Pallade Veneta - Macron-Vertrauter von Vorwürfen der Scheinbeschäftigung freigesprochen

Macron-Vertrauter von Vorwürfen der Scheinbeschäftigung freigesprochen


Macron-Vertrauter von Vorwürfen der Scheinbeschäftigung freigesprochen
Macron-Vertrauter von Vorwürfen der Scheinbeschäftigung freigesprochen / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP

Der ehemalige französische Minister François Bayrou ist am Montag von Vorwürfen der Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder freigesprochen worden. Es sei "wahrscheinlich", aber nicht nachweisbar, dass der enge Vertraute von Präsident Emmanuel Macron davon gewusst habe, dass Mitarbeiter von EU-Abgeordneten tatsächlich für Parteiorgane gearbeitet hätten, urteilte ein Pariser Gericht. Nach dem Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" wurde Bayrou von allen Vorwürfen freigesprochen.

Textgröße ändern:

Acht von zehn weiteren Angeklagten, unter ihnen Ex-Justizminister Michel Mercier und mehrere EU-Abgeordnete, wurden hingegen zu Strafen von bis zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass mehrere Mitarbeiter von EU-Abgeordneten ihre Verträge nicht erfüllt hatten, sondern stattdessen für Parteiorgane im Einsatz waren.

Damit wird theoretisch Bayrous Weg zurück in die Regierung frei, die in Kürze aufgestockt werden soll. Bayrou, der selber drei Mal bei der Präsidentschaftswahl angetreten war, hatte 2017 Macron Stimmen der Mitte verschafft und ihm damit zum Sieg verholfen. Macron ernannte Bayrou anschließend zum Justizminister.

Wegen der Affäre um die Scheinbeschäftigungen mussten Bayrou und zwei weitere Ministerinnen seiner Partei die Regierung nach wenigen Wochen verlassen. Seitdem sind die Regeln für Regierungsmitglieder, die ins Visier der Justiz geraten, allerdings deutlich gelockert worden.

Das Verfahren gegen Bayrou und die übrigen Angeklagten beruhte auf der Anzeige einer Abgeordneten der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National (RN). Es war eine Antwort auf die damals aufgenommenen Ermittlungen gegen den RN und deren damalige Parteichefin Marine Le Pen in einer ähnlichen Affäre. Le Pen muss sich deswegen im kommenden Herbst vor Gericht verantworten.

"Für mich endet ein Alptraum von sieben Jahren", sagte der 72 Jahre alte Bayrou nach der Urteilsverkündung. Er hatte die Vorwürfe immer zurückgewiesen.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

"Das sind keine beliebten Projekte": Warken will an Reformkurs festhalten

Das Kanzleramt will trotz der schlechten Umfragewerte für die Koalition am Reformkurs der Regierung festhalten. "Das sind alles keine beliebten Projekte, sie sind aber notwendig", sagte Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Sie räumte ein, dass die Reformvorhaben etwa bei der Rente oder der Pflege "auch zu Einschnitten bei den Bürgerinnen und Bürgern" führten. "Dafür braucht es Mut, und dafür ist man dann nicht unbedingt auch beliebt - aber darum geht es auch nicht, sondern es muss jetzt gehandelt werden."

Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong schuldig gesprochen

In Hongkong sind zwei Organisatoren von Mahnwachen zum Gedenken an die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 der "Anstiftung zur Subversion" schuldig gesprochen worden. Die 41-jährige Chow Hang-tung und der 69-jährige Lee Cheuk-yan hätten andere Menschen zu "illegalen" Aktionen angestachelt, hieß es in dem am Freitag in der chinesischen Sonderverwaltungszone veröffentlichten Urteil. Damit drohen den beiden Demokratie-Aktivisten jeweils bis zu zehn Jahre Haft.

IS-Anhängerin soll Anschlag auf Parlament von Bundesstaat New York geplant haben

Eine Anhängerin der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) soll einen Anschlag auf das Parlamentsgebäude des US-Bundesstaates New York geplant haben. Die Frau wurde wegen Terrorismus-Verdachts angeklagt, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Demnach sagte die 35-Jährige einem Informanten der US-Bundespolizei FBI, dass sie das Kapitol in der Bundesstaat-Hauptstadt Albany "zerstören" und "Senatoren töten" wolle.

Melania Trump scherzt über Abwesenheit: "Ich habe gehört, Ihr habt mich vermisst"

Nach Spekulationen über ihre längere Abwesenheit hat sich US-Präsidentengattin Melania Trump am Donnerstag wieder in der Öffentlichkeit gezeigt: "Ich habe gehört, Ihr habt mich vermisst", scherzte die 56-Jährige bei einer Veranstaltung im Rosengarten des Weißen Hauses in Washington. "Hier bin ich."

Textgröße ändern: