Pallade Veneta - Deutschland, USA und Großbritannien fordern ihre Bürger zur Ausreise aus dem Libanon auf

Deutschland, USA und Großbritannien fordern ihre Bürger zur Ausreise aus dem Libanon auf


Deutschland, USA und Großbritannien fordern ihre Bürger zur Ausreise aus dem Libanon auf
Deutschland, USA und Großbritannien fordern ihre Bürger zur Ausreise aus dem Libanon auf / Foto: Christina ASSI - AFP

Aufgrund der unsicheren Lage im Libanon haben Deutschland, die USA und Großbritannien ihre Bürger zur Ausreise aufgefordert. Die Sicherheitslage in der Region sei "hoch volatil", es komme derzeit immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag auf seiner Internetseite mit. Deutsche wurden aufgefordert, sich in einem Online-Krisenportal zu registrieren.

Textgröße ändern:

"Eine weitere Verschärfung der Lage und eine Ausweitung des Konflikts kann nicht ausgeschlossen werden", hieß es weiter. "Dies gilt insbesondere für die südlichen Teile des Libanon, also alle Gebiete südlich der Stadt Beirut." Am 15. Oktober hatte das Auswärtige Amt angesichts der angespannten Lage bereits eine Reisewarnung für den Libanon herausgegeben.

Ähnliche Warnungen kamen von den USA und Großbritannien. "Wir empfehlen US-Bürgern, die sich im Libanon aufhalten, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um das Land zu verlassen", hieß es in einer Erklärung der US-Botschaft in Beirut. Derzeit gebe es noch "kommerzielle Möglichkeiten". Ähnlich äußerte sich die britische Botschaft in Beirut. Sie forderte ihre Staatsangehörigen zudem zur "Vorsicht" auf.

Auch weitere westliche und arabische Länder haben ihre Staatsangehörigen bereits aufgefordert, Reisen in den Libanon zu meiden oder das Land zu verlassen. Saudi-Arabien forderte seine Bürger am Mittwoch auf, den Libanon "sofort" zu verlassen, auch Kuwait warnte vor Reisen dorthin. Frankreich, Kanada, Australien und Spanien warnten ebenfalls vor Reisen in den Libanon.

Seit dem Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen haben auch die Spannungen an der israelisch-libanesischen Grenze zugenommen. Nach dem Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober hatte die einflussreiche pro-iranische Hisbollah-Miliz ihre "Solidarität" mit der Hamas erklärt. International wird ein Übergreifen des Krieges auf andere Länder der Region befürchtet.

Auch am Donnerstag gab es Gefechte im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Der bewaffnete Flügel der Hamas feuerte nach eigenen Angaben "30 Raketen" aus dem Südlibanon in Richtung Nordisrael ab. Auch die Hisbollah erklärte, sie habe mehrere israelische Stellungen unter Beschuss genommen, in einigen Fällen mit "Lenkraketen". Die israelische Armee erklärte, sie habe die Angriffe aus dem Libanon abgewehrt.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Wadephul nimmt an Außenministertreffen in Istanbul teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird am Freitag nach Angaben aus Berliner Regierungsreisen zu einem Außenministertreffen in der türkischen Metropole Istanbul erwartet. Wadephul will dabei nach Angaben aus dem türkischen Außenministerium mit seinen Kollegen aus Großbritannien und Frankreich sowie mit den Außenministern der Türkei, Saudi-Arabiens, Pakistans und Ägyptens über die regionale Sicherheit beraten.

CSU-Parteitag mit Rede Söders - Besonderes Augenmerk auf Aigner

Unter dem Motto "Näher am Menschen - Für ein bürgernahes und bodenständiges Bayern" hält die CSU ab Freitag in München einen zweitägigen Parteitag ab (16.00 Uhr). Im Mittelpunkt der Beratungen steht eine Rede von CSU-Chef Markus Söder. Dieser hob im Vorfeld hervor, dass seine CSU nach jüngsten Umfragen weiter die mit Abstand stärkste Partei in Bayern ist.

Trump: Ukraine verfügt wieder über Satelliten-Internetdienst Starlink

Die Ukraine verfügt nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder über den vom US-Unternehmen SpaceX bereit gestellten Satelliten-Internetdienst Starlink, der im Krieg gegen Russland von entscheidender Bedeutung ist und zuletzt mutmaßlich gedrosselt wurde. Er gehe davon aus, dass SpaceX-Chef Elon Musk den Dienst "wieder eingeschaltet hat", sagte Trump am Donnerstag in Washington.

Tausende fordern in Venezuela Rückkehr von Oppositionspolitikerin Machado

In Venezuela haben am Donnerstag tausende Menschen auf einer Kundgebung die Rückkehr der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado gefordert. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich rund 2000 Demonstrierende auf der Plaza Venezuela und hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie die Abhaltung von Wahlen verlangten. Auch im Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien fand eine Kundgebung statt.

Textgröße ändern: