Pallade Veneta - Russen zu Olympia? Ukrainischer Sportminister "sehr besorgt"

Russen zu Olympia? Ukrainischer Sportminister "sehr besorgt"


Russen zu Olympia? Ukrainischer Sportminister "sehr besorgt"
Russen zu Olympia? Ukrainischer Sportminister "sehr besorgt" / Foto: FABRICE COFFRINI - SID

Der ukrainische Sportminister hat die Forderung verschiedener Sportverbände und Nationaler Olympischer Komitees kritisiert, russische und belarussische Sportler an den Sommerspielen in Paris teilnehmen zu lassen. Er sei "sehr besorgt", sagte Matwij Bidny, da dieser Schritt nicht den Eindruck erwecke, dass das Internationale Olympische Komitee "die nötige Führungsstärke in Sachen olympischer Fairness und Gerechtigkeit" zeigen wolle.

Textgröße ändern:

Vertreter der internationalen Sommersportverbände sowie mehrere NOKs hatten sich nach IOC-Angaben beim 12. Olympic Summit am Dienstag dafür stark gemacht, Sportlerinnen und Sportler aus den Aggressorländern im Ukraine-Krieg im kommenden Jahr (26. Juli bis 11. August) als neutrale Athleten zuzulassen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus - das IOC will nach eigenen Angaben "zu gegebener Zeit" entscheiden.

"Wir zählen auf eine verantwortungsvolle Entscheidung des IOC, die es nicht zulassen wird, dass Russland den Sport für militärische Propaganda nutzt. Selbst wenn es sich um Sport unter neutraler Flagge handelt", sagte Bidny bezüglich der ausstehenden Entscheidung: "Wir respektieren den Grundsatz der Neutralität, aber Neutralität ist nur in Friedenszeiten möglich."

Einzige Möglichkeit, die es laut Bidny für betroffene Sportler geben sollte, doch an den Spielen teilzunehmen, sei die Verweigerung des russischen Passes. Nur so könne ein Sportler beweisen, "dass olympische Spitzenleistungen für ihn an erster Stelle stehen und der Athlet keine Mitverantwortung für die Tötung von Ukrainern übernimmt".

Anderenfalls sei es ukrainischen Sportlern kaum zuzumuten, bei den Wettkämpfen anzutreten. "Moralisch gesehen ist es sehr schwierig, sich mit denjenigen zu messen, die einen umbringen wollen - nicht im übertragenen Sinne, sondern buchstäblich umbringen", sagte er: "Unsere Athleten sind ständig Provokationen seitens der Russen ausgesetzt."

Ein Boykott, mit dem die ukrainische Seite im Falle einer IOC-Entscheidung zu Gunsten von russischen und belarussischen Athleten immer wieder gedroht hatte, könnte dennoch ausbleiben. Zuletzt hatten viele Ukrainer den Wunsch geäußert, sich gegebenenfalls russischen Kontrahenten im Wettkampf stellen zu wollen.

L.Barone--PV

Empfohlen

"Spektakuläre Kulisse": Fahrer bereiten sich auf Autorennen in Washington vor

Rennwagen mit dröhnenden Motoren mitten in Washington: Vor einem Autorennen zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten haben die Fahrer sich auf den ungewöhnlichen Wettkampf eingestimmt. Am Samstag (Ortszeit) nahmen sie an Trainingsrunden und Qualifizierungsfahrten teil - vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Kapitol und den Smithsonian-Museen im Zentrum der US-Hauptstadt.

250 Jahre USA: Trump dreht Ehrenrunde bei Autorennen in Washington

US-Präsident Donald Trump gibt am Sonntag den Startschuss zu einem Autorennen in Washington im Zuge der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Trump wird den Organisatoren zufolge beim "Freedom 250 Grand Prix" in seiner "The Beast" genannten gepanzerten Limousine eine Ehrenrunde drehen. Anschließend soll er die grüne Flagge schwenken, um das Rennen starten zu lassen. Das Autorennen bildet den Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten.

Merz dankt Einsatzkräften nach Brand in Hürtgenwald - Kanzler-Auftritt von Pfiffen begeleitet

Rund eine Woche nach dem schweren Waldbrand bei Hürtgenwald hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag mit einem Besuch bei den Einsatzkräften in der nordrhein-westfälischen Gemeinde aus dem Sommerurlaub zurückgemeldet. Die kurze Dankesrede des Kanzlers vor den Helfern wurde von einem Pfeifkonzert überschattet. Dass Merz seit Beginn seines Urlaubs in der ersten August-Woche trotz Entwicklungen wie folgenschwerer Dürre und heftiger Waldbrände bislang nicht öffentlich aufgetreten war, hatte zuvor Kritik ausgelöst.

Palästinensergebiete: Frühere Diplomaten fordern Paris und London zum Handeln auf

Dutzende frühere französische und britische Diplomaten haben ihre Regierungen dazu aufgerufen, in den Palästinensergebieten das Völkerrecht zu verteidigen. Das Engagement Frankreichs und Großbritanniens sei angesichts der historischen Rolle der beiden Länder im Nahen Osten und ihres Status als ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat unverzichtbar, erklärten die 102 Unterzeichner eines am Samstag in der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlichten offenen Briefs.

Textgröße ändern: