Pallade Veneta - Faeser konkretisiert Überlegungen für Asylverfahren in Drittstaaten

Faeser konkretisiert Überlegungen für Asylverfahren in Drittstaaten


Faeser konkretisiert Überlegungen für Asylverfahren in Drittstaaten
Faeser konkretisiert Überlegungen für Asylverfahren in Drittstaaten / Foto: Attila KISBENEDEK - AFP/Archiv

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch die Überlegungen für Asylverfahren in Staaten außerhalb der Europäischen Union konkretisiert. Die Prüfung, "ob Asylverfahren auch rechtsstaatskonform in Drittstaaten möglich sind, werden wir gemeinsam mit Migrationsexperten und Juristen intensiv fortsetzen", sagte Faeser dem Magazin "Spiegel". "Vorstellbar sind engere Kooperationen vor allem mit den Staaten, die an den Fluchtrouten liegen und Menschenrechte wahren."

Textgröße ändern:

Faeser sagte, der Bund habe seit den Beratungen mit den Ländern zur Migration im November "wichtige Veränderungen zur Begrenzung der irregulären Migration" erreicht. Es seien nun "mehr und schnellere Rückführungen" von Menschen ohne Bleiberecht möglich.

Es gebe bei den Abschiebungen bereits eine Steigerung von mehr als 25 Prozent, sagte Faeser. Um hier weiter zuzulegen "braucht es jetzt das Handeln der verantwortlichen Länder, die die neuen Abschieberegeln nutzen können". Die Bundespolizei werde die Länder dabei weiter unterstützen.

Mit Blick auf die insbesondere von Unionspolitikern vorgebrachte Kritik an der Bundesregierung in der Asylpolitik fügte die SPD-Politikerin hinzu: "Migrationsfragen löst man nicht durch immer neue Forderungen, sondern durch konkretes Handeln."

Faeser sagte, es werde schneller für Klarheit gesorgt, wer in Deutschland bleiben dürfe und wer nicht. "Wie ernst wir das meinen, zeigen wir mit 1160 zusätzlichen Kräften beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und 300 Millionen Euro zusätzlich für schnellere und digitale Verfahren." Sie fügte hinzu: "Das gleiche Tempo brauchen wir in den Ländern bei der Digitalisierung der Ausländerbehörden."

Faeser kündigt weitere Migrationsabkommen an – als nächstes mit Moldau. Der Schlüssel zur dauerhaften Entlastung der Kommunen sei aber das gemeinsame europäische Asylsystem, das bei nur geringer Aussicht auf Schutz Asylentscheidungen bereits an den Außengrenzen vorsehe. Zudem solle es eine gerechtere Verteilung in der Europäischen Union geben: "Wir arbeiten gemeinsam mit der EU-Kommission und der belgischen Ratspräsidentschaft schon jetzt intensiv daran, das gemeinsame EU-Asylsystem schnellstmöglich umzusetzen."

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Behörden: Mindestens sechs Tote bei neuen russischen Angriffen auf Region Kiew

Bei neuen russischen Angriffen auf Kiew und Umgebung sind in der Nacht zum Donnerstag nach ukrainischen Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Bei den "massiven" Angriffen seien Wohngebiete und Lagerhallen getroffen worden, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. Es seien Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung beschädigt worden.

Iran-Krieg: Trump kündigt umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran an

Angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump einen umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran angekündigt. Es werde sich um "die vernichtendste Wirtschaftsoperation" aller Zeiten handeln, schrieb er am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit "enormen" Strafmaßnahmen.

Trump präsentiert neuen Hubschrauber-Landeplatz am Weißen Haus

Mit verschiedenen Bauvorhaben will US-Präsident Donald Trump der Hauptstadt Washington seinen Stempel aufdrücken - nun hat er stolz einen geplanten neuen Hubschrauber-Landeplatz direkt am Weißen Haus präsentiert. Der frühere Immobilienunternehmer wirkte voller Tatendrang, als er am Mittwoch Journalisten spontan über die Baustelle auf der Rasenfläche an der Südseite des Weißen Hauses führte. "Eines kann ich: bauen!", sagte Trump. "Ich liebe das Bauen."

Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida

Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Die Abgeordnete Angie Nixon setzte sich am Mittwoch im US-Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch. Das Ergebnis gilt als eine der größten Überraschungen der parteiinternen Vorausscheide zu den Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump zeigte sich indes sicher, dass der umkämpfte Senatsposten am Ende in republikanischer Hand bleiben werde.

Textgröße ändern: