Pallade Veneta - Mehrere nächtliche israelische Luftangriffe auf Rafah

Mehrere nächtliche israelische Luftangriffe auf Rafah


Mehrere nächtliche israelische Luftangriffe auf Rafah
Mehrere nächtliche israelische Luftangriffe auf Rafah / Foto: MOHAMMED ABED - AFP

Bei erneuten nächtlichen Luftangriffen im Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe verstärkt Ziele in der Stadt Rafah im Süden des Palästinensergebiets ins Visier genommen. Ein AFP-Journalist berichtete von etwa zehn Luftangriffen auf Rafah in der Nacht zu Donnerstag, die insbesondere das Viertel al-Schabura getroffen hätten. Nach Angaben des von der islamistischen Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden bei den Angriffen 99 Menschen getötet.

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Nach Rafah nahe der Grenze zu Ägypten sind seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen vor mehr als vier Monaten mehr als eine Million Menschen geflüchtet. Laut Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu befinden sich in dem Gebiet im südlichen Gazastreifen die "letzten verbliebenen Bastionen der Hamas".

Am Donnerstag wird der Nahost-Berater von US-Präsident Joe Biden, Brett McGurk, zu Gesprächen über eine Waffenruhe im Gazastreifen sowie die Freilassung israelischer Geiseln aus der Gewalt der Hamas in Israel erwartet. McGurk war am Mittwoch in Kairo eingetroffen, wo weitere zwischen den USA, Ägypten und Katar vermittelte Gespräche mit der Hamas stattfanden. Auch der in Katar lebende Hamas-Chef Ismail Hanija hält sich derzeit in Kairo auf.

Gegenstand der Verhandlungen ist ein von den USA, Katar und Ägypten vorgelegter mehrstufiger Plan. Er sieht eine sechswöchige Waffenruhe im Gazastreifen vor, verbunden mit der Freilassung der israelischen Geiseln und weiterer humanitärer Hilfslieferungen in das Palästinensergebiet.

Die Hamas fordert einen Waffenstillstand und einen israelischen Rückzug aus dem Küstenstreifen. Israel seinerseits will seine Offensive so lange fortsetzen, bis die Hamas vernichtet ist und alle israelischen Geiseln befreit sind. Nach israelischen Angaben werden im Gazastreifen noch immer 130 Menschen festgehalten, darunter Frauen, Kinder und alte Menschen. 30 von ihnen sollen tot sein.

Ausgelöst worden war der Krieg zwischen Israel und der Hamas durch den Großangriff der islamistischen Palästinenserorganisation auf Israel am 7. Oktober. Kämpfer der von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuften Hamas waren damals nach Israel eingedrungen und hatten dort Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt. Israelischen Angaben zufolge wurden dabei etwa 1160 Menschen getötet und rund 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Als Reaktion auf den Angriff der Hamas hatte Israel deren Vernichtung als Ziel ausgegeben. Bei dem massiven Militäreinsatz im Gazastreifen wurden nach jüngsten Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, mehr als 29.313 Menschen getötet.

D.Vanacore--PV

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