Pallade Veneta - CDU-Abgeordneter scheitert in Stuttgart mit Verfassungsbeschwerde gegen Landeregierung

CDU-Abgeordneter scheitert in Stuttgart mit Verfassungsbeschwerde gegen Landeregierung


CDU-Abgeordneter scheitert in Stuttgart mit Verfassungsbeschwerde gegen Landeregierung
CDU-Abgeordneter scheitert in Stuttgart mit Verfassungsbeschwerde gegen Landeregierung / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Ein CDU-Abgeordneter aus Baden-Württemberg ist vor dem Verfassungsgerichtshof des Landes mit einem Antrag gegen die Landesregierung gescheitert. Die Regierung habe eine von Reinhard Löffler gestellte Kleine Anfrage ausreichend beantwortet, teilte das Gericht am Dienstag in Stuttgart mit. Deswegen wurde er auch nicht in seinen Abgeordnetenrechten verletzt.

Textgröße ändern:

Löffler hatte sich an das Gericht gewandt, weil er die Beantwortung einer von ihm gestellten Kleinen Anfrage als unzureichend erachtete und seine Rechte als Abgeordneter verletzt sah. In der Anfrage ging es um eine "Rehabilitierung des ehemaligen badischen Staatspräsidenten Leo Wohleb".

Kernpunkt war die Aufklärung von Gerüchten um die Todesumstände Wohlebs, nach denen er 1955 in einem Bordell in den Armen einer Prostituierten an Herzversagen gestorben sein soll. In der Sterbeurkunde wurden hingegen Lungenembolie, Lungenentzündung und Venenthrombose als Todesursache vermerkt. Später seien die Angaben in einer Akte verschlossen und geheim gehalten worden.

Die Regierung antwortete auf die Anfrage, dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die Akten 2012 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart übergeben habe und sie dort öffentlich einsehbar seien. Das Gerücht habe keinen Eingang ins kollektive Gedächtnis gefunden, weswegen eine Rehabilitierung Wohlebs nicht nötig sei.

Den Antrag Löfflers gegen diese Antwort wies das Gericht nun zurück. Es sei nicht erkennbar, dass die Landesregierung ihre Pflicht zur vollständigen Beantwortung parlamentarischer Anfragen verletzt habe, urteilten die Richter. Sie müsse nur Auskunft über Informationen geben, die ihr vorlägen oder die mit einem ihr zumutbarem Aufwand beschafft werden könnten.

Die Landesregierung sei nicht verpflichtet, eine bislang noch nicht bestehende Einschätzung zu einem abgeschlossenem historischen Vorgang zu bilden, hieß es weiter. Sie müsse nur bereits getroffene Bewertungen mitteilen.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Neue Proteste in Frankreich am Samstag: 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz

Bei den erwarteten neuen Protesten in Frankreich am Samstag sollen nach Regierungsangaben 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Der Einsatz werde zudem Eliteeinheiten der Polizei, "etwa 20" gepanzerte Fahrzeuge und 15 Wasserwerfer umfassen, sagte Innenminister Laurent Nuñez am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Regierung hält am Ziel der Stromsteuersenkung fest - Merz spricht mit Klingbeil

Die Bundesregierung hält am Ziel einer Senkung der Stromsteuer für alle fest. Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer verwies am Freitag in Berlin jedoch auf den Finanzierungsvorbehalt. Druck, das Versprechen aus dem Koalitonsvertrag nun schnell umzusetzen, kam weiter aus den Ländern und der Opposition im Bundestag. Von dort gab es auch Vorschläge zur Finanzierung.

Kurz vor der Wahl: Netanjahu ordnet nach Angriff "Abriegelung" von Westjordanland an

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu nach einem bewaffneten Angriff mit fünf Verletzten nahe Hebron eine "vollständige Abriegelung" des besetzten Westjordanlandes angeordnet. Netanjahu erklärte am Freitag, Israel habe einen "schweren Terroranschlag" verhindert, nachdem Soldaten zwei mutmaßliche palästinensische Angreifer getötet hatten. Die israelische Armee startete daraufhin Anti-Terror-Einsätze. Netanjahu strebt bei der Wahl am Dienstag eine weitere Amtszeit an, Sicherheit ist ein zentrales Wahlkampfthema. Seine rechtsextremen Minister forderten nach dem Vorfall ein härteres Vorgehen im Westjordanland.

Kanzler Merz reist ab Montag nach Asien: Singapur, Japan und Südkorea Stationen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist ab Montag zu Gesprächen über die Wirtschaft und Sicherheitspolitik nach Asien. Wie ein Regierungssprecher am Freitag mitteilte, wird er bis Ende der Woche Singapur, Japan und Südkorea besuchen. Merz wird dabei von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Textgröße ändern: