Pallade Veneta - Russland will Zahl seiner Soldaten um 15 Prozent erhöhen

Russland will Zahl seiner Soldaten um 15 Prozent erhöhen


Russland will Zahl seiner Soldaten um 15 Prozent erhöhen
Russland will Zahl seiner Soldaten um 15 Prozent erhöhen / Foto: Mikhail Klimentyev - POOL/AFP/Archiv

Russland will die Zahl seiner Soldaten um 15 Prozent erhöhen: Die Armee soll laut einem von Präsident Wladimir Putin am Freitag unterzeichneten Dekret künftig 2,2 Millionen Angehörige umfassen, darunter 1,32 Millionen Soldaten. Grund für die Aufstockung der Streitkräfte seien zunehmende "Bedrohungen" Russlands, erklärte das Verteidigungsministerium. Es verwies dabei auf die russische Offensive in der Ukraine sowie die "fortgesetzte Erweiterung der Nato".

Textgröße ändern:

"Die Erhöhung des Umfangs der Streitkräfte ist notwendig wegen einer Erhöhung der Bedrohungen unseres Landes und steht im Zusammenhang mit der Führung der Spezialoperation (in der Ukraine) und der fortgesetzten Erweiterung der Nato", erklärte das Verteidigungsministerium. Das westliche Militärbündnis nehme derzeit "eine Verstärkung der bewaffneten Kräfte nahe der Grenze zu Russland" vor und entsende "zusätzliches Luftverteidigungs- und Angriffspotenzial", hieß es weiter.

Konkret wird den Angaben zufolge die Zahl der Soldaten - also ohne ziviles Personal - um etwa 170.000 erhöht. Im vorangegangenen Dekret zu den russischen Streitkräften war im August 2022 die Truppenstärke auf zwei Millionen festgelegt worden, darunter 1,15 Millionen Soldaten.

Der nun verfügte Ausbau der Armee solle in Etappen und auf freiwilliger Basis erfolgen, versicherte das Verteidigungsministerium. Eine militärische Mobilmachung sei "nicht vorgesehen".

Angesichts von Schwierigkeiten bei der Offensive in der Ukraine hatte Russland im September 2022 eine Mobilmachung angeordnet. Hunderttausende junge Leute verließen daraufhin fluchtartig das Land, um einer Einberufung in die Armee zu entgehen. Inzwischen hat sich die Lage an der Front nach russischen Angaben stabilisiert, die Armee setzt wieder mehr auf Rekrutierungen auf freiwilliger Basis. Dabei werden potenziellen Soldaten für den Fall einer Verpflichtung unter anderem hoher Lohn und soziale Vorteile versprochen.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Kasachstan wählt erstmals nach Verfassungsreform neues Parlament

In Kasachstan haben die Menschen am Sonntag erstmals nach einer Verfassungsreform ein neues Parlament gewählt. Rund 12,6 Millionen Wahlberechtigte in dem zentralasiatischen Staat waren aufgerufen, die 145 Abgeordneten des neuen Einkammerparlaments zu bestimmen.

"Spektakuläre Kulisse": Fahrer bereiten sich auf Autorennen in Washington vor

Rennwagen mit dröhnenden Motoren mitten in Washington: Vor einem Autorennen zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten haben die Fahrer sich auf den ungewöhnlichen Wettkampf eingestimmt. Am Samstag (Ortszeit) nahmen sie an Trainingsrunden und Qualifizierungsfahrten teil - vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Kapitol und den Smithsonian-Museen im Zentrum der US-Hauptstadt.

250 Jahre USA: Trump dreht Ehrenrunde bei Autorennen in Washington

US-Präsident Donald Trump gibt am Sonntag den Startschuss zu einem Autorennen in Washington im Zuge der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Trump wird den Organisatoren zufolge beim "Freedom 250 Grand Prix" in seiner "The Beast" genannten gepanzerten Limousine eine Ehrenrunde drehen. Anschließend soll er die grüne Flagge schwenken, um das Rennen starten zu lassen. Das Autorennen bildet den Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten.

Merz dankt Einsatzkräften nach Brand in Hürtgenwald - Kanzler-Auftritt von Pfiffen begeleitet

Rund eine Woche nach dem schweren Waldbrand bei Hürtgenwald hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag mit einem Besuch bei den Einsatzkräften in der nordrhein-westfälischen Gemeinde aus dem Sommerurlaub zurückgemeldet. Die kurze Dankesrede des Kanzlers vor den Helfern wurde von einem Pfeifkonzert überschattet. Dass Merz seit Beginn seines Urlaubs in der ersten August-Woche trotz Entwicklungen wie folgenschwerer Dürre und heftiger Waldbrände bislang nicht öffentlich aufgetreten war, hatte zuvor Kritik ausgelöst.

Textgröße ändern: