Pallade Veneta - Verfassungsbeschwerde gegen künftige Zustimmung zu Pandemievertrag scheitert

Verfassungsbeschwerde gegen künftige Zustimmung zu Pandemievertrag scheitert


Verfassungsbeschwerde gegen künftige Zustimmung zu Pandemievertrag scheitert
Verfassungsbeschwerde gegen künftige Zustimmung zu Pandemievertrag scheitert / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP/Archiv

Eine Verfassungsbeschwerde gegen die mögliche künftige Zustimmung Deutschlands zu einem internationalen Pandemievertrag ist in Karlsruhe gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht teilte am Mittwoch mit, dass es die Beschwerde nicht zur Entscheidung annehme. Da die Verhandlungen noch liefen, sei noch kein Gesetz erlassen, gegen das sich die Verfassungsbeschwerde richten könne. (Az. 2 BvR 1082/23)

Textgröße ändern:

Ende 2021 hatten sich die Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf geeinigt, ein internationales Instrument für eine bessere Vorsorge vor Pandemien und eine bessere Reaktion auf Pandemien einrichten zu wollen. Noch ist aber kein Vertragstext ausgehandelt. Auch die internationalen Gesundheitsvorschriften der WHO sollen in dem Zusammenhang überarbeitet werden.

Im Mai dieses Jahres nahm der Bundestag einen Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP an, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, sich an der Ausarbeitung eines Pandemieabkommens oder -instruments zu beteiligen. Im Juni ging die Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe ein.

Das Gericht teilte mit, dass es zahlreiche nahezu identische Beschwerden erhalten habe, deren Inhalt sich an einem Muster aus dem Internet orientiere. Im Juli hatte es bereits eine andere Beschwerde wegen des Pandemievertrags nicht zur Entscheidung angenommen.

Zwar könnten Zustimmungsgesetze zu völkerrechtlichen Verträgen schon vor ihrem Inkrafttreten vor dem Bundesverfassungsgericht angegriffen werden, führte das Gericht aus. Die zu überprüfende Norm müsse aber bereits erlassen sein. Die bloße Mitwirkung der Bundesregierung am Abschluss eines völkerrechtlichen Vertrags sei kein tauglicher Beschwerdegegenstand.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Neue Proteste in Frankreich am Samstag: 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz

Bei den erwarteten neuen Protesten in Frankreich am Samstag sollen nach Regierungsangaben 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein. Der Einsatz werde zudem Eliteeinheiten der Polizei, "etwa 20" gepanzerte Fahrzeuge und 15 Wasserwerfer umfassen, sagte Innenminister Laurent Nuñez am Freitag bei einer Pressekonferenz.

Regierung hält am Ziel der Stromsteuersenkung fest - Merz spricht mit Klingbeil

Die Bundesregierung hält am Ziel einer Senkung der Stromsteuer für alle fest. Vize-Regierungssprecher Steffen Meyer verwies am Freitag in Berlin jedoch auf den Finanzierungsvorbehalt. Druck, das Versprechen aus dem Koalitonsvertrag nun schnell umzusetzen, kam weiter aus den Ländern und der Opposition im Bundestag. Von dort gab es auch Vorschläge zur Finanzierung.

Kurz vor der Wahl: Netanjahu ordnet nach Angriff "Abriegelung" von Westjordanland an

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu nach einem bewaffneten Angriff mit fünf Verletzten nahe Hebron eine "vollständige Abriegelung" des besetzten Westjordanlandes angeordnet. Netanjahu erklärte am Freitag, Israel habe einen "schweren Terroranschlag" verhindert, nachdem Soldaten zwei mutmaßliche palästinensische Angreifer getötet hatten. Die israelische Armee startete daraufhin Anti-Terror-Einsätze. Netanjahu strebt bei der Wahl am Dienstag eine weitere Amtszeit an, Sicherheit ist ein zentrales Wahlkampfthema. Seine rechtsextremen Minister forderten nach dem Vorfall ein härteres Vorgehen im Westjordanland.

Kanzler Merz reist ab Montag nach Asien: Singapur, Japan und Südkorea Stationen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist ab Montag zu Gesprächen über die Wirtschaft und Sicherheitspolitik nach Asien. Wie ein Regierungssprecher am Freitag mitteilte, wird er bis Ende der Woche Singapur, Japan und Südkorea besuchen. Merz wird dabei von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Textgröße ändern: