Pallade Veneta - Steinmeier ruft bei Besuch von Synagoge zu Solidarität mit Jüdinnen und Juden auf

Steinmeier ruft bei Besuch von Synagoge zu Solidarität mit Jüdinnen und Juden auf


Steinmeier ruft bei Besuch von Synagoge zu Solidarität mit Jüdinnen und Juden auf
Steinmeier ruft bei Besuch von Synagoge zu Solidarität mit Jüdinnen und Juden auf / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland angesichts der antisemitischen Proteste zur Solidarität mit Jüdinnen und Juden aufgefordert. "Jeder von uns kann unseren Nachbarn und Mitbürgern beistehen in ihrem Schmerz und ihrer Angst", sagte er am Freitag beim Besuch einer Synagoge in Berlin-Kreuzberg. "Das erwarte ich mir jetzt von allen Menschen, die in unserem Land leben."

Textgröße ändern:

Auch für deutsche Jüdinnen und Juden sei der Freitag ein Tag der Angst, sagte Steinmeier angesichts des Aufrufs der Hamas zu weltweiten Protestaktionen an dem Tag. "Deshalb ist mein Platz heute unter ihnen." Stellvertretend für die Nation stehe er an der Seite aller Jüdinnen und Juden in Deutschland, betonte der Bundespräsident.

Der Schutz jüdischer Einrichtungen werde verstärkt und jene würden zur Rechenschaft gezogen, die den Terror guthießen. Der Kampf gegen die Hamas werde forciert, zudem würden ihre Tarnorganisationen hierzulande verboten. "Jüdisches Leben in Deutschland zu schützen, gehört zum Selbstverständnis unserer Demokratie", betonte Steinmeier. "Nur wenn unsere jüdischen Mitbürger in Frieden und Sicherheit leben, nur dann kann unser ganzes Land es tun."

Der Bundespräsident erinnerte an die besondere Verantwortung Deutschlands. "Wer Deutscher ist oder auf Dauer in unserem Land leben will, muss Auschwitz kennen und begreifen", sagte er mit Blick auf das Konzentrations- und Vernichtungslager, in dem rund eine Million Jüdinnen und Juden infolge des von Nazi-Deutschland begangenen Völkermords starben.

Es gehe darum, die Geschichte zu kennen, "die uns in besonderer Art und Weise mit Jüdinnen und Juden und auch dem Staat Israel verbindet", betonte der Bundespräsident. Mit Blick auf den Einsatz der israelischen Armee nach dem Großangriff durch die radikalislamische Hamas bekräftige Steinmeier: "Israel hat das Recht zur Selbstverteidigung und wir stehen Israel zur Seite."

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Papstreise nach Frankreich: Hunderttausende melden sich zu Gottesdiensten an

Einen Monat vor der Frankreichreise von Papst Leo XIV. haben sich bereits Hunderttausende zu den Gottesdiensten angemeldet. "Das Stade de France ist bereits ausgebucht, und für die Messe auf dem Place de la Concorde haben sich 400.000 Menschen angemeldet", sagte der Vorsitzende des Organisationskomitees, Bischof Benoît Bertrand, am Dienstag der Zeitung "La Tribune". Papst Leo wird vom 25. bis 28. September in Frankreich zu einem Staatsbesuch erwartet. Es ist der erste dieser Art seit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2008.

US-Medien: CIA-Chef Ratcliffe in geheimer Mission in Moskau

Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist Medienberichten zufolge in geheimer Mission nach Moskau gereist. Er wollte dort am Dienstag Gespräche führen, wie der Sender CBS News und die Plattform Axios berichteten. Ob es dabei um den Krieg in der Ukraine ging, um den Iran oder einen Gefangenenaustausch, war nicht bekannt.

Kabinett berät über Stärkung der Wirtschaft - Merz sieht "große Potenziale"

Bei ihrer Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg hat die Bundesregierung über Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Wirtschaft beraten. "Unser Land hat große Potenziale und es gibt überhaupt keinen Grund, uns klein zu machen", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag zum Auftakt des zweitägigen Treffens. Der Kanzler wies zugleich auf die großen Herausforderungen hin - die angespannte Wirtschaftslage, hybride Angriffe etwa mit Drohnen sowie die Klimakrise und deren Folgen.

US-Medien: Chef des Geheimdienstes CIA zu Gesprächen in Moskau

Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, John Ratcliffe, ist Medienberichten zufolge in geheimer Mission nach Moskau gereist. Er wolle dort am Dienstag Gespräche führen, berichteten der Sender CBS News und die Plattform Axios. Zuvor war ein US-Militärflugzeug von Lettland in Richtung des Moskauer Flughafens Wnukowo geflogen, wie aus Daten des Flugbeobachtungsportals Flightradar 24 hervorging.

Textgröße ändern: