Pallade Veneta - "Kyjiw" statt "Kiew": Baerbock überbringt sprachliches Gastgeschenk an Ukraine

"Kyjiw" statt "Kiew": Baerbock überbringt sprachliches Gastgeschenk an Ukraine


"Kyjiw" statt "Kiew": Baerbock überbringt sprachliches Gastgeschenk an Ukraine
"Kyjiw" statt "Kiew": Baerbock überbringt sprachliches Gastgeschenk an Ukraine / Foto: Roman PILIPEY - AFP/Archiv

Die Bundesregierung ändert in ihrem amtlichen Sprachgebrauch die Schreibweise der ukrainischen Hauptstadt: Künftig wird nicht mehr von Kiew die Rede sein - sondern von Kyjiw. "Wir haben das vollzogen, was längst überfällig war: die Schreibweise Eurer Hauptstadt in der ukrainischen Sprache", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Samstag bei einer Pressekonferenz mit ihrem Kollegen Dmytro Kuleba in der ukrainischen Hafenstadt Odessa.

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Die Ukraine hatte lange um eine Änderung der deutschen Schreibweise gebeten, um dem ukrainischen Namen der Hauptstadt näher zu kommen. Die Schreibweise "Kiew" lehnt sich nach ukrainischer Lesart zu sehr an die russische Sprache an.

Der ukrainische Außenminister dankte für die sprachliche Neuregelung. "Wir haben viele Jahre dafür gekämpft, dass die Ukraine nicht durch die russische Sprache betrachtet wird", sagte Kuleba. "Ich danke allen, die für geschichtliche Gerechtigkeit kämpfen - auch in kleinen Details."

In einem weiteren Punkt herrscht sprachlich allerdings weiter Uneinigkeit zwischen Deutschland und der Ukraine. Kuleba bat seine Kollegin, den Namen der Hafenstadt Odessa künftig mit nur einem "s" schreiben zu lassen - so wie im Ukrainischen. Baerbock entgegnete, dass hier der "Teufel im Detail" stecke. "Mit nur einem 's' würden wir es in Deutschland anders aussprechen", gab sie zu bedenken - nämlich mit langem "e". Die Ministerin resümierte: "Das müssen wir noch weiter diskutieren."

Y.Destro--PV

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