Pallade Veneta - Heil will Geflüchteten aus Ukraine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnen

Heil will Geflüchteten aus Ukraine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnen


Heil will Geflüchteten aus Ukraine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnen
Heil will Geflüchteten aus Ukraine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnen

Vor dem Integrationsgipfel im Arbeitsministerium hat Bundesminister Hubertus Heil (SPD) seinen Willen bekräftigt, Geflüchteten aus der Ukraine eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten. Zuerst bräuchten die Menschen Obdach, Schutz und medizinische Versorgung, "aber wir müssen auch schon eine Arbeitsmarktperspektive mitdenken", sagte Heil am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Fragen, die zu klären seien, beträfen beispielsweise die Kinderbetreuung, Sprachkurse, die Anerkennung von Qualifikationen und Arbeitnehmerrechte.

Textgröße ändern:

Am Mittwochnachmittag trifft sich der Arbeitsminister mit Vertretern der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Bundesagentur für Arbeit und der Länder zu einem Spitzengespräch, um über die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zu sprechen. Den Menschen eine Perspektive zu bieten sei eine humanitäre Pflicht, aber auch eine Frage der Vernunft, sagte Heil dazu.

"Es kommen sehr viele Menschen zu uns, die auch eine gute Ausbildung haben", sagte der Arbeitsminister. Ein rechtlicher Zugang zum Arbeitsmarkt bestehe bereits, nun müsse den Menschen mit Sprachkursen und einer zügigen Anerkennung ihrer Qualifikationen geholfen werden. "Da müssen wir schneller werden", betonte Heil.

Der Arbeitsminister forderte außerdem einen wirkungsvollen Schutz der Geflüchteten vor ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen. Eine Frage des Gipfels sei deshalb auch, wie es zu bewerkstelligen sei, "dass nicht alle in Hilfstätigkeiten gedrängt werden", sagte Heil.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte vor dem Gipfel mehr Sprachkurse für Geflüchtete und sichere Aufenthaltsperspektiven für die Menschen. Auch die Anerkennung von Berufsabschlüssen müsse schneller und unbürokratischer von statten gehen, sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND).

Verdi-Chef Frank Werneke betonte im Gespräch mit dem RND, Geflüchtete aus der Ukraine müssten wirkungsvoll gegen Ausbeutung geschützt werden. Er forderte eine verstärkte Kontrolle der Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns und zusätzliche Schutzvorschriften.

Auch der Zentralverband des Deutschen Handwerk forderte gegenüber dem RND Rechtssicherheit beim Aufenthaltsstatus der Geflüchteten. Nur so ließe sich das "überproportionale Engagement der Handwerksbetriebe bei der Arbeitsmarktintegration" aufrecht erhalten.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Vor der Wahl: Mehrere tausend Teilnehmer feiern Demokratiefest in Magdeburg

Am Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben am Samstag in der Hauptstadt Magdeburg mehrere tausend Menschen ein Demokratiefestival gefeiert. Auf den Domplatz strömten laut einer Polizeisprecherin am Nachmittag rund 6000 Menschen - "und es gibt stetigen Zulauf". Aufgerufen hatte das Bündnis "Sachsen-Anhalt weltoffen", das Festival soll demnach ein Ausrufezeichen für Demokratie, Vielfalt und Zusammenhalt setzen. In den Umfragen führt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD deutlich.

Ungarn will wehrpflichtigen Ukrainern weiter Schutz gewähren

Ungeachtet einer anderslautenden EU-Richtlinie will Ungarn ukrainischen Männern im wehrpflichtigen Alter weiterhin Schutz gewähren. Ein entsprechender Erlass der Regierung trat am Samstag in Kraft, nachdem er tags zuvor veröffentlicht worden war. "Ungarn hält weiter an dem Personenkreis fest, der unter das derzeit geltende ungarische Recht fällt", hieß es in dem von Ministerpräsident Peter Magyar unterzeichneten Dokument.

Trump-Gesandte mit Vorschlag zu Beendigung des Ukraine-Kriegs in Moskau eingetroffen

Mit einem neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Gepäck sind die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff am Samstag in Moskau eingetroffen. Nach ihrer Landung am Flughafen Wnukowo sollten sie mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammenkommen, bevor sie am Sonntag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erwartet wurden. Die Angriffe auf Kiew, wo in der Nacht nach ukrainischen Angaben zwei Flughäfen beschossen wurden, sollen daher laut Kreml für drei Tage eingestellt werden.

Mehrere tausend Teilnehmer versammeln sich zu Demokratiefestival in Magdeburg

Am Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich am Samstag in der Hauptstadt Magdeburg mehrere tausend Teilnehmer eines Demokratiefestivals zu versammeln begonnen. Sie zogen vom Hauptbahnhof durch die Stadt zum Domplatz, wo das Festival stattfindet, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ein AFP-Journalist schätzte die Teilnehmerzahl auf mehrere tausend. Die Veranstaltung sollte bis zum Abend dauern.

Textgröße ändern: