Pallade Veneta - Kolumbianischer Ex-Soldat gesteht Beteiligung an Mordkomplott gegen Haitis Präsidenten

Kolumbianischer Ex-Soldat gesteht Beteiligung an Mordkomplott gegen Haitis Präsidenten


Kolumbianischer Ex-Soldat gesteht Beteiligung an Mordkomplott gegen Haitis Präsidenten
Kolumbianischer Ex-Soldat gesteht Beteiligung an Mordkomplott gegen Haitis Präsidenten / Foto: Diane DESOBEAU - AFP

Knapp zweieinhalb Jahre nach der Ermordung des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse hat ein früherer kolumbianischer Soldat am Freitag seine Beteiligung an dem Komplott gestanden. Der 45-Jährige legte sein Geständnis vor einem Gericht in Miami im US-Bundesstaat Florida ab. Zuvor hatte er eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft geschlossen.

Textgröße ändern:

Der Anklage zufolge drang der Soldat in das Haus des haitianischen Präsidenten ein und stahl Geld und Juwelen. Demnach spielte er aber nur eine untergeordnete Rolle in dem Mordkomplott. Ein Urteil wird für den 1. März des kommenden Jahres erwartet.

Moïse war am 7. Juli 2021 in seiner Residenz in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince von einem aus militärisch ausgebildeten Kolumbianern zusammengesetzten Mordkommando getötet worden. Sein Personenschutz schritt nicht ein. Der US-Justiz zufolge war das Ziel von Moïses Ermordung ein Machtwechsel in Haiti.

Das US-Justizministerium hat US-Gerichte für den Fall für zuständig erklärt, weil das Attentat auf Moïse teilweise in Florida geplant worden war.

Wegen der Beteiligung an dem Mordkomplott war am Dienstag bereits ein früher haitianischer Senator zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ebenfalls zu lebenslanger Haft waren zuvor der haitianisch-chilenische Geschäftsmann Rodolphe Jaar und der frühere kolumbianische Militäroffizier Germán Alejandro Rivera García verurteilt worden.

Die Ermordung des Präsidenten stürzte den ohnehin von Kriminalität, politischer Instabilität und großer Armut geprägten Karibikstaat in eine noch tiefere Krise. Heute kontrollieren Gangs rund 80 Prozent von Port-au-Prince.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Palästinensergebiete: Frühere Diplomaten fordern Paris und London zum Handeln auf

Dutzende frühere französische und britische Diplomaten haben ihre Regierungen dazu aufgerufen, in den Palästinensergebieten das Völkerrecht zu verteidigen. Das Engagement Frankreichs und Großbritanniens sei angesichts der historischen Rolle der beiden Länder im Nahen Osten und ihres Status als ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat unverzichtbar, erklärten die 102 Unterzeichner eines am Samstag in der französischen Zeitung "Le Monde" veröffentlichten offenen Briefs.

Wadephul wirft Russland bei Ukraine-Besuch "wahllosen Mord an Zivilisten" vor

Wenige Stunden nach einem tödlichen russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Kiew besucht und Russland "wahllosen Mord an Zivilisten" vorgeworfen. Der Ukraine sagte er bei dem Besuch am Samstag weitere 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe zu. Mit US-Außenminister Marco Rubio wolle er zudem über zusätzliche Luftverteidigung für die Ukraine beraten.

Nach BSW-Streit um Koalition: Thüringer CDU bestätigt Voigt als Parteichef

Unter dem Eindruck eines BSW-internen Streits um den Verbleib in der Thüringer Regierungskoalition hat die CDU ihren Ministerpräsidenten Mario Voigt als Landesparteichef bestätigt. Auf einem Parteitag in Eisenach erhielt Voigt am Samstag 84,1 Prozent der Stimmen, wie die CDU mitteilte. Voigt ist seit 2022 Landesvorsitzender der CDU Thüringen und seit 2024 Regierungschef einer Koalition mit SPD und BSW.

Wadephul kündigt bei Ukraine-Besuch weitere deutsche Hilfe und Gespräch mit Rubio an

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat der Ukraine bei einem Besuch in Kiew zusätzliche Unterstützung zugesagt. "Deutschland stellt jetzt zusätzliche 50 Millionen Euro für humanitäre Hilfe zur Verfügung", sagte Wadephul am Samstag bei einer Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Kollegen Andrij Sybiha in Kiew. Zugleich kündigte der Minister weitere Gespräche über zusätzliche Luftverteidigungssysteme für die Ukraine an. Anfang der Woche wolle er mit US-Außenminister Marco Rubio über diese Frage und die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges sprechen.

Textgröße ändern: