Pallade Veneta - Zeiger der Weltuntergangsuhr bleiben bei 90 Sekunden vor Mitternacht

Zeiger der Weltuntergangsuhr bleiben bei 90 Sekunden vor Mitternacht


Zeiger der Weltuntergangsuhr bleiben bei 90 Sekunden vor Mitternacht
Zeiger der Weltuntergangsuhr bleiben bei 90 Sekunden vor Mitternacht / Foto: Handout - Hastings Group Media/AFP

Die sogenannte Weltuntergangsuhr, mit der Forscher auf die Gefahren für die Menschheit aufmerksam machen, ist am Dienstag erneut auf 90 Sekunden vor Mitternacht gestellt worden. Damit setzte die Organisation "Bulletin of the Atomic Scientists" die Zeiger der symbolischen Uhr wegen der Bedrohung einer möglichen atomaren Eskalation im Krieg in der Ukraine und der Klimakrise auf dieselbe Position wie im Vorjahr - so weit wie in den Jahren 2023 und 2024 waren die Zeiger in der 75-jährigen Geschichte der Uhr nie vorgerückt.

Textgröße ändern:

"Die Trends deuten weiter unheilvoll auf eine globale Katastrophe hin" sagte Rachel Bronson, Präsidentin und Geschäftsführerin des "Bulletin of the Atomic Scientists". Die Vorstandsmitglieder der Organisation entscheiden jedes Jahr, auf welche Zeit die Weltuntergangsuhr (englisch: Doomsday Clock) gestellt wird.

"Der Krieg in der Ukraine stellt ein allgegenwärtiges Risiko einer nuklearen Eskalation dar, und die Angriffe vom 7. Oktober in Israel und der Krieg im Gazastreifen sind ein weiteres Beispiel für die Schrecken eines modernen Krieges, auch ohne nukleare Eskalation", fuhr Bronson fort. Länder mit Atomwaffen bauen ihr Arsenal nach Angaben der Organisation noch aus. Derweil sei das vergangene Jahr mit massiven Überschwemmungen, Bränden und anderen Katastrophen das heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen.

Bronson wies auch darauf hin, dass sich die biologische Forschung zur Verhinderung künftiger Pandemien "als nützlich erwiesen" habe, aber auch das Risiko berge, "eine Pandemie auszulösen". Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) würfen überdies Fragen auf, wie eine Technologie zu kontrollieren sei, die "die Zivilisation auf unzählige Arten bedrohen oder verbessern könnte".

In ihrem Gründungsjahr 1947 wurde die Uhr auf sieben Minuten vor Mitternacht gestellt. Nach dem Ende des Kalten Krieges stellten die Forscher die Zeiger auf die bisher am weitesten entfernte Uhrzeit vor Mitternacht ein: 23.43 Uhr und damit 17 Minuten vor Mitternacht.

"Bulletin of the Atomic Scientists" gibt ein gleichnamiges Fachmagazin heraus, das 1945 vom Physiker Albert Einstein und weiteren Wissenschaftlern wie J. Robert Oppenheimer gegründet worden war.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Ermittlungen zu Gaza-Hilfsflotte: Türkei erlässt internationalen Haftbefehl gegen Netanjahu

Weitere Verschärfung der Spannungen zwischen der Türkei und Israel: Im Rahmen von Ermittlungen zu der Behandlung von Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte hat die Türkei einen internationalen Haftbefehl gegen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu erlassen. Der türkische Justizminister Akin Gürlek teilte am Freitag im Onlinedienst X mit, Netanjahu und ein weiterer israelische Staatsbürger würden der "Verbrechen gegen die Menschlichkeit, des Völkermords, der schweren Freiheitsberaubung" sowie weiterer Vergehen beschuldigt, darunter Folter. Netanjahus Büro bezeichnete Erdogan daraufhin als "antisemitischen Diktator".

Mindestens sechs Tote bei russischem Angriff auf Einkaufszentrum in der Ukraine

Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum im Zentrum der Ukraine sind nach ukrainischen Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. 91 weitere Menschen wurden nach Angaben der Regionalverwaltung bei dem Angriff in der Stadt Krywyj Rih am Freitag verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff auf seine Heimatstadt als "zynisch und verabscheuungswürdig".

Ukraine-Koalition berät am Montag - Teilnehmer treffen sich in Kiew

Staats- und Regierungschefs der sogenannten Koalition der Willigen werden am Montag über die weitere Unterstützung für die Ukraine beraten. Wie der Élysée-Palast in Paris am Freitag mitteilte, wird das Treffen im "hybriden Format" stattfinden - also mit einigen Teilnehmern vor Ort und anderen per Video zugeschaltet. Ein EU-Vertreter erklärte, rund zehn Teilnehmer würden für das Treffen nach Kiew reisen, unter ihnen EU-Ratspräsident António Costa.

"Wirtschaftskrieg" gegen Teheran: China lehnt "illegale einseitige Sanktionen" ab

Als einer der wichtigsten Handelspartner des Iran hat China den von den USA angekündigten "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran als unangemessen zurückgewiesen. "Sanktionen und Druck werden nicht dazu beitragen, das Problem zu lösen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, am Freitag in Peking. Derweil sagte der iranische Präsident Massud Peseschkian, er sehe sein Land derzeit in einer "Position der Stärke".

Textgröße ändern: