Pallade Veneta - Xi: Freisetzung von Fukushima-Wasser betrifft "Gesundheit der gesamten Menschheit"

Xi: Freisetzung von Fukushima-Wasser betrifft "Gesundheit der gesamten Menschheit"


Xi: Freisetzung von Fukushima-Wasser betrifft "Gesundheit der gesamten Menschheit"
Xi: Freisetzung von Fukushima-Wasser betrifft "Gesundheit der gesamten Menschheit" / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Die Einleitung von aufbereitetem Kühlwasser aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifik betrifft nach Worten des chinesischen Präsidenten Xi Jinping die "Gesundheit der gesamten Menschheit". Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums von Freitag sagte Xi bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida, "die Freisetzung von kontaminierten Wasser aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima betrifft die Gesundheit der gesamten Menschheit, die globale Meeresumwelt und das internationale öffentliche Interesse".

Textgröße ändern:

Beide Politiker trafen sich am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec). Xi habe Kishida in San Francisco bei ihren Gesprächen seit einem Jahr aufgefordert, "legitime Bedenken im In- und Ausland" zu berücksichtigen, hieß es weiter vom chinesischen Außenministerium.

Japan hatte im August mit der umstrittenen Einleitung des Fukushima-Kühlwassers im Meer begonnen. Die meisten Fachleute stimmen mit Japan überein, dass das Verfahren sicher ist. China verbot daraufhin jedoch den Import jeglicher japanischer Meeresfrüchte mit der Begründung, das Nachbarland verschmutze die Umwelt. Kishida sagte nun, er habe "eine ruhige Reaktion auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und die sofortige Aufhebung der Beschränkungen für die Einfuhr japanischer Lebensmittel" gefordert.

Kishida sagte am Donnerstag, er habe bei Xi seine "ernsten Sorgen" über Chinas zunehmenden Militäraktivitäten nahe Japan zum Ausdruck gebracht, "einschließlich seiner Zusammenarbeit mit Russland". Zudem habe er die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Straße von Taiwan für die internationale Gemeinschaft hervorgehoben, fuhr der japanische Ministerpräsident fort.

Chinesische Staatsmedien berichteten, Xi habe Kishida bei dem Treffen gesagt, Japan und China müssten "dem Trend der Zeit folgen, sich auf gemeinsame Interessen konzentrieren (und) Differenzen richtig behandeln". Beide Länder sollten sich zum Aufbau einer chinesisch-japanischen Beziehung bekennen, "die den Anforderungen der neuen Ära gerecht wird".

Zuletzt sind die militärischen Spannungen im Pazifik wegen Chinas Vorgehen im Südchinesischen Meer und seiner Übungen um Taiwan stark angestiegen. China betrachtet die Insel als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit militärischer Gewalt.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Vor Parlamentswahl in Serbien: Zehntausende Anhänger der demonstrieren in Belgrad

Drei Tage vor der Parlamentswahl in Serbien haben in dem Balkanstaat zehntausende Anhänger der Opposition für ein Ende der Regierung von Präsident Aleksandar Vucic demonstriert. Die Anhänger der Studentenliste zogen am Donnerstagabend durch die Straßen von Belgrad und versammelten sich schließlich auf dem Salvija-Platz der Hauptstadt. Nach Angaben des unabhängigen Gruppe Archiv öffentlicher Versammlungen nahmen rund 150.000 Menschen an der Kundgebung teil.

Vor Gouverneurswahlen: Trump lobt Schmähvideo gegen Demokratin

Vor den Kongress- und Gouverneurswahlen in den USA am 3. November sorgt ein Schmähvideo der Republikaner für Empörung. US-Präsident Donald Trump sprang am Donnerstag dem Gouverneurskandidaten Vivek Ramaswamy im Bundesstaat Ohio bei, dem selbst Republikaner eine Schmutzkampagne gegen seine demokratische Konkurrentin Amy Acton vorwerfen. Sie war als Kind Opfer sexuellen Missbrauchs.

Kanada und Türkei nehmen Gespräche über Freihandelsabkommen auf

Das sich in einem Handelsstreit mit den USA befindliche Kanada hat Gespräche mit der Türkei über ein Freihandelsabkommen aufgenommen. "Wir haben beschlossen, noch vor Jahresende Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen aufzunehmen, das eine Ausweitung des Handels und der Investitionen vorsieht", erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Besuch des kanadischen Premiers Mark Carney in Ankara am Donnerstag vor Journalisten.

Milliardenklage gegen die BBC: Trump soll unter Eid aussagen

US-Präsident Donald Trump hat die BBC wegen Verleumdung auf eine Entschädigung in Milliardenhöhe verklagt, doch bisher verweigert er eine Aussage unter Eid - nun hat eine Richterin im Bundesstaat Florida Trump dafür eine Frist bis zum 11. Dezember gesetzt.

Textgröße ändern: