Pallade Veneta - Dutzende Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen

Dutzende Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen


Dutzende Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen
Dutzende Tote nach israelischen Angriffen im Gazastreifen / Foto: - - AFP

Bei Angriffen im zentralen und südlichen Gazastreifen sind nach Angaben Israels und der Hamas in der Nacht zum Freitag Dutzende Menschen getötet worden. Sieben "Terroristen" seien in Chan Junis im Süden und 20 weitere in Maghasi im Zentrum des Gazastreifens getötet worden, darunter Offiziere der Hamas-Spezialeinheit Nukhba, erklärte das israelische Militär am Freitag. Das Gesundheitsministerium der Hamas meldete mindestens 59 Tote und Dutzende Verletzte.

Textgröße ändern:

Ein AFP-Journalist berichtete von heftigem Artilleriebeschuss zwischen Rafah an der Südspitze des Palästinensergebiets und der südlichen Großstadt Chan Junis in der Nacht auf Freitag, wo sich derzeit zahlreiche vor israelischen Angriffen aus dem Norden geflüchtete Zivilisten aufhalten, sowie von schwarzem Rauch über dem Gebiet.

Laut dem israelischen Militär hatte einer der in Chan Junis getöteten Offiziere "an dem Massaker vom 7. Oktober teilgenommen". Zudem informierte die Armee über einen Drohnenangriff in der Ortschaft Bureidsch.

Im Nadscher-Krankenhaus in Rafah zeigte ein junger Mann AFPTV in Plastikplanen gewickelte Leichen. "Die Frauen sind Witwen, die Kinder sind Waisen. Kümmert sich jemand um uns? Warum schweigen alle?", fragte er.

Nach von unabhängiger Seite nicht überprüfbaren Angaben der radikalislamischen Hamas sind seit Beginn des Kriegs im Gazastreifen mehr als 23.700 Menschen getötet und mehr als 60.000 weitere verletzt worden.

Laut der Hilfsorganisation Oxfam ist die Anzahl der Toten mit durchschnittlich 250 pro Tag im Gazakrieg "signifikant höher" als "in jedem anderen Konflikt der vergangenen Zeit". Die humanitäre Lage der 2,4 Millionen Einwohner werde durch die kalten Temperaturen noch verschlimmert, hieß es von der Hilfsorganisation weiter.

Der Krieg zwischen Israel und der Hamas dauert nun schon fast 100 Tage an. Ausgelöst wurde er am 7. Oktober durch einen brutalen Angriff der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas in Israel, bei dem hunderte Kämpfer Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübten. Nach israelischen Angaben wurden etwa 1140 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel erklärte der Hamas daraufhin den Krieg und greift seither Ziele im Gazastreifen massiv an.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

SPD besteht bei Steinmeier-Nachfolge auf Nominierung einer Frau

In der Diskussion um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besteht die SPD darauf, dass die Koalition eine Frau für das höchste Staatsamt nominiert. "Es ist höchste Zeit für eine Frau im Amt als Bundespräsidentin", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe).

Merz besucht Hürtgenwald nach schwerem Waldbrand

Rund eine Woche nach dem schweren Waldbrand bei Hürtgenwald besucht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag die Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. Merz wolle sich bei den Einsatzkräften bedanken, teilte ein Regierungssprecher am Freitag mit. Er werde mit den Helferinnen und Helfern sprechen und sich über den Einsatzverlauf sowie über die Lage vor Ort informieren.

Scheidende Trump-Sprecherin Leavitt schließt sich Maga-Organisation an

US-Präsidentensprecherin Karoline Leavitt will sich nach ihrem angekündigten Ausscheiden aus dem Amt einer politischen Unterstützerorganisation für Donald Trump anschließen. Die 28-Jährige kündigte am Freitag an, dass sie zu der Organisation Maga Inc. zurückkehren werde. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Super-PAC - eine Art politisches Aktions- und Spendenkomitee, das sich für Trump einsetzt.

Wadephul schließt neue Sanktionen gegen Israel nicht aus

Angesichts umstrittener Ankündigungen und Äußerungen der israelischen Regierung hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) für entschiedene Maßnahmen plädiert. Neue Sanktionen gegen Israel seien dabei kein Tabu, sagte er der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Samstagsausgaben).

Textgröße ändern: