Pallade Veneta - Studie: AfD punktet besonders in vom Strukturwandel betroffenen Regionen

Studie: AfD punktet besonders in vom Strukturwandel betroffenen Regionen


Studie: AfD punktet besonders in vom Strukturwandel betroffenen Regionen
Studie: AfD punktet besonders in vom Strukturwandel betroffenen Regionen / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen besonders in Regionen gepunktet, die von wirtschaftlichen Umbrüchen betroffen sind. Typischerweise brauche die Wirtschaft in diesen Gebieten viel Energie oder Anlagen, die große Emissionen erzeugen, entsprechend unsicher sei die Zukunftslage, erklärte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Mittwoch in Köln. Schon 2021 hatte die AfD in diesen Regionen durchschnittlich 2,2 Prozentpunkte mehr Stimmen erhalten.

Textgröße ändern:

Das zeigte sich den Angaben der IW-Forschenden nun auch bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen. In den bayerischen Regionen, in denen die Automobilindustrie stark vertreten ist und sich auf traditionelle Antriebsstränge fokussiert, schnitt die AfD durchschnittlich 3,1 Prozentpunkte besser ab als in Regionen, die weniger mit Umbrüchen zu kämpfen haben. Gleichzeitig erhielten die Grünen in diesen Gebieten 4,7 Prozentpunkte weniger.

Auch in Hessen lasse sich diese Tendenz beobachten, so das IW: In Industrieregionen, die vom Strukturwandel betroffen sind, erhielt die AfD im Schnitt 2,6 Prozentpunkte mehr als anderswo, die Grünen 4,8 Prozentpunkte weniger. Nicht berücksichtigt wurde in dieser Aufstellung der boomende Hochschulstandort Darmstadt, der auch viele energieintensive Chemieunternehmen aufweist, wie das IW mitteilte.

"Es sollte alles getan werden, damit Regionen die nötige Transformation erfolgreich absolvieren", erklärte IW-Forscher Matthias Diermeier. Dafür brauche es realistische Ziele, Planung, ein passendes Timing und eine gute Kommunikation. Dass dies gelingen könne, zeige das Ruhrgebiet. Hier gebe es trotz jahrzehntelangen Strukturwandels kaum Tendenzen zu Radikalismus.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

USA wollen tausenden Ausländern ihre Visa entziehen

Die USA wollen tausenden Ausländern ihre Visa entziehen. Das Außenministerium erklärte am Dienstag in Washington, die Regierung von Präsident Donald Trump wolle damit gegen "Betrug" vorgehen. Betroffen sind Menschen, die mit einem Touristen- oder Geschäftsvisum in die USA eingereist sind und dann vor Ort Asyl beantragt haben. Medien berichteten über bis zu 200.000 Fälle.

Kurdenführer verkündet Auflösung der Demokratischen Kräfte Syriens

Der syrische Kurdenführer Maslum Abdi hat nach über einem Jahrzehnt die Auflösung der kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) verkündet. Er gebe "das Ende des Einsatzes" der SDF bekannt und erkläre "in voller Verantwortung deren Auflösung als unabhängige Streitmacht", sagte Abdi am Dienstagabend im Präsidentenpalast in Damaskus in einer im Fernsehen übertragenen Rede.

Papstreise nach Frankreich: Hunderttausende melden sich zu Gottesdiensten an

Einen Monat vor der Frankreichreise von Papst Leo XIV. haben sich bereits Hunderttausende zu den Gottesdiensten angemeldet. "Das Stade de France ist bereits ausgebucht, und für die Messe auf dem Place de la Concorde haben sich 400.000 Menschen angemeldet", sagte der Vorsitzende des Organisationskomitees, Bischof Benoît Bertrand, am Dienstag der Zeitung "La Tribune". Papst Leo wird vom 25. bis 28. September in Frankreich zu einem Staatsbesuch erwartet. Es ist der erste dieser Art seit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2008.

US-Medien: CIA-Chef Ratcliffe in geheimer Mission in Moskau

Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist Medienberichten zufolge in geheimer Mission nach Moskau gereist. Er wollte dort am Dienstag Gespräche führen, wie der Sender CBS News und die Plattform Axios berichteten. Ob es dabei um den Krieg in der Ukraine ging, um den Iran oder einen Gefangenenaustausch, war nicht bekannt.

Textgröße ändern: