Pallade Veneta - Zehntausende Menschen bei pro-palästinensischer Demonstration in London

Zehntausende Menschen bei pro-palästinensischer Demonstration in London


Zehntausende Menschen bei pro-palästinensischer Demonstration in London
Zehntausende Menschen bei pro-palästinensischer Demonstration in London / Foto: HENRY NICHOLLS - AFP

In London sind am Samstag zehntausende Menschen bei einer pro-palästinensischen Demonstration auf die Straße gegangen. Der "Nationale Marsch für Palästina" begann gegen 12.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MEZ) in der britischen Hauptstadt, Teilnehmer schwenkten palästinensische Flaggen und riefen Slogans wie "Waffenstillstand jetzt" und "Freies Palästina". Die Polizei rechnete mit bis zu 100.000 Teilnehmern. Begleitet wurde die Veranstaltung von 1850 Polizisten.

Textgröße ändern:

Die Sicherheitslage wurde als heikel eingeschätzt - auch, weil ebenfalls am Samstag die alljährlichen Feierlichkeiten zum sogennanten Armistice Day stattfanden, an dem in Großbritannien der Toten des Ersten Weltkriegs gedacht wird.

Nahe dem Kenotaph, einem bedeutenden Weltkriegsdenkmal im Londoner Regierungsviertel, kam es zu kleineren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten. Letztere hatten versucht, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Ein großer Teil der Gegendemonstranten war vollständig in Schwarz gekleidet und vermummt und trug englische und britische Flaggen.

Im Stadtviertel Chinatown griffen Gegendemonstranten Einsatzkräfte der Polizei an. Der stellvertretende Leiter der Londoner Polizei, Laurence Taylor, hatte zuvor erklärt, unter den Gegendemonstranten würden sich "wahrscheinlich" auch Fußball-Hooligans befinden. Britischen Medienberichten zufolge war unter ihnen auch der Anführer der rechtsradikalen English Defence League, Tommy Robinson.

Die pro-palästinensische Demonstration richtete sich gegen das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen. Mit ihren massiven Angriffen dort reagiert die israelische Armee auf den beispiellos brutalen Angriff der Hamas auf Israel. Hunderte Hamas-Kämpfer waren am 7. Oktober auf israelisches Gebiet eingedrungen und hatten Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt, darunter zahlreiche Kinder. Nach israelischen Angaben wurden dabei 1200 Menschen getötet und rund 240 Menschen als Geiseln verschleppt.

Im Gazastreifen wurden nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, seither mehr als 11.000 Menschen getötet, darunter 4500 Kinder.

Die Pro-Palästina-Demonstration in London hatte bereits im Vorfeld zu politischem Streit geführt. Der britische Premierminister Rishi Sunak hatte die Teilnehmer am Freitag dazu aufgerufen, "respektvoll und friedlich" zu demonstrieren. Mehrere seiner Minister hatten zuvor ein Verbot der Demonstration gefordert - was Kritiker als unzulässige Einmischung in die Arbeit der Polizei werteten.

Bei früheren pro-palästinensischen Demonstrationen hatte die Londoner Polizei rund 100 Menschen festgenommen - unter anderem wegen mutmaßlicher Unterstützung der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas, die in Großbritannien wie in der EU als Terrororganisation eingestuft wird.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Tausende fordern in Venezuela Rückkehr von Oppositionspolitikerin Machado

In Venezuela haben am Donnerstag tausende Menschen auf einer Kundgebung die Rückkehr der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado gefordert. In der Hauptstadt Caracas versammelten sich rund 2000 Demonstrierende auf der Plaza Venezuela und hielten Plakate in die Höhe, auf denen sie die Abhaltung von Wahlen verlangten. Auch im Bundesstaat Táchira an der Grenze zu Kolumbien fand eine Kundgebung statt.

Vor Parlamentswahl in Serbien: Zehntausende Anhänger der Opposition in Belgrad

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Serbien haben zehntausende Anhänger der Opposition für ein Ende der Regierung von Präsident Aleksandar Vucic in dem Westbalkanstaat demonstriert. Die Anhänger der Studentenliste zogen am Donnerstagabend durch die Straßen von Belgrad und versammelten sich schließlich auf dem Salvija-Platz der Hauptstadt. Nach Angaben der unabhängigen Gruppe Archiv öffentlicher Versammlungen nahmen rund 150.000 Menschen an der Kundgebung teil.

Vor Parlamentswahl in Serbien: Zehntausende Anhänger der demonstrieren in Belgrad

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Serbien haben in dem Balkanstaat zehntausende Anhänger der Opposition für ein Ende der Regierung von Präsident Aleksandar Vucic demonstriert. Die Anhänger der Studentenliste zogen am Donnerstagabend durch die Straßen von Belgrad und versammelten sich schließlich auf dem Salvija-Platz der Hauptstadt. Nach Angaben des unabhängigen Gruppe Archiv öffentlicher Versammlungen nahmen rund 150.000 Menschen an der Kundgebung teil.

Vor Gouverneurswahlen: Trump lobt Schmähvideo gegen Demokratin

Vor den Kongress- und Gouverneurswahlen in den USA am 3. November sorgt ein Schmähvideo der Republikaner für Empörung. US-Präsident Donald Trump sprang am Donnerstag dem Gouverneurskandidaten Vivek Ramaswamy im Bundesstaat Ohio bei, dem selbst Republikaner eine Schmutzkampagne gegen seine demokratische Konkurrentin Amy Acton vorwerfen. Sie war als Kind Opfer sexuellen Missbrauchs.

Textgröße ändern: