Pallade Veneta - Edenhofer: Klimafreundlichen Umbau über höheren CO2-Preis finanzieren

Edenhofer: Klimafreundlichen Umbau über höheren CO2-Preis finanzieren


Edenhofer: Klimafreundlichen Umbau über höheren CO2-Preis finanzieren
Edenhofer: Klimafreundlichen Umbau über höheren CO2-Preis finanzieren / Foto: JOE RAEDLE - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der Klima- und Wirtschaftsexperte Ottmar Edenhofer hat sich dafür ausgesprochen, die für das Erreichen der Klimaziele notwendige Transformation über eine höhere CO2-Bepreisung zu bewerkstelligen. "Klimaschutz durch höhere Schulden ist in Zukunft nicht mehr möglich", sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf das Verfassungsgerichtsurteil zur Schuldenbremse.

Textgröße ändern:

Edenhofer wies darauf hin, dass nicht nur das Gerichtsurteil zum Klima- und Transformationsfonds (KTF) den Haushaltsspielraum des Staates stark eingeschränkt habe, sondern auch steigende Zinsen und die hohe Inflation. Edenhofer sprach sich daher dafür aus, statt neuer Schulden besser den nationalen Emissionshandel auszubauen. "Die CO2-Bepreisung ist der vernünftige Weg", sagte der Wissenschaftler.

Dies sei auch finanziell wesentlich günstiger, als Klimaschutz mit Hilfe von Subventionen beschleunigen zu wollen. Wenn zum Beispiel Wärmepumpen auf diese Weise konkurrenzfähiger gemacht werden sollten, müssten sonst jeweils "die Subventionen steigen, sobald Preise für fossile Brennstoffe fallen", gab Edenhofer zu bedenken. Belastungen durch einen höheren CO2-Preis müssten allerdings durch ein "Kompensationspaket" sozial abgefedert werden.

Bislang hatte die Regierung geplant, den Umbau der Wirtschaft sowie den rascheren Ausbau erneuerbarer Energien vor allem mit Mitteln aus dem KTF zu fördern. Das Verfassungsgericht hatte jedoch die Übertragung von Kreditermächtigungen im Volumen von 60 Milliarden Euro, die ursprünglich zur Bewältigung der Corona-Pandemie genehmigt worden waren, auf den KTF für unvereinbar mit der geltenden Schuldenbremse erklärt.

In dem Fonds fehlen daher nun Mittel, die größtenteils bereits verplant waren. Hinzukommt, dass auch Buchungsregeln durch das Gericht verschärft wurden, verlangt wird eine klarere Zuordnung von Krediten zu einem Haushaltsjahr. Der KTF wird - abgesehen von der beanstandeten Übertragung - heute bereits vor allem aus Einnahmen aus dem europäischen und nationalen Emissionshandel gespeist.

M.Romero--PV

Empfohlen

"Tsunami für das Land": Selenskyj warnt vor Spaltung der Ukraine durch Wahlen im Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Forderung seines ehemaligen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow nach Wahlen trotz des Krieges scharf zurückgewiesen. "Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen", sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Wahlen seien zum jetzigen Zeitpunkt ein "Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird".

Gesundheitsminister will nicht bei Rentenansprüchen pflegender Angehöriger sparen

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will geplante Einsparungen bei den Rentenansprüchen für pflegende Angehörige stoppen. "Ich möchte bei pflegenden Angehörigen, bei der Rente, nicht sparen", sagte Linnemann der "Bild am Sonntag". "Ich halte dieses Signal für nicht richtig, übrigens auch für unsere Gesellschaft." Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) begrüßte die Ankündigung des Ministers.

Präsident Peseschkian: Iran "hat gerade mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen"

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat eingeräumt, dass der Iran gerade eine schwierige Zeit durchmacht. "Ich bin mir bewusst, dass unsere Gesellschaft derzeit mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um eine Verschlimmerung der Lage zu verhindern", sagte Peseschkian am Sonntag in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede.

Nach Vorwürfen des Drogenhandels: Mexikanischer Gouverneur lässt Amt erneut ruhen

Der von den USA des Drogenhandels bezichtigte Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Sinaloa, Rubén Rocha Moya, lässt sein Amt weiter ruhen. Er habe das Parlament des Bundesstaates gebeten, ihn erneut vorübergehend zu beurlauben, erklärte Rocha Moya am Samstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Rocha Moya ist seit 2021 Gouverneur des westlichen Bundesstaates Sinaloa. Er hatte sein Amt bereits im Mai ruhen lassen, nachdem ihn die US-Justiz wegen Drogenhandels angeklagt hatte.

Textgröße ändern: