Pallade Veneta - Prozess gegen BND-Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Russland-Spionage begonnen

Prozess gegen BND-Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Russland-Spionage begonnen


Prozess gegen BND-Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Russland-Spionage begonnen
Prozess gegen BND-Mitarbeiter wegen mutmaßlicher Russland-Spionage begonnen / Foto: Odd ANDERSEN - POOL/AFP

Vor dem Berliner Kammergericht hat am Mittwoch der Prozess wegen mutmaßlich von Russland bezahlter Spionage beim Bundesnachrichtendienst (BND) begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten Carsten L. und Arthur E. schweren Landesverrat in zwei Fällen vor. Der BND-Mitarbeiter L. und der selbstständige Geschäftsmann E. sollen Russland deutsche Staatsgeheimnisse verraten und dafür Geld genommen haben.

Textgröße ändern:

L. soll dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB mehrere Dokumente aus dem BND-Bestand verschafft haben, die ein Projekt zur technischen Informationsgewinnung betrafen. E. soll die Dokumente fotografiert und die Daten nach Moskau gebracht haben, wo er sie an den FSB weitergegeben haben soll. Auch in einem weiteren Fall sollen sie Informationen nach Moskau übermittelt haben.

Für ihre Dienste sollen die Angeklagten jeweils mehrere hunderttausend Euro kassiert haben. L. wurde im Dezember 2022 festgenommen, E. im Januar. Beide sitzen in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung wegen Landesverrats in besonders schwerem Fall droht ihnen eine lebenslange Haftstrafe.

Das Berliner Kammergericht setzte 51 Verhandlungstage bis zum Juli fest. Die Verhandlung begann am Mittwoch mit Verspätung wegen des großen Andrangs.

M.Romero--PV

Empfohlen

Sorge vor Krawallen wie in Frankreich: Gewerkschaft sieht deutsche Polizei besser gerüstet

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht deutsche Einsatzkräfte besser auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet als ihre Kollegen in Frankreich. "Ich glaube, dass die Qualität und Professionalität der deutschen Polizei eine andere ist", sagte GdP-Bundeschef Jochen Kopelke den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Donnerstagsausgaben). Er forderte von der Politik zugleich, die Anliegen junger Menschen ernst zu nehmen.

Emirate schicken Diplomatin Nusseibeh ins Rennen um Amt der UN-Generalsekretärin

Die Vereinigten Arabischen Emirate schicken die Diplomatin Lana Nusseibeh ins Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres. Nach der Ablehnung aller bisherigen Kandidaten durch die Vetomächte bei der jüngsten Probeabstimmung im UN-Sicherheitsrat nominierten die Emirate am Mittwoch die Staatsministerin im Außenministerium für den höchsten UN-Posten.

Selenskyj befürwortet Gespräche mit den USA und Russland "so bald wie möglich"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich für schnellstmögliche Verhandlungen mit den USA und Russland über ein Ende des Ukraine-Krieges ausgesprochen. "Wir haben erfahren, dass Russland einem trilateralen Treffen zwischen unseren Teams positiv gegenübersteht", sagte Selenskyj am Mittwoch zu Journalisten in Kiew. "Die amerikanische Seite schlägt vor, dieses Treffen so bald wie möglich zu organisieren. Wir sind dafür", fügte er hinzu.

Cambridge-Analytica-Skandal: Meta zu 25 Milliarden Dollar Strafe verurteilt

Gut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten ist der Mutterkonzern Meta zu einem Milliarden-Bußgeld verurteilt worden. Ein Richter in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico brummte Meta am Mittwoch eine Strafzahlung von 25 Milliarden Dollar (gut 22 Milliarden Euro) auf, wie der Sender CNBC und andere Medien berichteten. Der Konzern will das Urteil demnach anfechten.

Textgröße ändern: