Pallade Veneta - Protestmarsch für Freilassung von Geiseln erreicht Jerusalem

Protestmarsch für Freilassung von Geiseln erreicht Jerusalem


Protestmarsch für Freilassung von Geiseln erreicht Jerusalem
Protestmarsch für Freilassung von Geiseln erreicht Jerusalem / Foto: GIL COHEN-MAGEN - AFP

Nach einem viertägigen Protestmarsch quer durch Israel haben tausende Israelis am Samstagabend in Jerusalem für die Freilassung der von der radikalislamischen Hamas in den Gazastreifen verschleppten Geiseln demonstriert. Die Demonstranten schwenkten Fahnen und hielten Plakate mit den Fotos der Verschleppten. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich insgesamt 20.000 Menschen an dem Protestmarsch oder der Demonstration.

Textgröße ändern:

Er hoffe, dass die Proteste der israelischen Regierung klar machten, wie wichtig die Freilassung der Geiseln sei, sagte Ejal Kalderon, dessen Cousin Ofer Kalderon unter den Verschleppten ist. "Sie müssen jetzt um jeden Preis ein Abkommen treffen", sagte er. "Ich weiß nicht, ob es noch eine weitere Chance geben wird. Es heißt jetzt oder vielleicht nie."

Hunderte Hamas-Kämpfer waren am 7. Oktober nach Israel eingedrungen und hatten Gräueltaten vorwiegend an Zivilisten verübt. Sie töteten nach israelischen Angaben etwa 1160 Menschen und verschleppten rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen. Während einer einwöchigen Waffenruhe Ende November kamen mehr als hundert Geiseln frei. 130 weitere Geiseln werden nach israelischen Angaben noch immer im Gazastreifen festgehalten, 31 von ihnen sollen tot sein.

Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seit fast fünf Monaten militärisch im Gazastreifen vor, erklärtes Ziel ist die Zerstörung der Hamas. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, seitdem mehr als 30.300 Menschen getötet.

Derzeit laufen Verhandlungen über eine erneute Waffenruhe, die sechs Wochen dauern soll. Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung sagte am Samstag, eine Vereinbarung liege "auf dem Tisch", Israel habe dieser bereits im Grundsatz zugestimmt. Nun fehle noch die Zustimmung der Hamas, wie gefordert kranke, verletzte, alte sowie weibliche Geiseln freizulassen.

Aus Kreisen der radikalislamischen Hamas verlautete, eine Hamas-Delegation werde noch am Samstag zu weiteren Gesprächen über eine Waffenruhe nach Kairo fliegen.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Behörden: Mindestens sechs Tote bei neuen russischen Angriffen auf Region Kiew

Bei neuen russischen Angriffen auf Kiew und Umgebung sind in der Nacht zum Donnerstag nach ukrainischen Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Bei den "massiven" Angriffen seien Wohngebiete und Lagerhallen getroffen worden, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. Es seien Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung beschädigt worden.

Iran-Krieg: Trump kündigt umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran an

Angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump einen umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran angekündigt. Es werde sich um "die vernichtendste Wirtschaftsoperation" aller Zeiten handeln, schrieb er am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit "enormen" Strafmaßnahmen.

Trump präsentiert neuen Hubschrauber-Landeplatz am Weißen Haus

Mit verschiedenen Bauvorhaben will US-Präsident Donald Trump der Hauptstadt Washington seinen Stempel aufdrücken - nun hat er stolz einen geplanten neuen Hubschrauber-Landeplatz direkt am Weißen Haus präsentiert. Der frühere Immobilienunternehmer wirkte voller Tatendrang, als er am Mittwoch Journalisten spontan über die Baustelle auf der Rasenfläche an der Südseite des Weißen Hauses führte. "Eines kann ich: bauen!", sagte Trump. "Ich liebe das Bauen."

Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida

Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Die Abgeordnete Angie Nixon setzte sich am Mittwoch im US-Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch. Das Ergebnis gilt als eine der größten Überraschungen der parteiinternen Vorausscheide zu den Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump zeigte sich indes sicher, dass der umkämpfte Senatsposten am Ende in republikanischer Hand bleiben werde.

Textgröße ändern: