausnahme der Neubauten."

"Ich labere nicht": Schulze und Siegmund liefern sich in Sachsen-Anhalt Rededuell

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten von AfD und CDU ein teils heftiges Rededuell geliefert. Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze und sein AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund warfen sich am Mittwochabend in der MDR-Sendung "Fakt ist!" aus Magdeburg gegenseitig politisches Versagen vor. Die AfD habe "kein Konzept für die Zukunft von Sachsen-Anhalt", etwa für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sagte Schulze.

Textgröße ändern: