Pallade Veneta - Französische EU-Abgeordnete Hayer soll Macrons Liste bei EU-Wahl anführen

Französische EU-Abgeordnete Hayer soll Macrons Liste bei EU-Wahl anführen


Französische EU-Abgeordnete Hayer soll Macrons Liste bei EU-Wahl anführen
Französische EU-Abgeordnete Hayer soll Macrons Liste bei EU-Wahl anführen / Foto: Jean-Christophe VERHAEGEN - AFP/Archiv

Die französische EU-Abgeordnete Valérie Hayer soll für die Partei des französischen Präsidenten Emmanuel Macron Renaissance bei der Europawahl als Spitzenkandidatin ins Rennen gehen. Die 37-Jährige hatte im Januar den Vorsitz der Fraktion Renew Europe im Europaparlament übernommen, als ihr Vorgänger Stéphane Séjourné zum Außenminister ernannt worden war. Die Entscheidung für Hayer sollte am Donnerstagabend offiziell bekannt gegeben werden.

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Hayer, die aus einer Landwirtsfamilie aus der Region Pays de le Loire stammt, war Mitglied einer kleinen zentristischen Partei, bevor sie sich Macron anschloss. Sie ist in der französischen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Es wird allerdings damit gerechnet, dass Macron selbst und sein Premierminister Gabriel Attal im Europawahlkampf eine wichtige Rolle spielen werden. Ihr wichtigster Gegner ist die rechtspopulistische Partei Rassemblement National, deren 28 Jahre alter Parteichef Jordan Bardella zugleich die Liste für die Europawahl anführt.

Der Wahlkampfauftakt des Regierungslagers ist für den 9. März in Lille geplant. Der RN lädt bereits am kommenden Sonntag zur ersten großen Wahkampfveranstaltung nach Marseille. Der Umgang mit Einwanderung wird voraussichtlich ein markantes Wahlkampfthema. Das Regierungslager wirft dem RN Populismus und nicht finanzierbare Versprechen vor.

In Umfragen liegt der RN mit etwa 30 Prozent weit vor dem Regierungslager, das auf 19 Prozent der Stimmen kommt. Bei der Europawahl 2019 war die Liste der Macron-Kandidatin Nathalie Loiseau auf 22 Prozent gekommen und lag damit knapp einen Punkt hinter dem RN, angeführt von der damaligen Parteichefin Marine Le Pen.

In Frankreich gilt die Europawahl als ein wichtiger Stimmungstest mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2027, bei der Macron nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten kann. Le Pen will zum vierten Mal antreten und überwand in einer Umfrage Anfang Februar in einer Stichwahl gegen den potenziellen Kandidaten Attal knapp die 50-Prozent-Marke.

O.Merendino--PV

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