Pallade Veneta - Jahr 2024 beginnt mit Raketenangriffen auf Israel und weiterem Beschuss im Gazastreifen

Jahr 2024 beginnt mit Raketenangriffen auf Israel und weiterem Beschuss im Gazastreifen


Jahr 2024 beginnt mit Raketenangriffen auf Israel und weiterem Beschuss im Gazastreifen
Jahr 2024 beginnt mit Raketenangriffen auf Israel und weiterem Beschuss im Gazastreifen / Foto: - - AFP

Das neue Jahr hat in Israel mit Raketenangriffen der Hamas und im Gazastreifen mit weiterem Beschuss durch die israelische Armee begonnen. Die Angriffe auf den Süden Israels und die Stadt Tel Aviv begannen am Sonntag exakt um Mitternacht (Ortszeit, 22 Uhr MEZ), wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Israel stellt sich nach Angaben der Armee darauf ein, dass der Krieg "das ganze Jahr" 2024 andauern werde.

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Bei nächtlichen Angriffen der israelischen Armee im Gazastreifen starben nach palästinensischen Angaben mindestens 24 Menschen. Das israelische Militär wiederum bestätigte die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Tel Aviv und den Süden des Landes. In Tel Aviv wurden die Raketen den AFP-Journalisten zufolge vom Flugabwehrsystem abgefangen.

Viele der Menschen, die sich für Silvesterfeiern auf den Straßen versammelt hatten, versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. "Es war schrecklich. Verrückt, dass wir noch am Leben sind", sagte der 26-jährige Gabriel Zemelman, der mit Freunden in einer Bar in Tel Aviv feierte.

Der militärische Flügel der Hamas, die Essedin al-Kassam-Brigaden, bekannte sich in einem Video in Online-Netzwerken zu den Angriffen. Die radikalislamische Palästinenserorganisation erklärte, sie habe M90-Raketen als "Antwort auf die von Israel verübten Massaker an Zivilisten" eingesetzt. Die Hamas habe beschlossen, "das Jahr 2024 mit einem Raketenhagel auf Israel zu beginnen". Am Montag gab es auch im Norden Israels Luftalarm.

Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium im Gazastreifen erklärte, bei nächtlichen israelischen Angriffen auf Chan Junis und mindestens sieben weitere Städte in dem Küstenstreifen seien mindestens 24 Menschen getötet worden. Am Wochenende waren bereits mindestens 48 Tote gemeldet worden. Die israelische Armee erklärte am Sonntag, sie habe weitere Hamas-Tunnel entdeckt und in einem Kindergarten deponierte Sprengsätze entschärft.

Israels Armeesprecher Daniel Hagari sagte am Sonntagabend vor Journalisten, einige der 300.000 Reservisten würden eine Kampfpause einlegen, um sich auf "anhaltende Kämpfe" vorzubereiten. Die Armee müsse "vorausplanen, davon ausgehend, dass wir benötigt werden für zusätzliche Aufgaben und Kriegsführung über dieses ganze Jahr". Die Armee "passt die Planung für den Einsatz der Truppen in Gaza und das Reservistensystem an".

"Einige der Reservisten werden diese Woche zu ihren Familien und an die Arbeit zurückkehren", sagte der Armeesprecher. Dies werde "die Last für die Wirtschaft erheblich lindern" und den Reservisten "erlauben, Kräfte zu sammeln für die bevorstehenden Aktivitäten im nächsten Jahr, da die Kämpfe andauern werden und sie weiter gebraucht werden".

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte seine Landsleute schon am Samstag darauf eingestimmt, dass der Gaza-Krieg noch "viele Monate" dauern werde, "bis die Hamas ausgeschaltet ist und die Geiseln zurückgebracht werden".

Nach UN-Angaben befinden sich wegen der Kämpfe 85 Prozent der 2,4 Millionen Einwohner des Gazastreifens auf der Flucht. Das Risiko für Krankheiten und eine Hungersnot wächst. Am Samstag trafen 120 Lastwagen mit Hilfslieferungen ein.

Der 20-jährige Hamdan Abu Arab sagte, er hoffe auf ein besseres Jahr 2024. Kürzlich habe er sich mit Freunden daran erinnert, "wie wir früher ausgegangen und den letzten Tag des Jahres gefeiert haben. Aber dieses Jahr an Silvester gibt es nur Raketen und die sterblichen Überreste von Menschen".

Der 29-jährige Bassam Hana sagte, er sei "erschöpft", weil er "während diesem Krieg fünf Mal vertrieben" worden sei. "Wir hoffen, dass sich die Dinge 2024 bessern und dass wir leben können wie alle anderen menschlichen Wesen. Zur Zeit leben wir wie Tiere."

Israel und die Hamas befinden sich seit fast drei Monaten im Krieg. Am 7. Oktober waren hunderte Kämpfer der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas nach Israel eingedrungen und hatten Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt. Nach israelischen Angaben wurden etwa 1140 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt, von denen sich 129 noch in der Gewalt der Hamas befinden sollen.

Israel bombardiert seither Ziele im Gazastreifen und begann eine Bodenoffensive. Laut Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seit Kriegsbeginn bis Montag mindestens 21.978 Menschen im Gazastreifen getötet, darunter vor allem Frauen und Kinder.

Nach Angaben der israelischen Armee starben bislang 172 ihrer Soldaten beim Einsatz im Gazastreifen.

Katar und Ägypten, die für Ende November eine einwöchige Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas ausgehandelt hatten, bemühen sich derzeit um eine weitere Feuerpause und die Freilassung weiterer Geiseln.

A.Rispoli--PV

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