Pallade Veneta - Bauernverband kritisiert geplantes Verbot der Anbindehaltung scharf

Bauernverband kritisiert geplantes Verbot der Anbindehaltung scharf


Bauernverband kritisiert geplantes Verbot der Anbindehaltung scharf
Bauernverband kritisiert geplantes Verbot der Anbindehaltung scharf / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Der Deutsche Bauernverband kündigt Widerstand gegen die Gesetzespläne von Bundeswirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) an, die Anbindehaltung von Rindern grundsätzlich bis auf wenige Ausnahmen zu verbieten. "Das ist Strukturpolitik mit der Brechstange", sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken der "Augsburger Allgemeinen" vom Donnerstag. Es sei unverständlich, dass ausgerechnet jetzt den Landwirten ein weiteres Bündel von Auflagen aufgebürdet werden solle.

Textgröße ändern:

Der Gesetzentwurf stehe im Widerspruch zu Ankündigungen von Bürokratieabbau und Entlastungen der Landwirte, argumentierte Krüsken. Er forderte die Bundesregierung auf, einen Kompromissvorschlag aus Bayern aufzugreifen, statt eines Verbots den freiwilligen Umstieg der Betriebe auf Kombinations- und Laufstallhaltung zu fördern. "Die Betriebe brauchen eine Entwicklungsperspektive und das bayerische Modell mit der Kombihaltung ist dafür ein guter Weg", sagte der Bauernverbandsvertreter.

Die Zahl der Betriebe mit Anbindehaltung sinke ohnehin seit Langem, doch viele Höfe könnten die Umstellung auf einen Laufstall kaum bewältigen, fügte Krüsken hinzu. Ihnen fehle das Kapital oder schlichtweg der Platz.

Laut dem Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministerium soll für die vor allem in Süddeutschland übliche Anbindehaltung nur noch eine Übergangszeit von fünf Jahren gelten, um eine Umstellung zu ermöglichen. Für kleine Betriebe soll demnach die Ausnahme gelten, dass sie maximal 50 Weide-Rinder in der kalten Jahreszeit angebunden im Stall halten können, wenn diese mindestens zweimal in der Woche Zugang zu einem Freigelände haben.

Laut einer Studie des Thünen-Instituts gab es 2020 noch rund 17.300 Milchviehbetriebe, die ihre Kühe zumindest zeitweise im Stall anbanden. Das entsprach 35 Prozent aller Milchviehbetriebe und elf Prozent aller Milchkühe. In Bayern ist es nach Angaben des Bauernverbands jeder zweite Milchviehbetrieb.

A.Saggese--PV

Empfohlen

Starreporterin Christiane Amanpour hört bei CNN auf

Christiane Amanpour ist eine der profiliertesten Journalistinnen in den USA und wurde vielfach ausgezeichnet - nun verlässt die frühere Kriegsberichterstatterin ihren Haussender CNN nach rund 43 Jahren. Die 68-Jährige erklärte am Montag, sie habe nach "einigen schlaflosen Nächten" beschlossen, sich von CNN zu trennen. Ihre letzte Sendung soll im kommenden Juni ausgestrahlt werden.

SPD und Grüne in Berlin mit klaren Mehrheiten für Koalitionsverhandlungen mit Linken

Mit jeweils sehr großen Mehrheiten haben sich SPD und Grüne in Berlin für Koalitionsverhandlungen mit der Linken ausgesprochen. Trotz der anhaltenden Kritik auch aus ihren eigenen Bundesparteien stimmten die Gremien der Landesverbände am Montag für die Koalitionsverhandlungen. Bei der SPD entschied der Landesvorstand mit 26 Ja-Stimmen bei drei Nein-Stimmen dafür, bei den Grünen stimmten auf einem Landesausschuss 43 von 45 Delegierten für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen.

Nach Ausschreitungen: US-Regierung rät bei Frankreich-Reisen zur Vorsicht

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich hat die US-Regierung eigene Staatsbürger zur Vorsicht bei Reisen in das europäische Land aufgerufen. "Meiden Sie die Bereiche der Demonstrationen", hieß es in einem aktualisierten Reisehinweis des Außenministeriums in Washington vom Montag, den die US-Botschaft in Paris veröffentlichte. Darin wird auch auf nächtliche Ausgangssperren in Städten wie Paris und Lille verwiesen.

Wähler in kanadischen Provinz Alberta entscheiden über Referendum zu Unabhängigkeit

In der westkanadischen Provinz Alberta haben die Wähler am Montag darüber abgestimmt, ob ein Referendum über die Unabhängigkeit der ölreichen Provinz abgehalten werden soll oder nicht. "Kanada ist es wert, dass wir dafür kämpfen", schrieb der kanadische Regierungschef Mark Carney im Onlinedienst X. "Gehen Sie heute zur Wahl, stimmen Sie für Kanada". Die Wahllokale sollten um 20.00 Uhr (Ortszeit, 04.00 MESZ am Dienstag) schließen.

Textgröße ändern: