Pallade Veneta - Verdächtiger nach Schüssen auf drei junge Palästinenser in den USA festgenommen

Verdächtiger nach Schüssen auf drei junge Palästinenser in den USA festgenommen


Verdächtiger nach Schüssen auf drei junge Palästinenser in den USA festgenommen
Verdächtiger nach Schüssen auf drei junge Palästinenser in den USA festgenommen / Foto: Stefani Reynolds - AFP/Archiv

Nach den Schüssen auf drei Studenten palästinensischer Herkunft in den USA hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der 48-Jährige wurde am Sonntagnachmittag (Ortszeit) nahe dem Tatort gefasst, wie die Polizei der Stadt Burlington im nordöstlichen Bundesstaat Vermont in der Nacht auf Montag mitteilte. Der Mann lebt demnach in einem Wohngebäude, vor dem die drei Studenten niedergeschossen und verletzt worden waren.

Textgröße ändern:

Eine Wohnungsdurchsuchung und weitere Ermittlungsergebnisse hätten den Verdacht gegen den Mann erhärtet, erklärte Burlingtons Polizeichef Jon Murad. Der Verdächtige sollte am Montag einem Richter vorgeführt werden. Die Behörden prüfen, ob es sich bei dem Angriff um ein Hassverbrechen handelt. An den Ermittlungen sind neben der örtlichen Polizei auch die US-Bundespolizei FBI und die US-Waffenbehörde ATF beteiligt.

Die drei 20-jährigen Studenten waren am Samstagabend in Burlington niedergeschossen worden. Nach Angaben der Polizei waren die jungen Männer unterwegs, "als ihnen plötzlich ein Weißer gegenüberstand, der mit einer Pistole bewaffnet war". Ohne etwas zu sagen, habe der Mann mindestens vier Mal auf die Studenten geschossen.

Nach Angaben der Polizei waren zwei der Opfer nach dem Angriff in einem "stabilen" Zustand, der dritte Palästinenser hingegen erlitt "ernsthaftere Verletzungen". Bei dem Angriff trugen zwei der Opfer traditionelle palästinensische Tücher. Wegen des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas gibt es im Moment weltweit einen Anstieg von antisemitischen und islamophoben Attacken.

Die drei Palästinenser hatten eine Privatschule im Westjordanland besucht. Sie studieren derzeit an drei verschiedenen Universitäten im Nordosten der USA. In Burlington, der größten Stadt in Vermont, befanden sie sich für den Feiertag Thanksgiving. Zwei der jungen Männern haben die US-Staatsbürgerschaft, der dritte hat einen US-Aufenthaltstitel.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

"Tsunami für das Land": Selenskyj warnt vor Spaltung der Ukraine durch Wahlen im Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Forderung seines ehemaligen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow nach Wahlen trotz des Krieges scharf zurückgewiesen. "Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen", sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Wahlen seien zum jetzigen Zeitpunkt ein "Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird".

Gesundheitsminister will nicht bei Rentenansprüchen pflegender Angehöriger sparen

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will geplante Einsparungen bei den Rentenansprüchen für pflegende Angehörige stoppen. "Ich möchte bei pflegenden Angehörigen, bei der Rente, nicht sparen", sagte Linnemann der "Bild am Sonntag". "Ich halte dieses Signal für nicht richtig, übrigens auch für unsere Gesellschaft." Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) begrüßte die Ankündigung des Ministers.

Präsident Peseschkian: Iran "hat gerade mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen"

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat eingeräumt, dass der Iran gerade eine schwierige Zeit durchmacht. "Ich bin mir bewusst, dass unsere Gesellschaft derzeit mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um eine Verschlimmerung der Lage zu verhindern", sagte Peseschkian am Sonntag in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede.

Nach Vorwürfen des Drogenhandels: Mexikanischer Gouverneur lässt Amt erneut ruhen

Der von den USA des Drogenhandels bezichtigte Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa, Rubén Rocha Moya, lässt sein Amt weiter ruhen. Er habe das Parlament des Bundesstaates gebeten, ihn erneut vorübergehend zu beurlauben, erklärte Rocha Moya am Samstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Rocha Moya ist seit 2021 Gouverneur des westlichen Bundesstaates Sinaloa. Er hatte sein Amt bereits im Mai ruhen lassen, nachdem ihn die US-Justiz wegen Drogenhandels angeklagt hatte.

Textgröße ändern: