Pallade Veneta - Venezuela: "Überwältigende" Mehrheit für Anspruch auf Region in Guyana

Venezuela: "Überwältigende" Mehrheit für Anspruch auf Region in Guyana


Venezuela: "Überwältigende" Mehrheit für Anspruch auf Region in Guyana
Venezuela: "Überwältigende" Mehrheit für Anspruch auf Region in Guyana / Foto: Pedro RANCES MATTEY - AFP

Nach Angaben venezolanischer Wahlbehörden haben sich 95 Prozent der Wähler für den Anspruch Venezuelas auf eine Region im Nachbarland Guyana ausgesprochen. Es handele sich um "einen eindeutigen und überwältigenden Sieg für das 'Ja' in diesem beratenden Referendum", sagte der Präsident des Nationalen Wahlrates, Elvis Amoroso, am Sonntag. Rund 10,5 Millionen von 20.7 Millionen Wahlberechtigten nahmen an dem nicht bindenden Referendum teil.

Textgröße ändern:

Die Wahlbehörde ließ die Wahllokale zwei Stunden länger offen, um den bereits dort erschienenen Menschen die Abstimmung zu ermöglichen.

Mit dem Referendum will Präsident Nicolás Maduro den venezolanischen Anspruch auf die an Erdöl und anderen Ressourcen reiche Region Essequibo unterstreichen, die zu Guyana gehört. Venezuela reklamiert die Region Essequibo seit mehr als einem Jahrhundert für sich. Guyana prangerte das Referendum als "existenzielle" Bedrohung an. Essequibo macht mehr als zwei Drittel der Landesfläche der früheren britischen Kolonie aus.

"Heute ist ein Tag der Ratifizierung, der nationalen Souveränität, und das Volk hat dies mit Bravour getan", sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino in einer abendlichen Ansprache im staatlichen Fernsehen.

In Guyana gingen tausende Menschen auf die Straße, einige trugen T-Shirts mit dem Aufdruck "Essequibo gehört zu Guyana". Sie bildeten Menschenketten, um ihre Solidarität mit der Regierung zu zeigen. Präsident Irfaan Ali versicherte, die Grenzen des Landes seien sicher.

Unabhängig vom Ausgang des Referendums wird sich unmittelbar in Essequibo nichts verändern. Das Referendum ist nicht bindend, außerdem wählt die Bevölkerung in Essequibo nicht mit. Maduros Regierung hat zudem erklärt, sie versuche mit der Abstimmung keine Rechtfertigung zu erlangen, das Gebiet zu annektieren oder dort einzumarschieren.

Doch die Spannungen stiegen an. Die Begehrlichkeiten nahmen vor allem zu, nachdem der Ölkonzern ExxonMobil 2015 in dem Gebiet ein Ölvorkommen entdeckt hatte. Im Oktober dieses Jahres wurde in der Region ein weiterer bedeutender Ölfund gemacht, der die Reserven Guyanas auf mindestens zehn Milliarden Barrel - und damit auf mehr als die des ölreichen Kuwait oder der Vereinigten Arabischen Emirate - vergrößert.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

"Spektakuläre Kulisse": Fahrer bereiten sich auf Autorennen in Washington vor

Rennwagen mit dröhnenden Motoren mitten in Washington: Vor einem Autorennen zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten haben die Fahrer sich auf den ungewöhnlichen Wettkampf eingestimmt. Am Samstag (Ortszeit) nahmen sie an Trainingsrunden und Qualifizierungsfahrten teil - vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Kapitol und den Smithsonian-Museen im Zentrum der US-Hauptstadt.

250 Jahre USA: Trump dreht Ehrenrunde bei Autorennen in Washington

US-Präsident Donald Trump gibt am Sonntag den Startschuss zu einem Autorennen in Washington im Zuge der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Trump wird den Organisatoren zufolge beim "Freedom 250 Grand Prix" in seiner "The Beast" genannten gepanzerten Limousine eine Ehrenrunde drehen. Anschließend soll er die grüne Flagge schwenken, um das Rennen starten zu lassen. Das Autorennen bildet den Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten.

Merz dankt Einsatzkräften nach Brand in Hürtgenwald - Kanzler-Auftritt von Pfiffen begeleitet

Rund eine Woche nach dem schweren Waldbrand bei Hürtgenwald hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag mit einem Besuch bei den Einsatzkräften in der nordrhein-westfälischen Gemeinde aus dem Sommerurlaub zurückgemeldet. Die kurze Dankesrede des Kanzlers vor den Helfern wurde von einem Pfeifkonzert überschattet. Dass Merz seit Beginn seines Urlaubs in der ersten August-Woche trotz Entwicklungen wie folgenschwerer Dürre und heftiger Waldbrände bislang nicht öffentlich aufgetreten war, hatte zuvor Kritik ausgelöst.

Palästinensergebiete: Frühere Diplomaten fordern Paris und London zum Handeln auf

Dutzende frühere französische und britische Diplomaten haben ihre Regierungen dazu aufgerufen, in den Palästinensergebieten das Völkerrecht zu verteidigen. Das Engagement Frankreichs und Großbritanniens sei angesichts der historischen Rolle der beiden Länder im Nahen Osten und ihres Status als ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat unverzichtbar, erklärten die 102 Unterzeichner eines am Samstag in der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlichten offenen Briefs.

Textgröße ändern: