Pallade Veneta - EU-Außenbeauftragter Borrell reist nach Israel

EU-Außenbeauftragter Borrell reist nach Israel


EU-Außenbeauftragter Borrell reist nach Israel
EU-Außenbeauftragter Borrell reist nach Israel / Foto: Khaled DESOUKI - AFP

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell will in den kommenden Tagen nach Israel und in die Palästinensergebiete reisen. Er werde noch in dieser Woche zudem Bahrain, Saudi-Arabien, Katar und Jordanien besuchen, schrieb er am Montag auf dem Kurzbotschaftendienst X, ehemals Twitter. Ziel sei es, mit Regionalvertretern über humanitäre Zugänge und Hilfslieferungen im Nahost-Krieg zu verhandeln.

Textgröße ändern:

Borrell betonte, bei seinen Gesprächen werde er sich auch für einen eigenständigen Palästinenserstaat einsetzen: "Wir brauchen einen politischen Horizont mit Blick auf eine Zweistaatenlösung", schrieb er. Nach Angaben aus Borrells Umfeld sind Gespräche auf Außenminister-Ebene geplant.

Diplomaten zufolge wollte Borrell ursprünglich bereits nach dem Hamas-Großangriff auf Israel vom 7. Oktober nach Israel reisen. Den Angaben zufolge lud ihn die Regierung von Benjamin Netanjahu aber wegen einer ihrer Ansicht nach zu Palästinenser-freundlichen Haltung des EU-Chefdiplomaten wieder aus.

Für Unmut in Israel soll demnach eine Videokonferenz gesorgt haben, zu der Borrell nicht nur den israelischen Außenminister Eli Cohen einlud, sondern auch den palästinensischen Ressortchef Rijad al-Maliki. Ende Oktober nahm Borrell dann an einem internationalen Friedensgipfel in Kairo teil.

C.Conti--PV

Empfohlen

SPD-Präsidium erteilt "zukunftsfeindlicher" Sparpolitik vor Kabinettsklausur eine Absage

Kurz vor der Kabinettsklausur der schwarz-roten Koalition hat die SPD-Spitze einer "zukunftsfeindlichen" Sparpolitik eine Absage erteilt und die aus ihrer Sicht positive Wirkung des 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens hervorgehoben. In einem Präsidiumsbeschluss, der der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe) vorliegt, heißt es auch mit Blick auf Kritik aus Reihen des Koalitionspartners Union, mit Sparpolitik sei "jetzt Schluss". Der Wirtschaftsrat der CDU forderte mehr Anstrengungen beim Bürokratieabbau, der Mittelstand forderte eine verlässliche Innovationsförderung.

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese warnt Koalition vor "neuen Grundsatzdebatten"

SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese hat die schwarz-rote Koalition vor "neuen Grundsatzdebatten" gewarnt. "Nach der Sommerpause müssen wir im Parlament konsequent umsetzen, was wir im Juli verabredet haben", sagte Wiese der "Augsburger Allgemeinen" (Montagausgabe). "Die Menschen erwarten zu Recht Ergebnisse."

Ukraine-Unterstützer beraten über weiteres Vorgehen

Am 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine beraten Staats- und Regierungschefs der sogenannten Koalition der Willigen am Montag über die weitere Unterstützung der Ukraine. Nach Angaben eines EU-Vertreters werden rund zehn Teilnehmer für das Treffen nach Kiew reisen, unter ihnen EU-Ratspräsident António Costa. Auch der neue britische Premierminister Andy Burnham reist nach offiziellen Angaben nach Kiew. Die übrigen Teilnehmer werden dem Treffen virtuell zugeschaltet.

Regierungspartei siegt wie erwartet bei Parlamentswahl in Kasachstan

Die von Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterstützte Regierungspartei hat die Parlamentswahl in Kasachstan wie erwartet gewonnen. Laut am Sonntagabend im Staatsfernsehen veröffentlichten Prognosen kommt die Adilet-Partei auf 70 bis 72 Prozent der Stimmen. Fünf weitere Parteien sind demnach ebenfalls im Parlament vertreten, das nach einer im März verabschiedeten Verfassungsreform nur noch aus einer Kammer besteht. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei gut 74 Prozent.

Textgröße ändern: