Pallade Veneta - Israels Botschafter in Berlin: Hamas-Verbot verbessert Sicherheitsgefühl

Israels Botschafter in Berlin: Hamas-Verbot verbessert Sicherheitsgefühl


Israels Botschafter in Berlin: Hamas-Verbot verbessert Sicherheitsgefühl
Israels Botschafter in Berlin: Hamas-Verbot verbessert Sicherheitsgefühl / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, sieht im Betätigungsverbot für die radikalislamische Hamas und den pro-palästinensischen Verein Samidoun durch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) eine "wichtige Entscheidung mit Signalwirkung". Hinsichtlich eines verbesserten Sicherheitsgefühls für Juden in Deutschland sei dieser Schritt "ein Anfang", sagte Prosor im Interview mit dem "Mannheimer Morgen". "Wenn man konsequent gegen die Hamas und Samidoun vorgeht, werden Juden und Israelis sich in Deutschland in Zukunft sicherer fühlen können."

Textgröße ändern:

Ein ebenso klares Signal wie von der deutschen Politik erwarte er diesbezüglich von der deutschen Öffentlichkeit, sagte Prosor. "Nach dem Massaker des 7. Oktober erwarte ich, dass sich die deutsche Bevölkerung auf die Seite Israels und gegen das Böse stellt." Israel und Deutschland teilten dieselben Werte: "Demokratie, Freiheit und Frieden". Wem diese Werte wichtig seien, sollte daher auf der Seite Israels stehen.

Mit Blick auf die Situation im Gazastreifen sagte der Botschafter: "Die humanitäre Lage macht jeden traurig, der ein Mensch ist." Die Verantwortung dafür sieht Prosor jedoch klar bei der Hamas, der die eigene Bevölkerung "egal" sei. Israel werde "nie Zivilisten direkt" angreifen. Doch wenn diese Zivilisten als Schutzschilde missbraucht würden, passiere das, "was wir nun sehen und bedauern". Dies sei das "zynische Kalkül" der Hamas.

In diesem Zusammenhang kritisierte Prosor auch die palästinensische Führung im Westjordanland. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas habe die Gräueltaten der Hamas "nicht verurteilt", ebenso wenig wie Israels Nachbarländer Jordanien und Ägypten sowie viele muslimische Verbände in Deutschland. "Mit denjenigen, die die Taten der Hamas nicht klar verurteilen, haben wir ein Problem", sagte der Diplomat. Da müsse gelten: "Null Toleranz".

A.Saggese--PV

Empfohlen

Wadephul nimmt an Außenministertreffen in Istanbul teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird am Freitag nach Angaben aus Berliner Regierungsreisen zu einem Außenministertreffen in der türkischen Metropole Istanbul erwartet. Wadephul will dabei nach Angaben aus dem türkischen Außenministerium mit seinen Kollegen aus Großbritannien und Frankreich sowie mit den Außenministern der Türkei, Saudi-Arabiens, Pakistans und Ägyptens über die regionale Sicherheit beraten.

CSU-Parteitag mit Rede Söders - Besonderes Augenmerk auf Aigner

Unter dem Motto "Näher am Menschen - Für ein bürgernahes und bodenständiges Bayern" hält die CSU ab Freitag in München einen zweitägigen Parteitag ab (16.00 Uhr). Im Mittelpunkt der Beratungen steht eine Rede von CSU-Chef Markus Söder. Dieser hob im Vorfeld hervor, dass seine CSU nach jüngsten Umfragen weiter die mit Abstand stärkste Partei in Bayern ist.

Trump: Ukraine verfügt wieder über Satelliten-Internetdienst Starlink

Die Ukraine verfügt nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder über den vom US-Unternehmen SpaceX bereit gestellten Satelliten-Internetdienst Starlink, der im Krieg gegen Russland von entscheidender Bedeutung ist und zuletzt mutmaßlich gedrosselt wurde. Er gehe davon aus, dass SpaceX-Chef Elon Musk den Dienst "wieder eingeschaltet hat", sagte Trump am Donnerstag in Washington.

Tausende fordern in Venezuela Rückkehr von Oppositionspolitikerin Machado

In Venezuela haben am Donnerstag tausende Menschen auf einer Kundgebung die Rückkehr der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado gefordert. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich rund 2000 Demonstrierende auf der Plaza Venezuela und hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie die Abhaltung von Wahlen verlangten. Auch im Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien fand eine Kundgebung statt.

Textgröße ändern: