Pallade Veneta - Spanische Medien: Übergelaufener Pilot von russischen Auftragsmördern erschossen

Spanische Medien: Übergelaufener Pilot von russischen Auftragsmördern erschossen


Spanische Medien: Übergelaufener Pilot von russischen Auftragsmördern erschossen
Spanische Medien: Übergelaufener Pilot von russischen Auftragsmördern erschossen / Foto: Handout - UKRAINE'S GUR MILITARY INTELLIGENCE AGENCY/AFP/Archiv

Der in die Ukraine übergelaufene und in Spanien tot aufgefundene russische Pilot ist spanischen Medien zufolge von russischen Auftragsmördern erschossen worden. "Die spanischen Geheimdienste haben keinen Zweifel daran, dass der lange Arm des Kreml hinter diesem beispiellosen Verbrechen in Spanien steckt: dem Mord an Maxim Kusminow in Alicante", berichtete die Zeitung "El País" am Donnerstag.

Textgröße ändern:

Die einzige Frage sei dem Geheimdienst zufolge, "ob die Operation vom SVR, dem Sicherheitsdienst FSB oder dem russischen Geheimdienst GRU ausgeführt wurde", berichtet die Zeitung weiter. Beweise zu erhalten werde jedoch "sehr schwierig" sein. Diplomatenkreise forderten demnach, dass Spanien "energisch reagieren" müsse, sollte sich eine Beteiligung Moskaus in den Fall bestätigen.

Der russische Auslandsgeheimdienst SVR hatte die Nachricht von Kusminows Tod begrüßt - eine Beteiligung Moskaus jedoch weder bestätigt noch dementiert.

Die Leiche des 33-Jährigen war am 13. Februar im südspanischen Villajoyosa gefunden worden, wohin Kusminow umgezogen war, nachdem er nach seiner Flucht die ukrainische Staatsbürgerschaft erhalten hatte.

Kusminow war im August mit seinem Mi-8-Hubschrauber in die Ukraine geflogen und hatte sich gegen die russische Militäroffensive ausgesprochen. Zwei weitere Russen, die mit an Bord des Hubschraubers waren, wurden getötet, als sie nach der Landung in der Ukraine zu fliehen versuchten.

Spanischen Medien zufolge wurde Kusminows Identität anhand seiner Fingerabdrücke bestätigt. Die spanischen Behörden haben bisher jedoch noch nicht bestätigt, dass es sich bei dem Toten um den geflohenen Russen handelt.

Die Polizei erklärte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass es keine neuen Informationen zu dem Fall gebe, das Innenministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Das für die spanischen Nachrichtendienste zuständige Verteidigungsministerium teilte auf Anfrage von AFP mit: "Lassen Sie die Polizei ihre Arbeit machen."

Die Täter hatten sechs Mal auf Kusminow geschossen und ihn anschließend mit dem Auto überfahren. Das Auto wurde später ausgebrannt in einer nahegelegenen Stadt gefunden. Der spanische Geheimdienst geht davon aus, dass die Auftragsmörder Spanien bereits wieder verlassen haben.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Nach wochenlanger Hängepartie: Zentrumschefin soll Regierung in Schweden bilden

Neuer Anlauf in Schweden: Nachdem die Sozialdemokratin Magdalena Andersson mehrfach mit einer Regierungsbildung gescheitert ist, soll nun die Vorsitzende der Zentrumspartei Elisabeth Thand Ringqvist die Hängepartie beenden. Es gehe rund einen Monat nach der Wahl darum, die Bedingungen für eine mehrheitsfähige Koalition in der politischen Mitte auszuloten, sagte Parlamentspräsident Andreas Norlen am Montag bei einer Pressekonferenz.

SPD-Parteikonvent wird ersetzt durch Parteitag im Januar

Der ursprünglich im Dezember geplante SPD-Parteikonvent findet nicht statt. Das Mitgliedertreffen werde "ersetzt durch den Parteitag" Mitte Januar in Bremen, sagte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf in Berlin. Die ursprünglich beim Zukunftskonvent Ende Dezember geplanten programmatischen und strategischen Punkte flössen "komplett in den Parteitag ein".

Putin will Ukraine-Gipfel mit Trump und Xi - Selenskyj soll außen vor bleiben

In den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs gibt es Pläne für ein Gipfeltreffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin, US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping - ohne Beteiligung Kiews. Zunächst berichtete das "Wall Street Journal" über entsprechende Pläne Putins, am Montag erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, ein solches Treffen sei "erörtert" worden. Die Bundesregierung pochte auf eine Beteiligung der Ukraine. Unterdessen griff Russland weiter massiv die Ukraine an.

Geheime Dokumente vergessen: Schwedischer Sicherheitsberater zu Geldstrafe verurteilt

Ein Berufungsgericht in Schweden hat den früheren nationalen Sicherheitsberater der Regierung zu einer Geldstrafe in Höhe von 52.000 schwedischen Kronen (umgerechnet 4680 Euro) verurteilt, weil dieser vertrauliche Unterlagen in einem Hotel liegen gelassen hatte. Henrik Landerholm habe "grob fahrlässig gehandelt" - und das, obwohl er über "langjährige Erfahrungen in hohen Regierungsämtern" verfüge, erklärte das Gericht am Montag.

Textgröße ändern: