Pallade Veneta - Von der Leyen mahnt in Davos weitere Ukraine-Hilfen an

Von der Leyen mahnt in Davos weitere Ukraine-Hilfen an


Von der Leyen mahnt in Davos weitere Ukraine-Hilfen an
Von der Leyen mahnt in Davos weitere Ukraine-Hilfen an / Foto: Hannes P Albert - POOL/AFP

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos weitere Unterstützung für die Ukraine angemahnt. "Die Ukraine benötigt Planbarkeit bei der Finanzierung im gesamten Jahr 2024 und darüber hinaus", sagte von der Leyen am Dienstag in einer Rede in dem Schweizer Alpenort. Kiew brauche zudem "ausreichende und kontinuierliche Waffenlieferungen, um die Ukraine zu verteidigen und ihr rechtmäßiges Hoheitsgebiet zurückzuerobern".

Textgröße ändern:

Die Ukraine könne im Krieg gegen Russland bestehen, betonte von der Leyen. "Aber wir müssen sie in ihrem Widerstand weiter stärken." Auf die wachsende Kritik an den Ukraine-Hilfen in den USA und in Teilen Europas ging sie nicht ein.

Von der Leyen hat der Ukraine ein europäisches Hilfspaket von 50 Milliarden Euro für die kommenden vier Jahre in Aussicht gestellt. Ungarn verhinderte mit seinem Veto auf dem EU-Gipfel im Dezember aber einen Beschluss. Am 1. Februar ist dazu ein Sondergipfel in Brüssel angesetzt.

Das Europaparlament warnte die EU-Staaten vor "Ukraine-Müdigkeit", wie aus einer fraktionsübergreifenden Erklärung hervorgeht, die bei der Plenarsitzung in Straßburg veröffentlicht wurde. "Die Sicherheit des gesamten europäischen Kontinents hängt davon ab, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnt", heißt es in dem Text, den unter anderem der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber (CSU) und die Grünen-Chefs Philippe Lamberts und Terry Reintke unterzeichnet haben.

Der Europaabgeordnete Michael Gahler (CDU) nannte es in der Debatte "skandalös", dass die EU ihre Rüstungskapazitäten nicht ausreichend aufgestockt habe, um der "russisch-nordkoreanisch-iranisch-chinesischen Rüstungsunion" etwas entgegenzusetzen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dürfe zudem nicht weiter persönlich die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an Kiew blockieren, sagte Gahler. "Deutschland ist keine Ein-Mann-Demokratie."

Scharfe Kritik gab es von Abgeordneten auch daran, dass die EU ihre Munitionszusage an die Ukraine verfehlt. "Wir sind noch nicht einmal in der Lage, die zugesagte eine Million Geschosse zu liefern", sagte der Liberalen-Abgeordnete Guy Verhofstadt.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Trump drängt Selenskyj zu Abkommen mit Russland - Witkoff am Mittwoch bei Putin

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut zu einer Friedenseinigung mit Russland gedrängt. Selenskyj müsse mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin "ein Abkommen schließen", sagte Trump am Dienstag in Washington. Dies sei auch in Selenskyjs eigenem Interesse. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff reist nach seinem Gespräch mit Selenskyj in Oslo nach Russland weiter, wo er am Mittwoch Kreml-Chef Wladimir Putin treffen will.

Selenskyj: Kiew muss bei möglichem Ukraine-Gipfel von Putin, Trump und Xi dabei sein

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Ukraine-Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der seines Landes seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Selenskyj: Ukraine muss an möglichem Treffen von Putin, Trump und Xi teilnehmen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der Ukraine seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Das sei "absolut klar".

Kurz vor Stichwahl in Brasilien: Lula fordert Annullierung von Bolsonaros Kandidatur

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien will Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva vor Gericht einen Ausschluss seines Herausforderers Flávio Bolsonaro erreichen. Lulas Wahlkampfteam werde vor dem Obersten Wahlgericht beantragen, dass Bolsonaros Kandidatur wegen mutmaßlicher Einflussnahme des US-Technologiekonzerns Meta zu seinen Gunsten annulliert wird, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus dem Umfeld des Präsidenten.

Textgröße ändern: