Pallade Veneta - Kühnert verweist als Grund für Aussetzung der Schuldengrenze auf Ukraine-Krieg

Kühnert verweist als Grund für Aussetzung der Schuldengrenze auf Ukraine-Krieg


Kühnert verweist als Grund für Aussetzung der Schuldengrenze auf Ukraine-Krieg
Kühnert verweist als Grund für Aussetzung der Schuldengrenze auf Ukraine-Krieg / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hält die Folgen des Ukraine-Kriegs für eine ausreichende Grundlage, die Schuldenbremse in diesem und auch im kommenden Jahr auszusetzen. Voraussetzung dafür sei generell, dass "äußere Umstände (...) enorme Kosten verursachen und das nicht langfristig absehbar war", sagte Kühnert am Montag im Inforadio des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Dies sei "genau das, was die Situation seit Beginn des Ukraine-Krieges qualifiziert".

Textgröße ändern:

"Deswegen ist das für 2023 eine vollkommen richtige Feststellung", ergänzte Kühnert. Und seine Einschätzung sei, "für das nächste Jahr wird das natürlich genauso gelten".

Kühnert bekräftigte, er halte die Aussetzung der Schuldenbremse auch im kommenden Jahr für nötig. Er verwies darauf, dass das Bundesverfassungsgericht die Aufstockung des Klima- und Transformationsfonds (KTF) für mit ungenutzten Krediten aus der Corona-Pandemie für unzulässig erklärt habe. Es müsse deshalb geklärt werden, woher die 60 Milliarden Euro, die von der "Ampel" bis 2027 für Projekte der Energiewende vorgesehen waren, nun strukturell kommen sollten.

"Ich kenne keine Partei, die auch nur im Ansatz Sparvorschläge hätte, die 60 Milliarden einbringen, ohne gleichzeitig die Gesellschaft völlig auseinanderzureißen", sagte Kühnert. "Daher muss sich jeder, der sich an der Debatte beteiligt, ehrlich machen und sagen, dass es völlig statthaft ist, in einer Notsituation, die wir weiterhin haben, die Ausnahme von der Schuldenregel auch zu nutzen". Denn die nötigen Investitionen könnten aus dem Kernhaushalt "niemals finanziert werden".

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Frankreich: Macron wirft "ultralinken" Gruppen Umsturzversuch vor - Verteidigungsrat soll tagen

Nach den landesweiten Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron "ultralinken" Gruppen einen versuchten Umsturz vorgeworfen. Die "organisierten" Gruppen hätten "aufrührerische Handlungen" von "äußerster Gefährlichkeit" begangen und versuchten, "die Republik zu Fall zu bringen", sagte Macron am Donnerstag in Paris. Begangene Straftaten müssten mit "größter Härte" geahndet werden, fügte er hinzu.

Presse: Bundeswehr setzt bei Flugabwehr wegen Verzögerung auf Zwischenlösung

Die Bundeswehr setzt nach einem Pressebericht beim Wiederaufbau der heereseigenen Flugabwehr auf eine Zwischenlösung, weil es beim Luftverteidigungssystem Skyranger von Rheinmetall Lieferverzögerungen gibt. Wie das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, bereitet sich der Konkurrent Diehl darauf vor, 48 Systeme zur Drohnenjagd an die Bundeswehr zu liefern. Dabei gehe es um das GARMR-System, das Drohnen mithilfe von Radaren erfassen und mit Abwehrdrohnen oder einer Maschinenkanone bekämpfen kann.

Nach US-Sanktionen: EU-Parlament verleiht Sacharow-Preis an Internationalen Strafgerichtshof

Das EU-Parlament verleiht den diesjährigen Sacharow-Preis für Menschenrechte an den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und setzt damit ein Zeichen gegen die Sanktionen von US-Präsident Donald Trump. Das Parlament würdige den Einsatz des Gerichtshofs für das Völkerrecht, sagte Parlamentspräsidentin Roberta Metsola am Donnerstag in Straßburg. IStGH-Präsidentin Tomoko Akane dankte für die Auszeichnung in Zeiten "beispielloser Herausforderungen". Der Preis wird am 16. Dezember in Straßburg verliehen.

Rathausbrand in Limoges bei Unruhen: Weiterer Verdächtiger festgenommen

Fünf Tage nach den landesweiten Ausschreitungen in Frankreich ist ein weiterer Verdächtiger im Zusammenhang mit dem Brand des Rathauses von Limoges festgenommen worden. Der 66-Jährige sei am Donnerstagmorgen im benachbarten Département Creuse vor dem Hintergrund des durch "kriminelle" Handlungen ausgelösten Feuers gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Textgröße ändern: