Pallade Veneta - 20.000 Menschen demonstrieren in Madrid gegen Israels Militäreinsatz im Gazastreifen

20.000 Menschen demonstrieren in Madrid gegen Israels Militäreinsatz im Gazastreifen


20.000 Menschen demonstrieren in Madrid gegen Israels Militäreinsatz im Gazastreifen
20.000 Menschen demonstrieren in Madrid gegen Israels Militäreinsatz im Gazastreifen / Foto: LLUIS GENE - AFP

In der spanischen Hauptstadt Madrid haben tausende Menschen gegen das Vorgehen der israelischen Armee gegen die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas demonstriert. An der Spitze des Protestzugs trugen Teilnehmende ein Transparent mit der Aufschrift "Stoppt den Genozid in Palästina". Viele schwenkten palästinensische Flaggen. Nach Behördenangaben nahmen etwa 20.000 Menschen an der Kundgebung teil.

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Die Demonstrierenden riefen Slogans wie "Wo bleiben die Sanktionen gegen Israel". Einige riefen zum Boykott Israels auf.

Spanien gehört innerhalb der EU zu den schärfsten Kritikern des israelischen Militäreinsatzes im Gazastreifen. Im November hatte Israel seine Botschafterin in Madrid zu Konsultationen heim beordert, nachdem Spaniens linksgerichteter Regierungschef Pedro Sánchez Israel vorgeworfen hat, sich bei seinem Militäreinsatz im Gazastreifen nicht an internationales Recht zu halten. Im Januar kehrte die israelische Botschafterin nach Madrid zurück.

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hatte bei ihrem brutalen Großangriff am 7. Oktober auf Israel nach israelischen Angaben etwa 1140 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor, erklärtes Ziel ist die Zerstörung der Hamas.

Nach jüngsten Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seit dem Beginn der israelischen Offensive mehr als 26.250 Menschen in dem Palästinensergebiet getötet. Ein Großteil der Bevölkerung des Palästinensergebietes musste fliehen.

Nach einer Klage Südafrikas wegen des Vorwurfs des "Völkermords" hatte der Internationalen Gerichtshof (IGH) Israel am Freitag in einer vorläufigen Entscheidung aufgefordert, alles dafür tun, dass es bei seinem Militäreinsatz im Gazastreifen nicht zu einem "Völkermord" komme. Zudem verlangten die Richter von Israel, "dringend benötigte" humanitäre Hilfe für die Zivilisten in das Palästinensergebiet zuzulassen. Eine sofortige Waffenruhe ordneten sie nicht an.

L.Guglielmino--PV

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