Pallade Veneta - Familie: Iranische Nobelpreisträgerin zu weiterer Haftstrafe verurteilt

Familie: Iranische Nobelpreisträgerin zu weiterer Haftstrafe verurteilt


Familie: Iranische Nobelpreisträgerin zu weiterer Haftstrafe verurteilt
Familie: Iranische Nobelpreisträgerin zu weiterer Haftstrafe verurteilt / Foto: Fredrik Varfjell - NTB/AFP

Die bereits inhaftierte iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Familie wegen mutmaßlicher Propaganda gegen den Staat zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden. Das Revolutionsgericht verurteilte Mohammadi nach einem Prozess, den sie boykottiert hatte, zu einer Gefängnisstrafe von 15 Monaten, wie ihre Familie am Montag auf der Onlineplattform Instagram mitteilte. Zudem darf sie sich nach ihrer Haftentlassung zwei Jahre lang nicht in Teheran niederlassen, das Land nicht verlassen und kein Smartphone benutzen.

Textgröße ändern:

Das Urteil gleiche einer "politischen Erklärung", kritisierte die Familie. Ihr zufolge wurde Mohammadi vorgeworfen, wiederholt die öffentliche und individuelle Meinung gegen die iranische Regierung aufgebracht zu haben, "um Chaos und Unruhe zu stiften".

Laut der Familie ist es bereits die fünfte Verurteilung Mohammadis seit März 2021. Die Strafen summieren sich mittlerweile demnach auf zwölf Jahre und drei Monate Haft, 154 Peitschenhiebe, ein zweijähriges Exil sowie verschiedene soziale und politische Einschränkungen.

Mohammadi spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Kopftuchzwang sowie gegen die Todesstrafe im Iran. Deswegen wurde sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten wiederholt inhaftiert. Seit November 2021 ist sie wegen mutmaßlicher Propaganda gegen den Staat im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis in Haft.

Für ihren Einsatz wurde Mohammadi Anfang Oktober 2023 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Unterdessen teilte die iranische Justiz mit, ein neues Verfahren gegen zwei am Sonntag freigelassene Journalistinnen eingeleitet zu haben. Auf der Website der Behörde hieß es, die beiden Frauen hätten sich auf Fotos nach ihrer Freilassung "ohne Hidschab" gezeigt - was im Iran verboten ist.

Die beiden Journalistinnen waren im Jahr 2022 wegen ihrer Berichterstattung über den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini festgenommen worden und wegen Kollaboration mit den USA, Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes und Propaganda gegen den Staat zu Haftstrafen verurteilt worden. Gegen die Zahlung einer Kaution waren sie "vorübergehend" aus dem Evin-Gefängnis in Teheran freigelassen worden.

C.Conti--PV

Empfohlen

Verkehrsminister der Länder treffen sich ab Mittwoch in Bayern

Die Verkehrsminister der Länder treffen sich ab Mittwoch zu einer zweitägigen Verkehrsministerkonferenz im bayerischen Hohenschwangau. Auf dem Programm stehen vor allem Finanzierungsfragen rund um den öffentlichen Nahverkehr: Die Belastung für die Verkehrsunternehmen durch die Schienenmaut und eine mögliche Anhebung der Regionalisierungsmittel. Auch wollen die Minister unter anderem über das Niedrigwasser in deutschen Flüssen und die Zukunft des autonomen Fahrens beraten.

Trump drängt Selenskyj zu Abkommen mit Russland - Witkoff am Mittwoch bei Putin

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut zu einer Friedenseinigung mit Russland gedrängt. Selenskyj müsse mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin "ein Abkommen schließen", sagte Trump am Dienstag in Washington. Dies sei auch in Selenskyjs eigenem Interesse. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff reist nach seinem Gespräch mit Selenskyj in Oslo nach Russland weiter, wo er am Mittwoch Kreml-Chef Wladimir Putin treffen will.

Selenskyj: Kiew muss bei möglichem Ukraine-Gipfel von Putin, Trump und Xi dabei sein

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Ukraine-Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der seines Landes seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Selenskyj: Ukraine muss an möglichem Treffen von Putin, Trump und Xi teilnehmen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der Ukraine seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Das sei "absolut klar".

Textgröße ändern: