Pallade Veneta - Regierende Labour-Partei erklärt sich zum Sieger der Parlamentswahl in Malta

Regierende Labour-Partei erklärt sich zum Sieger der Parlamentswahl in Malta


Regierende Labour-Partei erklärt sich zum Sieger der Parlamentswahl in Malta
Regierende Labour-Partei erklärt sich zum Sieger der Parlamentswahl in Malta

In Malta hat sich die regierende Labour-Partei von Premierminister Robert Abela zum Sieger der Parlamentswahl erklärt. Abela sagte am Sonntag im Sender TVM News, seine Partei habe laut dem vorläufigen Wahlergebnis die Mehrheit gewonnen. Konkrete Zahlen nannte er allerdings nicht. In einer Halle in der Stadt Naxxar, in der die Stimmen ausgezählt wurden, brachen Delegierte der Labour-Partei in Jubel aus.

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Im kleinsten EU-Land hatten die Menschen am Samstag ein neues Parlament gewählt. Nach einer Überprüfung der Stimmzettel in der Nacht begann am Sonntagmorgen die elektronische Auszählung der Stimmen. Umfragen hatten einen klaren Sieg der Labour-Partei vor der oppositionellen Nationalist Party vorausgesagt.

Ersten Schätzungen zufolge haben nur rund 85 Prozent der 355.000 registrierten Wähler ihre Stimme abgegeben. Traditionell erreicht Malta bei der Wahlbeteiligung Werte von mehr als 90 Prozent. In diesem Jahr hatten die Corona-Beschränkungen und der Krieg in der Ukraine den Wahlkampf überschattet.

Inhaltlich hatten die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen den Wahlkampf in dem Inselstaat dominiert. Abela konnte mit staatlichen Hilfen für Unternehmen und einer vergleichsweise erfolgreichen Impfkampagne bei den Wählern punkten.

Allerdings steht die Labour-Partei auch im Mittelpunkt eines Korruptionsskandals, der von der im Oktober 2017 ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia aufgedeckt worden war. Der Mord an Caruana Galizia hatte eine schwere politische Krise in Malta ausgelöst, in deren Zuge Regierungschef Joseph Muscat im Januar 2020 zurücktreten musste. Muscats Parteikollege Abela übernahm daraufhin das Amt des Premierministers.

In den gut zwei Jahren seit seinem Amtsantritt hat Abela Schritte unternommen, um die Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit in Malta zu stärken. Anti-Korruptions-Aktivisten und die Familie der ermordeten Journalistin Caruana Galizia beklagen jedoch, dass Abelas Reformen nicht weit genug gehen.

Das vor der Küste Siziliens gelegene Malta ist der kleinste und am dichtesten besiedelte Mitgliedstaat der EU. Die Wirtschaft des Mittelmeerlandes mit seinen rund 516.000 Einwohnern lebt vor allem vom Tourismus. Wichtige Branchen sind auch der Finanzdienstleistungs- und der Online-Spiele-Sektor. International wird Malta regelmäßig als Steueroase kritisiert.

C.Conti--PV

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