Pallade Veneta - Bewegung in Ländertarifrunde - Gewerkschaften wollen Abschluss wie bei Bund und Kommunen

Bewegung in Ländertarifrunde - Gewerkschaften wollen Abschluss wie bei Bund und Kommunen


Bewegung in Ländertarifrunde - Gewerkschaften wollen Abschluss wie bei Bund und Kommunen
Bewegung in Ländertarifrunde - Gewerkschaften wollen Abschluss wie bei Bund und Kommunen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

In der Tarifrunde für die 1,1 Millionen Beschäftigten der Länder außer Hessen deutet sich Bewegung an. Die Arbeitgebervereinigung Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) kündigte am Donnerstag zum Auftakt der dritten Tarifrunde in Potsdam an, einen Vorschlag für einen Tarifabschluss vorzulegen. In der ersten und zweiten Tarifrunde war ein Arbeitgeberangebot der Länder zunächst ausgeblieben.

Textgröße ändern:

Der TdL-Vorsitzende und Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) zeigte sich zuversichtlich, "dass es gelingen kann, in den nächsten Tagen einen Abschluss zu erreichen". Die Arbeitgeber würden mit dem festen Ziel in die Verhandlungen starten, einen guten und fairen Kompromiss für die Beschäftigten zu erreichen, der aber auch für die Länderhaushalte machbar sei.

Die Länder wollen sich bei ihrem Arbeitgeberangebot demnach jedoch nur an der Struktur, nicht jedoch an der Höhe des Tarifabschlusses von Bund und Kommunen von 11,5 Prozent orientieren. Die Gesamtforderungen der Gewerkschaften beliefen sich auf 20,7 Milliarden Euro und seien von den Ländern nicht bezahlbar, sagte Dressel. Er sei jedoch zuversichtlich, dass "wir zu einer guten Verständigung kommen können".

Die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Beamtenbund fordern wie bei der Tarifrunde im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen im Frühjahr 10,5 Prozent mehr Geld. Dazu verlangen sie monatlich mindestens 500 Euro mehr und einen steuerfreien Inflationsausgleich von 3000 Euro.

Der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Werneke warnte die Arbeitgeber, es gebe kein Argument dafür, dass die Beschäftigten der Länder schlechter bezahlt werden sollten, als die Beschäftigten bei Bund und Kommunen. Der Tarifabschluss vom Frühjahr sei auch für die Länderrunde "der Goldstandard". Wenn die Länder versuchten, in der aktuellen Tarifrunde "herumzumanövrieren, wird es schwierig".

Wichtiger als eine Einigung in der dritten Tarifrunde noch vor Weihnachten sei der Inhalt eines Tarifabschlusses - "nämlich mindestens der Tarifabschluss Öffentlicher Dienst Bund und Kommunen", sagte die Vizechefin des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Christine Behle.

Er hoffe, "dass die Arbeitgeber erkannt haben, dass genug Druck im Kessel ist", sagte der Vorsitzende des Beamtenbunds, Ulrich Silberbach, zum Auftakt der Verhandlungen. Die Menschen im öffentlichen Dienst seien bei Warnstreiks noch nie so aktiv gewesen wie bei dieser Einkommensrunde. Er hoffe, dass die Politik ein Einsehen habe, nun am Tariftisch Ergebnisse zu finden.

Die Tarifrunde könnte bis Samstag dauern. Weitere Tarifrunden wurden nicht vereinbart. Eine Schlichtungsvereinbarung zwischen den Tarifparteien gibt es nicht. Auf ein Scheitern könnten Urabstimmungen und unbefristete Warnstreiks in den Bundesländern folgen. Hessen ist nicht Mitglied der TdL und handelt seinen Tarifvertrag ab Jahr selbst aus.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

"Spektakuläre Kulisse": Fahrer bereiten sich auf Autorennen in Washington vor

Rennwagen mit dröhnenden Motoren mitten in Washington: Vor einem Autorennen zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten haben die Fahrer sich auf den ungewöhnlichen Wettkampf eingestimmt. Am Samstag (Ortszeit) nahmen sie an Trainingsrunden und Qualifizierungsfahrten teil - vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Kapitol und den Smithsonian-Museen im Zentrum der US-Hauptstadt.

250 Jahre USA: Trump dreht Ehrenrunde bei Autorennen in Washington

US-Präsident Donald Trump gibt am Sonntag den Startschuss zu einem Autorennen in Washington im Zuge der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Trump wird den Organisatoren zufolge beim "Freedom 250 Grand Prix" in seiner "The Beast" genannten gepanzerten Limousine eine Ehrenrunde drehen. Anschließend soll er die grüne Flagge schwenken, um das Rennen starten zu lassen. Das Autorennen bildet den Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten.

Merz dankt Einsatzkräften nach Brand in Hürtgenwald - Kanzler-Auftritt von Pfiffen begeleitet

Rund eine Woche nach dem schweren Waldbrand bei Hürtgenwald hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag mit einem Besuch bei den Einsatzkräften in der nordrhein-westfälischen Gemeinde aus dem Sommerurlaub zurückgemeldet. Die kurze Dankesrede des Kanzlers vor den Helfern wurde von einem Pfeifkonzert überschattet. Dass Merz seit Beginn seines Urlaubs in der ersten August-Woche trotz Entwicklungen wie folgenschwerer Dürre und heftiger Waldbrände bislang nicht öffentlich aufgetreten war, hatte zuvor Kritik ausgelöst.

Palästinensergebiete: Frühere Diplomaten fordern Paris und London zum Handeln auf

Dutzende frühere französische und britische Diplomaten haben ihre Regierungen dazu aufgerufen, in den Palästinensergebieten das Völkerrecht zu verteidigen. Das Engagement Frankreichs und Großbritanniens sei angesichts der historischen Rolle der beiden Länder im Nahen Osten und ihres Status als ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat unverzichtbar, erklärten die 102 Unterzeichner eines am Samstag in der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlichten offenen Briefs.

Textgröße ändern: