Pallade Veneta - SPD-Fraktion erhöht wegen Bauernprotesten Druck für Reform der Schuldenbremse

SPD-Fraktion erhöht wegen Bauernprotesten Druck für Reform der Schuldenbremse


SPD-Fraktion erhöht wegen Bauernprotesten Druck für Reform der Schuldenbremse

Angesichts der bundesweiten Bauernproteste gegen die Subventionskürzungen beim Agrardiesel erhöht die SPD-Bundestagsfraktion den Druck auf den Koalitionspartner FDP für eine rasche Reform der Schuldenbremse. So sollen mehr Spielräume für Investitionen geschaffen werden, heißt es in einer internen Vorlage für die Klausurtagung der Bundestagsfraktion, aus der die "Süddeutsche Zeitung" zitiert. "Die Schuldenbremse in ihrer jetzigen Form ist nicht mehr zeitgemäß".

Textgröße ändern:

Die derzeit "starren Regeln" seien ein "Wohlstandsrisiko für jetzige und kommende Generationen", weil sie nicht genug Spielräume für starke Zukunftsinvestitionen ermöglichten. Daher solle im Bundestag zügig ein "haushaltspolitischer Zukunftsdeal" erarbeitet werden. Dieser solle das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem November berücksichtigen, nach dem im Etat 2024 eine zweistellige Milliardenlücke geschlossen werden muss.

Auf Druck der FDP hat die Ampelkoalition beschlossen, die Schuldenbremse für 2024 trotzdem zunächst nicht auszusetzen. Stattdessen plant sie massive Kürzungen - unter anderem bei den Subventionen für Landwirte. Angesichts massiver Proteste nahm sie vergangene Woche einen Teil ihrer Kürzungspläne im Agrarbereich aber wieder zurück.

Vielen Bauern geht der Schritt jedoch nicht weit genug. Sie protestieren seit Montag unter anderem mit bundesweiten Straßenblockaden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte an, trotz der Proteste an den Kürzungen festhalten zu wollen. "Die Bundesregierung steht dazu", sagte er. Das Vorhaben soll "in sehr kurzer Zeit" im Bundestag zur Abstimmung stehen, bekräftigte Scholz.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Vor Stichwahl in Brasilien: Lula und Bolsonaro wollen Ausschluss des jeweils anderen erreichen

Im jüngsten Eklat vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien ziehen beide Kandidaten vor Gericht, um den Ausschluss des jeweils anderen zu bewirken. Am Dienstag (Ortszeit) forderten sowohl Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva als auch sein Herausforderer Flávio Bolsonaro laut Gerichtsunterlagen und Angaben von Wahlkampfmitarbeitern die Annullierung der Kandidatur des jeweils anderen wegen angeblichen Fehlverhaltens in den Onlinediensten. Wenige Tage vor der Stichwahl wird der Wahlkampf zunehmend erbittert geführt.

Verkehrsminister der Länder treffen sich ab Mittwoch in Bayern

Die Verkehrsminister der Länder treffen sich ab Mittwoch zu einer zweitägigen Verkehrsministerkonferenz im bayerischen Hohenschwangau. Auf dem Programm stehen vor allem Finanzierungsfragen rund um den öffentlichen Nahverkehr: Die Belastung für die Verkehrsunternehmen durch die Schienenmaut und eine mögliche Anhebung der Regionalisierungsmittel. Auch wollen die Minister unter anderem über das Niedrigwasser in deutschen Flüssen und die Zukunft des autonomen Fahrens beraten.

Trump drängt Selenskyj zu Abkommen mit Russland - Witkoff am Mittwoch bei Putin

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut zu einer Friedenseinigung mit Russland gedrängt. Selenskyj müsse mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin "ein Abkommen schließen", sagte Trump am Dienstag in Washington. Dies sei auch in Selenskyjs eigenem Interesse. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff reist nach seinem Gespräch mit Selenskyj in Oslo nach Russland weiter, wo er am Mittwoch Kreml-Chef Wladimir Putin treffen will.

Selenskyj: Kiew muss bei möglichem Ukraine-Gipfel von Putin, Trump und Xi dabei sein

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Ukraine-Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der seines Landes seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Textgröße ändern: