Pallade Veneta - Protest gegen rechts: Ostoberbürgermeister unterstützen öffentlichen Widerstand

Protest gegen rechts: Ostoberbürgermeister unterstützen öffentlichen Widerstand


Protest gegen rechts: Ostoberbürgermeister unterstützen öffentlichen Widerstand
Protest gegen rechts: Ostoberbürgermeister unterstützen öffentlichen Widerstand / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Die ostdeutschen Städte unterstützen den öffentlichen Widerstand gegen Rechtsextremismus. "Hier zeigt sich eine aktive und wache Zivilgesellschaft", erklärte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), Vizepräsident des Deutschen Städtetags, nach einer Konferenz seinen ostdeutschen Amtskollegen am Dienstag in Schwerin.

Textgröße ändern:

Dies mache deutlich, "dass sich eine Mehrheit für Toleranz und ein gutes Miteinander einsetzt". Für Jung sind dies "klare Signale der Solidarität gegen die Spaltung unserer Stadtgesellschaften". Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaat müssten immer wieder neu verteidigt werden. Sich dafür öffentlich einzusetzen und Gesicht zu zeigen, verlange gerade in manchen kleineren Städten und im ländlichen Raum oft großen Mut.

Seit Wochen gehen in Deutschland zehntausende, teils hunderttausende Menschen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straße. Auslöser für die seit Januar andauernde Protestwelle war das Bekanntwerden eines Geheimtreffens unter anderem mit AfD-Politikern in Potsdam, bei dem nach Informationen des Recherchenetzwerks Correctiv über die massenhafte Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland beraten wurde. Die Demonstrationen richten sich aber auch gegen das Erstarken rechtsextremistischer und rechtspopulistischer Kräfte insgesamt - dabei speziell gegen die AfD.

Die Ostoberbürgermeister betonten, es brauche die politische Auseinandersetzung ohne Hass und Hetze sowie einen handlungsfähigen Rechtstaat, der rechtsextreme Vorfälle dokumentiert und ahndet. "Hass und Hetze im Netz sind unerträglich", erklärte Jung. Brandanschläge oder Steinwürfe auf Wohnungen oder Autos von Kommunalpolitikern seien Angriffe auf Menschen. Dies müsse konsequent verfolgt und geahndet werden. "Die Menschen, die kommunale Ämter und Mandate übernehmen, sind die Basis unseres demokratischen Gemeinwesens."

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Brasilien: Lula und Bolsonaro überziehen sich im TV-Duell mit Vorwürfen

Eine Woche vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien haben sich der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein rechter Herausforderer Flávio Bolsonaro eine teils chaotische TV-Debatte geliefert. Beide Politiker überzogen sich in dem Duell des Fernsehsenders Band am Sonntag gegenseitig mit Vorwürfen und Beleidigungen und warfen einander vor, korrupt zu sein.

Juso-Chef Türmer verteidigt Rot-Grün-Rot in Berlin auch gegen Kritik aus der SPD

Der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer hat ein mögliches Bündnis von Linken, Grünen und SPD in Berlin gegen Kritik auch aus Reihen der Sozialdemokraten verteidigt. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus hätten die Berlinerinnen und Berliner klar gemacht, dass sie sich einen Politikwechsel wünschen, sagte der Chef der SPD-Nachwuchsorganisation am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Er sehe da eine Chance für Berlin.

SPD-Fraktionschef Miersch zweifelt an Berliner Koalition mit der Linken

In der schwarz-roten Koalition wächst die Kritik an einem möglichen Regierungsbündnis unter Führung der Linkspartei in der Hauptstadt. "Ich habe noch erhebliche Zweifel", sagte der Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Vor allem Teile der Berliner Linken hätten aus seiner Sicht Fragen zum Umgang mit Antisemitismus und Clan-Kriminalität nicht ausreichend geklärt. Die SPD trage eine große Verantwortung und müsse sich genau überlegen, mit wem sie zusammenarbeite.

Nach tödlichem Brand auf Armeestützpunkt in Kanada wochenlange Ermittlungen erwartet

Nach einem der verheerendsten Brände in der Geschichte der kanadischen Streitkräfte mit vier Toten auf dem Gelände eines Stützpunkts im Westen des Landes ist die Ursache weiter unklar. Premierminister Mark Carney machte am Sonntag keine Angabe zum möglichen Auslöser. Generalmajor Wade Rutland sagte, er rechne mit wochenlangen Ermittlungen. Laut Behörden befanden sich zuletzt 19 von 39 Verletzten in einem "kritischen Zustand".

Textgröße ändern: