Pallade Veneta - 19 Millionen Euro Schaden: Zahnarzt in Nürnberg wegen Abrechnungsbetrugs angeklagt

19 Millionen Euro Schaden: Zahnarzt in Nürnberg wegen Abrechnungsbetrugs angeklagt


19 Millionen Euro Schaden: Zahnarzt in Nürnberg wegen Abrechnungsbetrugs angeklagt
19 Millionen Euro Schaden: Zahnarzt in Nürnberg wegen Abrechnungsbetrugs angeklagt / Foto: PAUL J. RICHARDS - AFP

Weil er durch Betrug der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayern einen Schaden von mehr als 19 Millionen Euro verursacht haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg einen Zahnarzt angeklagt. Der Mann sei wegen Abrechnungsbetrugs in 20 Fällen zum Landgericht Nürnberg-Fürth angeklagt worden, teilte die Ermittlungsbehörde am Donnerstag mit.

Textgröße ändern:

Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen gehe in ihrer Anklage davon aus, dass der Zahnarzt in einer Bande mit weiteren Zahnärzten und Verwaltungsangestellten in den Jahren 2013 bis 2017 nicht abrechenbare ärztliche Leistungen abrechnete.

Im Kern gehe es darum, dass mehrere südbayerische Zahnkliniken nach außen in Form von Praxisgemeinschaften auftraten, obwohl die Zahnärzte tatsächlich Angestellte des Angeschuldigten waren. Sollte sich dies bestätigen, hätten wegen eines Missbrauchs der Kooperationsform sämtliche zahnärztliche Leistungen nicht abgerechnet werden dürfen. Dies erklärt den hohen Schadensbetrag.

Außerdem soll der angeklagte Zahnarzt Leistungen für eigene Arbeit abgerechnet haben, obwohl er selbst nicht mehr als Zahnarzt tätig gewesen sein soll. Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Anzeige eines angestellten Arztes bei der Polizei. Der Angeschuldigte äußerte sich bisher nicht. Über die Zulassung der Anklage muss das Landgericht Nürnberg-Fürth entscheiden.

L.Barone--PV

Empfohlen

Selenskyj: Ukraine muss an möglichem Treffen von Putin, Trump und Xi teilnehmen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der Ukraine seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Das sei "absolut klar".

Kurz vor Stichwahl in Brasilien: Lula fordert Annullierung von Bolsonaros Kandidatur

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien will Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva vor Gericht einen Ausschluss seines Herausforderers Flávio Bolsonaro erreichen. Lulas Wahlkampfteam werde vor dem Obersten Wahlgericht beantragen, dass Bolsonaros Kandidatur wegen mutmaßlicher Einflussnahme des US-Technologiekonzerns Meta zu seinen Gunsten annulliert wird, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus dem Umfeld des Präsidenten.

Nach massiven Ausschreitungen: Neue nächtliche Ausgangssperren in französischen Städten

Nach den landesweiten Gewaltausbrüchen am Wochenende in Frankreich sind die nächtlichen Ausgangssperren in Paris und mehreren anderen Städten verlängert worden. In Paris gelten die Einschränkungen von Dienstag 23.00 Uhr bis Mittwoch 06.00 Uhr rund um die Place de la République und für das Einkaufsviertel Les Halles, wie die Polizeipräfektur in der Hauptstadt mitteilte.

UNO verurteilt Gewalt bei Protesten in europäischen Städten

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat sich besorgt gezeigt angesichts der Gewalt in der Folge von Protesten in mehreren europäischen Städten. "Die großen Demonstrationen in Albanien, Belgien, Frankreich, Italien und Portugal sorgen für Beunruhigung bezüglich der Menschenrechte", erklärte Türk am Dienstag. "Ich verurteile alle Gewalttaten und rufe alle beteiligten Parteien auf, die Spannungen zu senken und jegliche neue Gewalt zu verhindern."

Textgröße ändern: