Pallade Veneta - Pentagon-Leaks: US-Nationalgardist plädiert auf schuldig

Pentagon-Leaks: US-Nationalgardist plädiert auf schuldig


Pentagon-Leaks: US-Nationalgardist plädiert auf schuldig
Pentagon-Leaks: US-Nationalgardist plädiert auf schuldig / Foto: Stefani REYNOLDS - AFP

Der wegen des Durchsickerns zahlreicher geheimer Militärdokumente festgenommene US-Nationalgardist Jack Teixeira hat ein Schuldbekenntnis abgelegt. Vor einem Bundesgericht in Boston im Bundesstaat Massachusetts bekannte sich der 22-Jährige am Montag in sechs Anklagepunkten der absichtlichen Weitergabe von Informationen der nationalen Verteidigung schuldig. Im Gegenzug wird die Staatsanwaltschaft ihn nicht der Spionage beschuldigen, die mit lebenslanger Haft bestraft werden kann.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft und seine Anwälte hatten eine entsprechende Vereinbarung erzielt. Danach muss Teixeira für 16 Jahre und acht Monate ins Gefängnis und eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Dollar zahlen. Zudem muss er Geheimdienstmitarbeitern sein Vorgehen erläutern.

Der Nationalgardist war im April 2023 festgenommen worden. Der IT-Spezialist soll für eine der folgenschwersten Veröffentlichungen geheimer US-Dokumente der vergangenen Jahre verantwortlich sein - bekanntgeworden unter dem Namen Pentagon-Leaks. Die Dokumente soll er in einer Gruppe auf der Online-Plattform Discord geteilt haben, später tauchten die Unterlagen auch auf Plattformen wie Twitter und Telegram auf.

Viele der Dokumente bezogen sich auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Andere Dokumente legten nahe, dass die USA Verbündete wie Israel und Südkorea ausspionieren.

Teixeira hatte bislang auf nicht schuldig plädiert. Er war im vergangenen Juni von einem als Grand Jury bezeichneten Laiengremium wegen der Aufbewahrung und Weitergabe von Geheimdokumenten zur nationalen Verteidigung angeklagt worden. Für jeden der sechs Anklagepunkte drohen dem IT-Spezialisten bis zu zehn Jahre Haft.

Teixeira arbeitete für die Luft-Nationalgarde als IT- und Kommunikationsspezialist mit dem drittniedrigsten militärischen Rang. 2021 erhielt er die Freigabe für den Zugang zu hochgeheimen Unterlagen.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Behörden: Mindestens sechs Tote bei neuen russischen Angriffen auf Region Kiew

Bei neuen russischen Angriffen auf Kiew und Umgebung sind in der Nacht zum Donnerstag nach ukrainischen Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Bei den "massiven" Angriffen seien Wohngebiete und Lagerhallen getroffen worden, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. Es seien Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung beschädigt worden.

Iran-Krieg: Trump kündigt umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran an

Angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump einen umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran angekündigt. Es werde sich um "die vernichtendste Wirtschaftsoperation" aller Zeiten handeln, schrieb er am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit "enormen" Strafmaßnahmen.

Trump präsentiert neuen Hubschrauber-Landeplatz am Weißen Haus

Mit verschiedenen Bauvorhaben will US-Präsident Donald Trump der Hauptstadt Washington seinen Stempel aufdrücken - nun hat er stolz einen geplanten neuen Hubschrauber-Landeplatz direkt am Weißen Haus präsentiert. Der frühere Immobilienunternehmer wirkte voller Tatendrang, als er am Mittwoch Journalisten spontan über die Baustelle auf der Rasenfläche an der Südseite des Weißen Hauses führte. "Eines kann ich: bauen!", sagte Trump. "Ich liebe das Bauen."

Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida

Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Die Abgeordnete Angie Nixon setzte sich am Mittwoch im US-Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch. Das Ergebnis gilt als eine der größten Überraschungen der parteiinternen Vorausscheide zu den Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump zeigte sich indes sicher, dass der umkämpfte Senatsposten am Ende in republikanischer Hand bleiben werde.

Textgröße ändern: