Pallade Veneta - Kreml: Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine "nicht im Interesse" westlicher Länder

Kreml: Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine "nicht im Interesse" westlicher Länder


Kreml: Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine "nicht im Interesse" westlicher Länder
Kreml: Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine "nicht im Interesse" westlicher Länder / Foto: Sergei BOBYLYOV - POOL/AFP/Archiv

Eine Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine wäre nach den Worten des Kreml-Sprechers Dmitri Peskow "nicht im Interesse" westlicher Länder. "Das ist absolut nicht im Interesse dieser Länder, darüber müssen sie sich bewusst sein", sagte Peskow am Dienstag als Reaktion auf eine Äußerung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Viele Länder hätten eine "nüchterne Einschätzung der potenziellen Gefahren solcher Aktionen".

Textgröße ändern:

Macron hatte zuvor auf einer internationalen Ukraine-Konferenz am Montagabend gesagt, dass eine Entsendung von Truppen in die Ukraine "nicht ausgeschlossen" werden könne. Derzeit gebe es jedoch "keinen Konsens". "Wir werden alles Notwendige dafür tun, damit Russland diesen Krieg nicht gewinnen kann", betonte Macron.

Peskow sagte nun zum Thema Bodentruppen: "Allein die Tatsache, dass die Möglichkeit der Entsendung einiger Kontingente aus Nato-Ländern in die Ukraine diskutiert wird, ist ein sehr wichtiges neues Element."

Auf die Frage, ob Nato-Truppen in der Ukraine zu einer direkten Konfrontation zwischen dem Bündnis und Russland führen würden, sagte der Kreml-Sprecher: "In diesem Fall müssen wir nicht über eine Möglichkeit, sondern die Unvermeidlichkeit" einer Konfrontation sprechen. "Und diese Länder müssen (...) sich fragen, ob (eine Konfrontation) in ihrem Interesse ist und vor allem, ob sie im Interesse der Bürger ist."

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Drogen und Kosmetik in Haftanstalt geschmuggelt: Großrazzia in Bremen und Niedersachsen

In Bremen und Niedersachsen sind Ermittler zu einer Großrazzia wegen mutmaßlichen Schmuggels von Drogen und verbotenen Gegenständen in einer Haftanstalt ausgerückt. Sie durchsuchten am Donnerstag unter anderem zehn Zellen in der Justizvollzugsanstalt Bremen-Oslebshausen sowie elf Wohnungen in Bremen und Niedersachsen, wie die Staatsanwaltschaft in Bremen mitteilte. Ermittelt wird demnach gegen 23 Beschuldigte, darunter sechs Bedienstete der Bremer Haftanstalt und zehn Gefangene.

Seoul: Nordkorea feuert rund zehn ballistische Raketen ab

Während eines gemeinsamen Militärmanövers der USA und Südkoreas hat Nordkorea nach Angaben aus Seoul mehrere ballistische Raketen abgefeuert. Die nordkoreanischen Streitkräfte hätten "etwa zehn ballistische Kurzstrecken-Raketen" aus dem Großraum Pjöngjang abgefeuert, teilte die südkoreanische Armee am Donnerstag mit. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt.

Armenischer Regierungschef Paschinjan erhält Hessischen Friedenspreis

Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan erhält den Hessischen Friedenspreis. Er wird für seine Friedensbemühungen im südlichen Kaukasus geehrt, wie der hessische Landtag am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Die Auszeichnung würdige das Bestreben des 51-Jährigen um die Etablierung demokratischer Institutionen in seinem Land und die Annäherung an die Europäische Union.

Spahn gibt auch Vorsitz von CDU Münsterland ab

Nach dem Unions-Fraktionsvorsitz will Jens Spahn (CDU) auch in seiner Heimat den Vorsitz des CDU-Bezirks Münsterland abgeben. "Ich habe mich entschieden, nicht erneut für den Vorsitz der CDU-Münsterland zu kandidieren", sagte Spahn den "Westfälischen Nachrichten" vom Donnerstag. Der CDU-Politiker entschloss sich der Zeitung zufolge nach Sondierungsgesprächen mit den Kreisvorsitzenden seiner Partei für den Schritt.

Textgröße ändern: