Pallade Veneta - Greenpeace protestiert mit Projektionen gegen russischen Angriffskrieg

Greenpeace protestiert mit Projektionen gegen russischen Angriffskrieg


Greenpeace protestiert mit Projektionen gegen russischen Angriffskrieg
Greenpeace protestiert mit Projektionen gegen russischen Angriffskrieg / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Zum zweiten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine haben Aktivistinnen und Aktivisten der Organisation Greenpeace die Botschaft "Stoppt das Töten" auf die Fassade der russischen Botschaft in Berlin projiziert. Greenpeace verwies mit der Protestaktion am Samstagmorgen nach eigenen Angaben "auf die direkte Verantwortung der russischen Führung unter Präsident Wladimir Putin für den Tod und die Verwundung von mutmaßlich über 500.000 Menschen".

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"Hands of Ukraine" (Hände weg von der Ukraine) war auf einem weiteren projizierten Schriftzug auf dem Botschaftsgebäude zu lesen. "Putins Entscheidung, Völkerrecht zu brechen und die Ukraine am 24. Februar 2022 anzugreifen, hat Tod und unendliches Leid über die Menschen in der Ukraine gebracht", erklärte Greenpeace. Dies betreffe auch "den Tod und die Verwundung Hunderttausender eigener Bürger:innen, die einen sinnlosen Krieg in der Ukraine führen müssen".

"Russland muss das Töten in der Ukraine beenden und sich wieder zurückziehen", forderte Greenpeace-Abrüstungsexperte Alexander Lurz. "Gleichzeitig muss die internationale Gemeinschaft wie die Bundesregierung die Unterstützung für die Ukraine entschlossen fortsetzen, aber auch die diplomatischen Anstrengungen wieder verstärken, um den Krieg zu beenden", verlangte er weiter.

Zuvor hatte auch die exilukrainische Organisation Vitsche geplant gehabt, mit Projektionen auf das russische Botschaftsgebäude in Berlin gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands zu protestieren. Dies war allerdings von den Behörden mit der Begründung verboten worden, die Aktion könne "die Würde" der diplomatischen Mission beeinträchtigen.

Die später auch gerichtlich bestätigte Verbotsentscheidung stieß vielfach auf Kritik. Vitsche selbst äußerte am Samstag Enttäuschung und Unverständnis darüber, dass ausgerechnet die Würde der russischen Botschaft höher bewertet werde als der Protest gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Die Organisation wies darauf hin, dass in anderen europäischen Hauptstädten solche Aktionen selbstverständlich zulässig seien.

Russische Streitkräfte hatten am 24. Februar 2022 ihren Großangriff auf die Ukraine begonnen. Zum zweiten Jahrestag des Überfalls rufen Vitsche und etwa 50 weitere deutsche und ukrainische Organisationen für 13.00 Uhr zu einer Protestkundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf. Das Tor soll wie bereits im Vorjahr in den Landesfarben der Ukraine blau-gelb angestrahlt werden. Auch in anderen deutschen Städten gibt es Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen.

O.Mucciarone--PV

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